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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst essen Seele auf


barbara seiler
15.09.2008, 10:28
Hi zusammen!

"Angst essen Seele auf" ist so ein Zitat, das ich immer wieder mal höre, auch wenn ich nicht weiss, woher es kommt. Ich glaube, irgend etwas Afrikanisches? kann das sein?

Auf alle Fälle, das stimmt! - ich erleb das immer wieder so. Angst blockiert, Angst lähmt, Angst führt dazu, dass ich mich ablenke und Dinge unerledigt lasse... was an der Sache natürlich gar nichts verbessert.

Angst ist irrational. Ich habe viel mehr Angst vor Spritzen und generell allem, was mit Nadeln zu tun hat, als vor einem Messer - obwohl das Messer, ganz objektiv gesehen, schlimmere Wunden verursachen kann. Aber dennoch: Nadeln machen mir mehr Angst als Messer.

Um Angst zu überwinden, braucht es Mut. Das heisst, die Bereitschaft, sich auf das Unkontrollierbare einzulassen, etwas *trotz allem* zu tun. Mut zu haben, ist jedes Mal ein Sprung ins kalte Wasser...

Und ich kenne kein schlimmeres Gefühl, als Angst zu haben.

Wie habt ihr es mit der Angst?

grüsse, barbara

R.Daneel
15.09.2008, 11:49
Hallo Barbara,

ja, das ist in gewissem Sinne was Afrikanisches: Es ist der Titel eines Films von Rainer Werner Fassbinder (http://de.wikipedia.org/wiki/Angst_essen_Seele_auf). :) Gesehen habe ich ihn nicht, mir war das Thema zu traurig.

Wie habt ihr es mit der Angst?
Jemand hier (bzw. im alten Forum) sagte mal, ich wäre sehr angstgesteuert. Das dürfte wohl stimmen... Leider.

Grüßleins
R.

barbara seiler
15.09.2008, 12:10
Hallo R.!

oh ja, das scheint ja wirklich ein trauriger Film zu sein... ich glaub, ich werde den auch nicht schauen. :(

Jemand hier (bzw. im alten Forum) sagte mal, ich wäre sehr angstgesteuert. Das dürfte wohl stimmen... Leider.

Doch offenbar kriegst du dein Leben dennoch ziemlich gut auf die Reihe - soweit ich das aus Entfernung beurteilen kann.

mein Leben scheints im Moment allerdings mit sich zu bringen, dass ich keine Möglichkeiten mehr habe, meinen Ängsten auszuweichen... fertig mit der Bequemlichkeit. Die Dinge, die früher funktionierten, funktionieren heute einfach nicht mehr. Und gerade jetzt finde ich das sehr unfair vom Leben.

Ich hoffe bloss, ich krieg das auch irgendwie auf die Reihe... keine Ahnung wie, ausser mit dem alten Prinzip: ein Schritt am andern. Doch ob das reicht?

grüsse, barbara

Roadrunnerfn
15.09.2008, 13:09
Einen Schritt nach dem anderen.....
.....genau so!

Und: GERADE wenn das Leben NICHT läuft, wie man es sich vorstellt, gerade DANN ist dieses Prinzip richtig.
Wenns läuft darf man sich das eine oder andere Chaos erlauben.

Angst essen Seele auf. Ich denke, jeder kennt dieses Gefühl. Vor allem dann, wenn -wie Du schreibst- die Angst auf einen zu kommt und man nicht mehr ausweichen kann.
Aber das stimmt nicht. Auf Dich zu kommen Aufgaben, keine Ängste. Du weisst, dass die Ängste Deine eigene Kreation sind.
Und ich kann Dir dazu einen Tipp geben:
Wenn es auf Dich zukommt...dann stell Dich hin und empfange es. Egal was kommt.
Nur so gehts weiter....einen Schritt nach dem anderen. Ausweichen machts nur schlimmer!!!

Nicht nachlassen.....weil Du weisst, dass es weitergeht. Und Du gehst mit. Manchmal leichter, manchmal schwerer, Manchmal langsam manchmal schnell...egal!

Nur weitergehen muss man...
...es nicht zu tun ist ein Bruch mit der Welt, den DU nicht willst. Glaub mir.

Grüssle

Frank

barbara seiler
15.09.2008, 13:36
Hallo Frank!

Ängste sind meine eigene Kreation... ja. Doch ich seh, hier ist wieder der Unterschied von Theorie und Praxis. Mitten drin zu stecken, das ist eben doch immer noch was Anderes, als so von aussen gemütlich darüber zu sprechen.:grins:

Ja, und es sind Aufgaben, die auf mich zukommen. und ausserdem: nach bestem Wissen und Gewissen selbst gewählte Aufgaben.

Dazu gehört wohl, dass alle Zweifel jetzt hoch kommen. Ich seh eine Million Dinge, die mich entmutigen und die mir sagen: du kannst das nicht, ich seh die andern Dinge nicht, wo ich feststellen kann: Yes we can. Ich will ja noch nicht mal Präsidentin der USA werden, lediglich Präsidentin meines eigenen Lebens. Das ist schon anspruchsvoll genug. :o

Aber ich sehe schon, es hilft nichts, mich ins Jammern zu verkriechen. Auch wenn es das ist, was ich jetzt am allerliebsten täte - Kopf in den Sand und hoffen, dass der ganze Mist irgendwann einfach vorbei ist, wenn ich ihn wieder rausstrecke.

Ausweichen machts nur schlimmer!!!

Da hast du vollkommen recht. Was heute dick kommt, kommt morgen faustdick...

Ich brauche die richtige Einstellung. Und die fehlt mir im Moment noch - manchmal schmerzlich fehlend. Ich will hinstehen und JA sagen. Ich glaube, das ist wichtig... und dann lass ich mich vielleicht auch weniger auf all die negativen Stimmen ein.

danke dir, und gruss
barbara

Roadrunnerfn
15.09.2008, 13:58
ja, Barbara, so ist das...von aussen ists immer einfacher. Das hab ich auch schon bemerkt, Du wirst Dich erinnern dass ich vor dem Urlaub mein "Loch" hatte.

Vergiss mir Herrn Hawkins nicht, der uns ganz klar sagt, wir sollen keine Energie an schlechte Gedanken verschwenden.
Natürlich zeichnen sich am Horizont immer wieder negative Dinge ab.
Und man muss schon auch sehn, dass diese Dinge nicht unbemerkt heranrücken.
Aber was Du unbedingt vermeiden musst, ist, negative Dinge selbst an den Horizont zu kleben.
Das ist mit das schwierigste: den negativen Dingen anzusehen, woher sie kommen, wohin sie gehen und was wir mit ihnen tun müssen.

Aber: wir MÜSSEN etwas mit ihnen tun, wenn sie uns zu nahe kommen. Wir können sie aber auch vorbeiziehen lassen, und müssen sie nicht mit Gewalt zu uns hereinschreien.

Wenn sie kommen, Barbara, dann liegt ihre grösste Stärke in der Überraschung. Schau zu, dass Du Dein Umfeld kennenlernst, Augen offenhalten und aufmerksam sein! Informieren!

Die Dinge, die kommen, die verfehlen Dein Haus sehr oft, wenn auch nur knapp...und die, die dann wirklich treffen, die müssen einen langen Weg zurücklegen, den Du aufmerksam beobachtest. Wenn sie hereinkommen, sind sie müde und viel weniger gefährlich, als sie von weitem aussehen.

Wenn so ein sich abzeichnendes Problem dann völlig ausser Atem bei Dir ankommt, und Du kannst sagen: "Ah, Hallo, Du bist also die Steuerschuld! Ich habe Dich erwartet!", dann wirst Du sehen, dass es nicht so schlimm sein wird.
Und weil es nicht so einfach ist, wenn man mittendrin steckt, geht hier sehr gut: Ein Schritt nach dem anderen. Und nicht gesenkten Hauptes! Aufsehen musst Du, damit Du siehst!
Unten am Boden sind nur Deine Füsse, die kennst Du! Vertraue ihnen, dass sie nicht stolpern. Die Stolpersteine liegen am Horizont, Du musst sie sehen. Augen auf!

Grüssle...und viel viel Glück

Frank

barbara seiler
15.09.2008, 16:38
Hallo Frank!

Danke für die Ermutigung.:)

Wo einer meiner Haken liegt, das ist beim Teil: sich informieren, vorausschauen, sich vorbereiten. Ich hab da doch so gewisse Tendenzen, zu sagen "wird schon irgendwie gehn" und "morgen ist auch noch ein Tag", und in der Zwischenzeit lieber nix zu tun. Doch das ist natürlich nicht gerade eine brauchbare Einstellung... :-/

Ich merke gerade, da gibts so einige Dinge, von denen ich dachte, so bin ich halt, so ist das eben... und wo ich merke: nein, ich hab da eine Wahl, die sind nicht festgeschrieben und in Stein gemeisselt, an denen kann ich was ändern. Und das geht auch. Was ich brauche, ist definitiv eine korrekte Einstellung, und einen gewissen Kampfgeist, und nicht zu resignieren..

danke dir!
liebe grüsse
barbara

Joan Eric Tanat
17.09.2008, 01:20
Deine Angst könnte ein Zeichen dafür sein, dass Du Dich überforderst bzw. zu viel Verantwortung trägst. Demzufolge wäre eine Lösungsstrategie, Dich zu entlasten und Verantwortung abzugeben. Vielleicht kannst Du Dir von anderen helfen lassen?

Überfordert könnte man auch sein, nachdem man sich längere Zeit unterfordert hat und nun den Anforderungen nicht (mehr) gewachsen ist. Daraus ergibt sich als Lösungsstrategie, die erforderlichen Fähigkeiten zu trainieren, um den Anforderungen wieder gewachsen zu sein.

Kann man das Gefürchtete weder entfernen, noch durch Entwicklung von Stärke überwinden, so ist man ihm ausgeliefert. In diesem Falle bleibt nur, sich mit ihm zu verbünden und sich ihm bereitwillig hinzugeben. (Zappeln hilft dann nicht mehr.)

barbara seiler
17.09.2008, 08:22
Hallo jet

schön bist du wieder mal da :)

und wo du recht hast, hast du recht! - Hilfe holen - Kompetenzen und Fähigkeiten trainieren - zulassen.

Das erinnert mich an den Hlg. Augustinus, der gesagt haben soll: wenn du etwas erreichen willst, so arbeite dafür, als ob es nur von der Arbeit abhinge - und bete dafür, als ob es nur vom Gebet abhinge.

grüsse, barbara

R.Daneel
17.09.2008, 21:29
Hallo Barbara,

wenn du etwas erreichen willst, so arbeite dafür, als ob es nur von der Arbeit abhinge - und bete dafür, als ob es nur vom Gebet abhinge.

Guter Spruch! Sollte definitiv zu den Lehrreichen Zitaten!

Liebe Grüße
R.

barbara seiler
17.09.2008, 22:05
jaaa. aber zuerst muss ich mal herausfinden, ob der Augustinus das tatsächlich so gesagt hat, ich zitier ihn nur aus dem Gedächtnis und hab ihn irgendwo aufgeschnappt... und hoffe, es ist nicht ganz falsch, was ich zitiere!:grins:

grüsse, barbara

Joan Eric Tanat
17.09.2008, 22:06
ich selbst: Kann man das Gefürchtete weder entfernen…
Kann man überhaupt irgendetwas entfernen? Wird man jemals etwas los? Heute meint man, eine Angst überwunden zu haben. Doch einige Zeit später gerät man erneut – ganz wider Willen – in eine ähnliche angsteinflößende Situation. Es will und will nicht enden!

Die Leute raten Dir: "Lass Dir helfen!" und "Trainier' Dein Können!" und "Gehe in möglichst winzigen Schritten durch Dein Leben!" (damit nur ja nichts schiefgeht!) – doch was hilft das? Durch all das wird doch nur die Katastrophe vermieden. Man muss durch die Katastrophe hindurchgehen, um die Angst zu überwinden! Eher hat man das eigentliche Problem nicht gelöst, das in einer inneren Abscheu und einem Drang, etwas zu überwältigen, besteht, sprich: in der eigenen Bosheit.

Die Angst ist das Flehen einer verkannten Seelenminderheit um Liebe und Geltung. Die Wünsche dieser Seelenminderheit erscheinen uns als Katastrophe. Wir könnten scheitern, unsere Ziele nicht erreichen. Um Gottes Willen! – Na und! Na und? Das erschüttert die Welt doch nicht! Es erschüttert doch nur unser kleines, bescheidenes Ego! Haben wir jemals daran gedacht, dass es anderen besser gehen würde, wenn es uns nicht gäbe?!

Es ist – verdammt noch mal – gut – ja am besten – wenn es schief läuft! Nichts ist besser und wünschenswerter für den Menschen als Niederlagen! Die Angst sollte etwas sehr Willkommenes sein, eine große Hilfe, vielleicht die kostbarste Hilfe für den spirituell Interessierten. Wollen wir denn ewig so arrogant und selbstsüchtig bleiben?

Nein? Dann lass doch die Angst uns lähmen – zu unserem eigenen Seelenwohl! Die Angst ist gut! Denn sie schützt uns spirituell-Interessierte vor dem Schlimmsten!

barbara seiler
17.09.2008, 22:09
"Gehe in möglichst winzigen Schritten durch Dein Leben!"

du meinst nicht etwa jenen winzigen Schritt, den man macht, wenn man vor dem Abgrund steht - und weiter vorwärts geht? Der hats nämlich in sich, dieser winzige Schritt!:D

Es ist – verdammt noch mal – gut – ja am besten – wenn es schief läuft!

naja, mein Ego meldet hier doch so einige Skepsis an. Bist du dir auch sicher, dass du auch das gesagt hast, was du sagen wolltest...?:o

grüsse, barbara

Joan Eric Tanat
17.09.2008, 22:17
naja, mein Ego meldet hier doch so einige Skepsis an.
Da gibt es nichts zu zweifeln: Meister Eckehart schon sagte sinngemäß, dass das schnellste Tier, das zum Heil trägt, "Leiden" heißt. Diese Einsicht schmeckt bitter, ist jedoch süß.


Bist du dir auch sicher, dass du auch das gesagt hast, was du sagen wolltest...?
Ja, bin ich. Ich habe große Angst erlebt. Und ich dachte früher auch: sie sei das Schlimmste. Heute, nach ein paar Jahren, denke ich anders darüber. Die Angst und das sie begleitende Scheitern – sind von großem Wert. Warum sollte man jemandem nicht Angst und Mißerfolg wünschen?!

Ich bin nicht mehr davon überzeugt, dass Erfolg Erfolg ist und Mißerfolg Mißerfolg.

Mut wird aus Angst geboren, ist das Bündnis mit der Angst, mit dem Scheitern und auch --- mit der Liebe.

Was sind wir denn für jämmerliche Abbilder Gottes, wenn wir uns vor Abgründen fürchten?!

Celestine
17.09.2008, 22:30
Das klingt sehr interessant, Joan Eric Tanat!

Ich stimme überein darin, dass es nichts Größeres gibt, als sich der Angst zu stellen. Sie schiebt alle Grenzen weg, und irgendwann wird Dir klar: Ich bin tatsächlich unsterblich!

Habe ich Angst? Mein Freund Michel schrieb:
"Ich habe Angst vor fast allem und jedem - nur vor der Angst nicht."

Wenn Du Dir den Gegenstand Deiner Angst anschaust, unververfälscht, unverblühmt, radikal, dann löst sich das auf... dann bleibt da nichts angsterregendes. Das ist das "durch die Angst hindurchgehen".

Angst ist eine Vorstellung in Deinem Kopf, nichts weiter.
DU bist die Urheberin der Angst (Deiner Gedanken). DU kannst entscheiden, ob Du sie urheben willst.

Was passiert Dir denn? WAS?

Liebe Grüße,
Astrid

Joan Eric Tanat
17.09.2008, 22:48
Kleine Schritte kann man auch auf die Angst zugehen.

Am Ende ist das der eigentliche, große Erfolg: eine neue Freundin gefunden zu haben: die Angst.

Sich irgendwann mal aus der Enge dieses kleinen, verwesenden, stinkenden Kadavers zu befreien... Hoch lebe die Angst!

Es gibt keine realistische Ebene! Der Teufel redet davon. Doch es gibt ihn nicht.

Roadrunnerfn
17.09.2008, 23:01
Ich denke, dass Angst so viele Gesichter hat, dass man ihr mit allgemeinen Heilmitteln nicht beikommt.

Es gibt Ängste, denen man sich am besten direkt stellt.
Es gibt welche, an deren Auflösung man sich sachte herantastet.
Man kann auch Ängste an sich vorbeigehen lassen, indem man sich Schritt für Schritt auf sein Tagwerk konzentriert und die Angst nicht heranlässt. Wenn andere zeiten kommen, verfliegen diese Ängste, neue kommen hinzu und wir müssen wieder ein Werkzeug finden, mit ihnen umzugehen.

Das eine, allgemeingültige Heilmittel, die Angst würde sich auflösen, wenn wir ihre Wahrheit erkennen, ist richtig.
Aber:
wer hat das Bewusstsein, SO bewusst zu leben?

Nein, mit der Aussage "Chaos komm, ich erleide Dich" kann ich nix anfangen. Ängste SIND eine Ego-Geschichte, und wir werden hier auf der Welt als Menschen damit umzugehen lernen müssen.
Nicht, indem wir uns ihnen willenlos hingeben, sondern indem wir "füchsisch" sie im Auge behalten, sie beobachten, sie umgehen, überlisten und gegebenenfalls uns voll mit ihnen konfrontieren.

Damit wir sie beherrschen und nicht sie uns.

Grüssle

Frank

Joan Eric Tanat
17.09.2008, 23:13
Schon gemerkt? Du widersprichst Dir selbst:

Roadrunnerfn: Ich denke, dass Angst so viele Gesichter hat, dass man ihr mit allgemeinen Heilmitteln nicht beikommt.
Roadrunnerfn: Das eine, allgemeingültige Heilmittel, die Angst würde sich auflösen, wenn wir ihre Wahrheit erkennen, ist richtig.


Roadrunnerfn: Es gibt Ängste, denen man sich am besten direkt stellt.
Es gibt welche, an deren Auflösung man sich sachte herantastet.
Das ist das gleiche.


Roadrunnerfn: wer hat das Bewusstsein, SO bewusst zu leben?
Na Barbara.


Roadrunnerfn: Nein, mit der Aussage "Chaos komm, ich erleide Dich" kann ich nix anfangen. Ängste SIND eine Ego-Geschichte, und wir werden hier auf der Welt als Menschen damit umzugehen lernen müssen.
Chaos ist Ordnung. Es gibt keine Welt und keine Menschen darauf. Folglich auch keine Ego-Geschichten und keine Ängste. Das musste mal gesagt werden.


Roadrunnerfn: Nicht, indem wir uns ihnen willenlos hingeben, sondern indem wir "füchsisch" sie im Auge behalten, sie beobachten, sie umgehen, überlisten und gegebenenfalls uns voll mit ihnen konfrontieren.
Du überlistest die Angst nicht. Am Ende ist der Fuchs der Esel.


Roadrunnerfn: Damit wir sie beherrschen und nicht sie uns.
Das wäre unchristlich.

Roadrunnerfn
18.09.2008, 00:10
Hi JET

Schon gemerkt? Du widersprichst Dir selbst:

Nein, tu ich nicht. Weil die scheinbar widersprüchlichen aussagen von völlig unterschiedlichen Voraussetzungen ausgehen:
einmal reden wir von einer reinen Wahrheit, das andere mal vom unvollkommenen, menschbehafteten Vorgehen, das sich nicht völlig von seinen Anhaftungen lösen kann..nicht KANN, weil wir damit nicht mehr Mensch wären.

Das ist das gleiche.

Nein, ist es nicht. Es liegt an der unterschiedlichen Art der Ängste. Eine direkte, offene Konfrontation ist was anders als ein langsamer Verarbeitungsvorgang. Und jeder Umgang mit der Angst an sich kann jeweils der falsche sein.

Na Barbara

Nein, denn auch Barbara ist ein Mensch. Wenns ihr so leicht fiele, dann würds sies wahrscheinlich so machen.

Chaos ist Ordnung.

Also, wenn ich jetzt meinem Ego freien Lauf liesse und meinen Emotionen nachgäbe, würde ich sagen, das ist Esoterisches Geschwätz.
Tu ich aber nicht, darum sage ich: (ganz demütig)
Entweder ist das falsch oder ich verstehe es nicht.

. Es gibt keine Welt und keine Menschen darauf. Folglich auch keine Ego-Geschichten und keine Ängste. Das musste mal gesagt werden.

Da geb ich Dir recht! Wirf Dich vor den nächsten Zug, dann hast Du die Welt und die Angst und das Ego hinter Dir!
DU bist ein Mensch, ICH bin einer und Barabara ist auch einer...und unsere Welten existieren, genauso wie unsere Ängste. DEINE auch, das hast Du ja selbst gesagt. Also: solange es Menschen gibt, ist ihnen Angst anhaftend.
Die Lösung dieses Problems ist nur der Tod, Schlaule!


Du überlistest die Angst nicht. Am Ende ist der Fuchs der Esel.

Vielleicht weisst Du ja nur nicht, WIE schlau ich bin..:D . Also ich bin in der Lage, so manche Angst zu überlisten. Für mich. Das zählt.
Vielleicht bin ich ja wirklich der Esel! Denn Eselsgeduld ist zB eine Anti-Angst-List.
Evtl. bist Du nicht Fuchs genug, um zu sehen, dass der Esel ganz schön füchsisch sein kann, gerade weil er immer der Esel ist? oder dafür gehalten wird.

Das wäre unchristlich.

ich versteh zwar nicht, was an Angstbewältigung unchristlich sein soll, aber: wenn DU meinst!
MIR zumindest ist es ziemlich egal, was christlich und was unchristlich ist. Vor allem dann, wenn eine derartige Bewertung ohne Erklärung einfach so hingeworfen wird.

Entschuldigende Anmerkung:
Die latent boshafte Formulierung meines Beitrages ist ein Protest gegen die Art und Weise Deiner Antwort.
Ich bin der Meinung, daß eine Antwort mit DIESEN Inhalten weiterreichende Ausführung verdient. Die Knappheit Deiner Worte empfinde ich als etwas herablassend..zumal sie weitestgehend unzutreffend sind...gerade so, als ob ich das ja eh nicht verstehen könnte.
Weil ich offensichtlich auf einer zu tiefen Ebene rangiere und eh nur der Esel bin.

Ich habs also gemerkt..um bei Deinen Worten zu bleiben...dass ich in Deinen Augen ein unchristlicher Esel bin.

Das musste mal gesagt werden!


(uhhhh...bin ich schlecht drauf heute oder was????)


trotzdem liebe Grüsse
wir werden uns schon noch zusammenraufen


Frank

barbara seiler
18.09.2008, 09:19
Oh, das ist ja mal interessant - Frank übernimmt die Rolle des pragmatischen Skeptikers!:grins:

Dabei sind die Aussagen von Jet doch sehr nahe an dem, was du, Frank, auch schon oft gesagt hast... oder nicht?

zu "Chaos ist Ordnung" - da würde ich sagen: Chaos ist eine nicht erkannte Ordnung - eine nicht offensichtliche Ordnung.

allerdings, @ jet, frank hat auch wieder recht: du vermischst wieder die Ebenen. Und es ist schon wichtig zu unterscheiden, welche gemeint ist und worauf welche Aussage bezogen wird.

Sich irgendwann mal aus der Enge dieses kleinen, verwesenden, stinkenden Kadavers zu befreien... Hoch lebe die Angst!

ach nein, das Leben ist trotz allem schön und lebenswert... ich sehe keinen Grund zur Weltverachtung.

Aber ob die Angst meine Freundin wird? Auf alle Fälle geht sie weg, sobald sie angenommen wird. und das Empfinden ist nicht mehr so schlimm.

grüsse (etwas grinsend ob der aktuellen Entwicklung)
barbara

Roadrunnerfn
18.09.2008, 09:37
*Argh!

*ROFLOL!

Da hast Du bestimmt ein Stück weit recht, Barbara.
Mist...da zeigt sich doch wieder, wie subjektiv die Welt ist!

Aber es gibt keinen Zweifel, es sind meine Worte:
Um Moderates zu vermitteln, muss man manchmal Extremes formulieren.

So gesehen ist es meine Vorgehensweise. Das stimmt schon.


Nobody is perfect.


Grüssle

Frank

barbara seiler
18.09.2008, 09:44
:D

da zeigt es sich auch wieder, wie kontextabhängig wir funktionieren... Menschen sind offenbar meist gern bereit, irgend einen Kontrast herzustellen, doch Hauptsache da ist ein Kontrast. Wo ein Yin ist, da ist sein Yang nie weit weg.

Diese sehr überfliegenden Ideen allerdings sind mir oft zu abgehoben. Dinge wie "Angst ist eine Illusion", darüber kann ich nachdenken und nachforschen, wenn es mir (ego) einigermassen gut geht. Wenn ich mitten drin stecke, so empfinde ich Dinge wie Kampfgeist, oder einfach Trost, oder Geborgenheit, als wichtiger. Das Thema mit der Illusion kann ich dann nachher ja immer noch studieren, sobald ego wieder einigermassen funktionsfähig ist...

grüsse, barbara

R.Daneel
18.09.2008, 10:49
Hallo allerseits,

jetzt habe ich es doch kurzzeitig mit der Angst zu tun bekommen:

Sich irgendwann mal aus der Enge dieses kleinen, verwesenden, stinkenden Kadavers zu befreien... Hoch lebe die Angst!
Puah! :(

Aber dass Frank mal die Rolle des pragmatischen Skeptikers übernommen hat - Wow! *verbeug*

Da ich inzwischn am Arbeitsplatz bin, nur ein paar kurze Meinungsschnipsel: Grundsätzlich ist Angst etwas Gutes - sie soll uns daran hindern, existensbedrohende(*) Dummheiten zu machen. Und ja, ich würde mich Franks Ansicht anschließen: Manchen Ängsten muss man sich direkt stellen ("hindurchgehen"), bei anderen mag es besser sein, sich langsam heranzutasten.

(*): womit ich nur die Existenz innerhalb der materiellen Welt meine, über etwaige andere Möglichkeiten kann ich nichts sagen. Aber:Es gibt keine Welt und keine Menschen darauf.
Doch, die gibt es. Alle beide - mindestens auf einer bestimmten Ebene: Die Welt ist das, wo Du dein Essen und Trinken findest, und die Menschen kommunizieren hier gerade miteinander (wobei es zugegebenermaßen schwer ist zu beweisen, dass hinter diesen Texten wirklich Menschen stehen - woher soll ich wissen, ob "John Eric Tanat" nicht nur ein besonders raffiniertes Programm wie Eliza oder Racter ist, das hier eine für dieses Medium ausreichend gute Emulation eines Menschen präsentiert? Da muss sich jeder selbst fragen: Bin ich nach meinen eigenen Maßstäben ein "Mensch"?).
Folglich auch keine Ego-Geschichten und keine Ängste.
Etwas verschwindet nicht enfach, nur weil man oder jemand behauptet, das es nicht existiert! Aber bitte, du kannt es gern mal versuchen, Deine Ansicht auszuleben, lässt sich ja leicht ausprobieren, z.B. mit einem kräftigen Schlag auf die eigene Nase :D Keine Gute Idee? Angst vor dem Schmerz? :grins: Wie ich schon schrieb: Angst ist bisweilen etwas Gutes.

Von all dem stückweise Nützlichen der Angst als solcher abgesehen gibt es ja noch die Phobien: Ängste vor etwas, vor dem man sich (sinnvollerweise) nicht oder nicht so sehr fürchten sollte.

Hat jemand hier "Angst" vor Spinnen?

Horst Stern (http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Stern) hat mal eine 2teilige Sendung über Spinnen gemacht, ganz sachlich, wie es seine Art ist, wo man sie die Angstverursachenden Objekte von der Sicherheit des Wohnzimmers aus antun konnte und damit belohnt wurde, jede Menge (wirklich viel!) über sie zu erfahren, ganz sachlich, ohne etwas zu beschönigen oder zu verniedlichen. Die zweite Sendung schloss mit den Worten Horst Sterns: "Gegen Spinnenangst - hilft nur Spinnenwissen!" Genau! Wenn man eine solch wertvolle Hilfe nicht hat, kann es natürlich sehr schwer werden, mit einer Phobie fertig zu werden. Wenn es wirklich schlimm ist - warum das "Objekt der Angst" nicht einfach meiden, solange und so gut es möglich ist, und währenddessen nach jeder möglichen Hilfe suchen.

Ich habe Höhenangst. Nicht sehr schlimm, aber ein Blick vom Eiffelturm über Paris wäre für mich nicht nur ein reines Vergnügen, obwohl mir völlig klar ist, dass der Aufenthalt auf diesem Turm ziemlich sicher ist... Also vermeide ich, mich solchen Situationen auszusetzten, wenn ich allein bin - wenn es keinen triftigen Grund gibt.

So, muss arbeiten - Schade: Es ist bisweilen toll zu sehen, was hier abgeht. Und bitte entschuldigt die Vertipper, es sind bestimmt welche drin.

Liebe Grüße
R.

barbara seiler
18.09.2008, 11:04
Hallo R.!

Grundsätzlich ist Angst etwas Gutes - sie soll uns daran hindern, existensbedrohende(*) Dummheiten zu machen.

doof ist nur, dass wir in unserer zivilisierten Welt immer noch die Reaktionen von anno dazumal haben... und die passen nicht mehr immer. Also neigen wir Menschen dazu, die Angst auf alle möglichen Dinge zu projizieren, manchmal sinnvollerweise, manchmal total unsinnig.

Auch die daraus folgenden Reaktionen... Totstellreflex hilft eben bei den meisten Themen, mit denen wir heute konfrontiert werden, nicht wirklich. Beissen und schlagen auch nicht. Wegrennen auch nicht.

"Gegen Spinnenangst - hilft nur Spinnenwissen!"

Stimmt, was man kennt, davor hat man vielleicht den gebührenden Respekt - aber nicht mehr eine Angst, die blendet, verwirrt und handlungsunfähig macht.

grüsse, barbara

Joan Eric Tanat
19.09.2008, 00:04
JET: Schon gemerkt? Du widersprichst Dir selbst…Roadrunnerfn: Nein, tu ich nicht.Du scheinst eine Vorliebe für Widerspruch zu haben. Natürlich widersprichst Du Dir! Erst sagst Du, man kommt der Angst mit allgemeinen Heilmitteln nicht bei. Dann sagst Du wieder, es sei doch möglich. Und wenn man dann so aufmerksam und entgegenkommend ist, Dich auf Deine eigene Widersprüchlichkeit hinzuweisen, widersprichst Du erneut. Dieses Dein Verhalten läßt stark daran zweifeln, dass es Dir um das eigentliche Thema geht.


Roadrunnerfn: Weil die scheinbar widersprüchlichen aussagen von völlig unterschiedlichen Voraussetzungen ausgehen…Deine Aussagen sind nicht scheinbar widersprüchlich, sondern widersprechen sich tatsächlich:
Roadrunnerfn: Ich denke, dass … man ihr [der Angst] mit allgemeinen Heilmitteln nicht beikommt.Roadrunnerfn: Das eine, allgemeingültige Heilmittel, die Angst würde sich auflösen, wenn wir ihre Wahrheit erkennen, ist richtig.Wenn das genannte allgemeine Heilmittel richtig ist, dann kommt man der Angst damit auch bei. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was Du mit Deinen Tricks bezweckst. Doch es scheint so, dass Du die Leser verwirren willst.


Roadrunnerfn: einmal reden wir von einer reinen Wahrheit, das andere mal vom unvollkommenen, menschbehafteten Vorgehen, das sich nicht völlig von seinen Anhaftungen lösen kann..nicht KANN, weil wir damit nicht mehr Mensch wären.Warum greifst Du zur Lüge, wenn Du imstande bist, die reine Wahrheit zu schreiben? Findest Du das spirituell?


JET: Das ist das gleiche.Roadrunnerfn: Nein, ist es nicht.Merkst Du was? Du frönst wieder Deiner Vorliebe. – Wohl ist es das gleiche! Ob man sich einer Angst "direkt stellt" oder " sich sachte an sie herantastet" – in beiden Fällen nähert man sich ihr. Es ist das gleiche! Ständiger Widerspruch erzeugt Unfrieden. Willst Du das etwa?


Roadrunnerfn: Und jeder Umgang mit der Angst an sich kann jeweils der falsche sein.Du verbreitest Resignation und Trübsinn. Willst Du Barbara entmutigen? Was versprichst Du Dir davon?


JET: Na BarbaraRoadrunnerfn: Nein, denn auch Barbara…Unglaublich dieser Mensch! Kann er zur Abwechslung auch mal jemandem zustimmen, der recht hat? Nun ja, das ist ja in der Psychologie ein hinlänglich bekanntes Verhalten… (Man weiß längst, worum es solchen Menschen in Wahrheit geht.) Kann man wohl nichts machen. Eins sage ich Dir: Unterschätze Barbara nicht!


Roadrunnerfn: … ist ein Mensch. Wenns ihr so leicht fiele, dann würds sies wahrscheinlich so machen.Papperlapapp! Was verstehst Du von Barbara?! Gar nichts! Ein guter Arzt würde Dir vermutlich eine Psychotherapie empfehlen. Da kannst Du Dich zur Abwechslung auch mal wieder mit Deinen eigenen Problemen beschäftigen.


Also, wenn ich jetzt meinem Ego freien Lauf liesse und meinen Emotionen nachgäbe, würde ich sagen, das ist Esoterisches Geschwätz. … Tu ich aber nicht…Schon wieder so ein Widerspruch! Natürlich hast Du geschrieben "das ist Esoterisches Geschwätz" – und im selben Atemzug leugnest Du Deine Tat! Spiritualität bedeutet, die Verantwortung für alles, was man tut, selbst zu übernehmen. Das tust Du aber nicht! Warum schreibst Du dann hier?!


Roadrunnerfn: Entweder ist das falsch oder ich verstehe es nicht.Wenn man etwas verstehen WILL, dann versteht man vielleicht auch mal 'was. Das ist eine Frage der Einstellung. Deine ständige Oppositionshaltung ist mir unbegreiflich!


JET: Es gibt keine Welt und keine Menschen darauf. Folglich auch keine Ego-Geschichten und keine Ängste.Roadrunnerfn: Wirf Dich vor den nächsten Zug…Den Gefallen werde ich Dir nicht tun! Machst Du das eigentlich immer so, dass Du Gesprächspartner, die Dir nicht zu Willen sind, aufforderst, sich umzubringen? Wie und wozu soll man auch eine intelligente, schlüssige Argumentation erarbeiten, nicht wahr?


Roadrunnerfn: … DU bist ein Mensch…Entschuldigung, das musst Du schon mir überlassen, was oder wer ich bin. Du kannst hier nicht alles willkürlich so festlegen, wie es Dir in Deinen Kram passt! Da bekommst Du u.U. ein paar Probleme mit den anderen.


Roadrunnerfn: … Barabara ist auch einerDas überlässt Du mal schön Barbara, ja?! Nur weil andere hier Threads eröffnen, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht über ein Minimum an Intelligenz und Urteilskraft verfügen.


Roadrunnerfn: … unsere Welten existieren…Dass Dir davon auch etwas gehört, würde ich an Deiner Stelle nicht einfach so behaupten. Bescheidenheit hat noch nie jemandem geschadet.


Roadrunnerfn: Also: solange es Menschen gibt, ist ihnen Angst anhaftend.Wenn das ein gültiger Schluss werden soll, kümmere Dich bitte um die beiden fehlenden Prämissen. Man kann Schlüsse nicht einfach so aus der Luft ziehen. Dazu braucht es schon ein bisschen mehr!


Roadrunnerfn: Die Lösung dieses Problems ist nur der Tod…Ich glaube kaum, dass sich hier alle das Leben nehmen, nur weil Dir keine andere Lösung einfällt. Du wärst vermutlich kein besonders guter Arzt. Kommt jemand mit einem kleinen juckenden Bläschen am Mund zu Dir, hackst Du ihm gleich den Kopf ab. So löst man aber keine Probleme, Roadrunnerfn! So erzeugt man höchstens welche!


JET: Du überlistest die Angst nicht.Roadrunnerfn: Vielleicht weisst Du ja nur nicht, WIE schlau ich bin…Ich hab's schon mal geschrieben: Bescheidenheit hat noch niemandem geschadet. Auch Dir würde sie sicherlich nicht weh tun. Man muss auch mal von jemandem mit viel Erfahrung einen Rat annehmen.


Roadrunnerfn: Also ich bin in der Lage, so manche Angst zu überlisten. Für mich. Das zählt.Das freut mich für Dich. Andere sind auch keine Vollidioten.


Roadrunnerfn: Vielleicht bin ich ja wirklich der Esel!Das hast DU geschrieben, NICHT ich. Mal die eigenen Ansichten zu hinterfragen, führt manchmal zu wertvollen Einsichten.


Roadrunnerfn: Denn Eselsgeduld ist zB eine Anti-Angst-List.Darum heißt sie wohl auch ESELSgeduld. Wer Angst überlisten will, muss ein Esel sein.


Roadrunnerfn: Evtl. bist Du nicht Fuchs genug…Das wäre ja auch noch schöner! Wofür hältst Du mich?


Roadrunnerfn: … dass der Esel ganz schön füchsisch sein kann…Da haben wir's wieder! Ein Esel kann Deiner Ansicht nach ein Fuchs sein und eine wahre Aussage kann verkehrt sein. Gib's auf, mich verwirrst Du nicht! Ich zeige Dir klar auf, welche Fehler Du machst.


JET: Das wäre unchristlich.Roadrunnerfn: ich versteh zwar nicht, was an Angstbewältigung unchristlich sein soll, aber: wenn DU meinst!Erstens meine ich das nicht nur, sondern bin davon überzeugt. (Jesus Christus hat nicht gelehrt, über etwas zu herrschen, sondern auch noch die andere Wange hinzuhalten.) Zweitens verstehst Du das sehr wohl, wenn Du zur Abwechslung auch mal wollen würdest und nicht nur immer Deine destruktive Widerspruchshaltung pflegtest. Und drittens ist es kein guter Diskussionsstil, jemanden vor anderen lächerlich machen zu wollen.


Roadrunnerfn: MIR zumindest ist es ziemlich egal, was christlich und was unchristlich ist.Sollte es aber nicht, wenn Du in einem Forum schreibst, das der Spiritualität gewidmet ist. Überhaupt bringt Dich Gleichgültigkeit nicht weiter. Wie willst Du unterscheiden, was wahr und was falsch ist, wenn Dir alles gleichgültig ist? Wie kannst Du aus Deinem Leben etwas Gescheites machen, wenn Dir egal ist, was Du jeden Tag tust und lässt?! Damit hältst Du nicht nur Deine eigene spirituelle Entwicklung auf, sondern behinderst auch noch andere in ihrem Streben nach Werterfüllung ihres Lebens. Bist Du Dir eigentlich über die karmischen Konsequenzen Deiner nachlässigen Einstellung im Klaren? Ich finde Deine Gleichgültigkeit erschreckend. Ja, sie flößt mir regelrecht Angst ein.


Roadrunnerfn: Vor allem dann, wenn eine derartige Bewertung ohne Erklärung einfach so hingeworfen wird.Man sollte nicht erwarten, dass einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen und die großen spirituellen Weisheiten ohne eigenes Dazutun auf dem Silbertablett serviert werden. Wenn Du die Angst und den weisen Umgang mir ihr besser verstehen möchtest, so mache Dich auf Deinen eigenen Füßen auf den Weg! Und erwarte nicht, dass Dich andere auch noch ans Ziel tragen und sich Deinetwegen schmerzende Blasen zuziehen! Selbst ist der Mann!


Roadrunnerfn: Entschuldigende Anmerkung: … Die latent boshafte Formulierung meines Beitrages ist ein Protest gegen die Art und Weise Deiner Antwort.Boshaftigkeit, das merke Dir, kann durch nichts gerechtfertigt oder entschuldigt werden! Anstatt bei anderen den Dorn im Auge zu suchen, kümmere Dich lieber um den Balken im eigenen Auge! Protestiere gegen Deinen eigenen renitenten Widerspruchsgeist, erspare Dir entschuldigende Anmerkungen und übernimm stattdessen selbst Verantwortung! Streife Deinen Stolz ab! Und überdenke Deine eigenen Antworten, um andere nicht länger mit diffusen Mutmaßungen zu verwirren!


Roadrunnerfn: Ich bin der Meinung, daß eine Antwort mit DIESEN Inhalten weiterreichende Ausführung verdient.Du verdienst und erntest, was Du gesät hast. Säe mehr und besser, dann wirst Du auch mit der nächsten Ernte zufriedener sein.


Roadrunnerfn: Die Knappheit Deiner Worte empfinde ich als etwas herablassend…Es wird Zeit, dass Du für Deine Gefühle selbst Verantwortung übernimmst und nicht ständig anderen die Schuld in die Schuhe schiebst. Ich empfinde Deinen Beitrag auch nicht als besonders edel und weise und lasse dennoch keine Schuldzuweisungen in meine Antworten einfließen. Na ja, jedenfalls nur äußerst selten und stark abgemildert, sowie auch nur, wenn es wirklich angebracht ist: um Deiner spirituellen Entwicklung willen. (Die muss man ja mal fördern.)


Roadrunnerfn: … zumal sie weitestgehend unzutreffend sind…Nun werd' mal nicht unverschämt, ja! Meine Worte sind zutreffend und sogar vortrefflich. Getroffene Hunde hingegen pflegen zu bellen.


Roadrunnerfn: gerade so, als ob ich das ja eh nicht verstehen könnte.Unterstelle mir nichts! DU SELBST hast Dich als Esel bezeichnet, NICHT ich.


Roadrunnerfn: (uhhhh...bin ich schlecht drauf heute oder was????)Ich war lange nicht hier und kann deshalb nicht beurteilen, ob Du auch schon mal besser drauf warst. Aber ich werde mich bei den anderen erkundigen.


Roadrunnerfn: trotzdem liebe GrüsseTrotzhaltung und Rotzigkeit sind die ersten Barrieren auf dem Wege zu Licht und Liebe, die man zu überwinden hat. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei.

Roadrunnerfn
19.09.2008, 08:13
Hi JET,

jetzt hast Du´s mir ja ganz schön gegeben!
Schön zu sehen, dass Du auch ein Ego hast.

Ich werd das jetzt nicht alles aufdröseln. Zum einen ists nicht meine Art, zum anderen würden wir uns wochenlang böse Beiträge schicken, die immer länger werden. Und führen tut´s, ich hoffe, wir sind uns da einig, zu nichts.
Wir würden lediglich zwei rotköpfige Egos darstellen, die den Rest der Welt mit unserem Wettbewerb "wer ist besser?" unterhalten.

Was würdest Du davon halten, wenn wir versuchen, spirituell wertvoll zu handeln und unseren kleinen Disput OHNE weitere Diskussion aufzulösen?

Sozusagen im Prinzip der radikalen Demut. Sich zurücknehmen, einen Schritt zur Seite treten.

Und das geht sogar noch einen Schritt weiter:
Ich mag mich bei Dir für meinen giftigen Beitrag entschuldigen.

o.k.?

Lass uns Frieden halten!


Grüssle

Frank

barbara seiler
19.09.2008, 09:43
*frank zustimm*

jet, was ist los mit dir? So stell ich mir eine freundliche, friedliche Diskusson gar nicht vor! und ich weiss genau, du kannst auch anders. Welche Laus ist dir über die Leber gelaufen?

Ich bin grad sehr dankbar dafür, dass Frank ein so friedlicher Mensch ist, sonst hätten wir gerade jetzt wirklich diese Situation: :mad::teufel::mad:

grüsse, barbara

Celestine
19.09.2008, 11:28
... also ich fand´s unterhaltsam.... und lehrreich...

:haufen:

Joan Eric Tanat
21.09.2008, 05:47
"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Joh 20, 29)

Nur ein Baum (Mensch), der fest im Erdreich (Glauben) verankert ist, kann einen Sturm überstehen. Angst, Ärger, Wut und Traurigkeit sind Zeichen dafür, dass der Mensch nicht genügend im Glauben gefestigt ist.

Und ebenso muss die Liebe grenzenlos sein.

Gibt es hier im Forum schon ein komplexes System von Problembewältigungsstrategien? Wird an der Lösung bestimmter (zwischen)menschlicher Probleme gemeinsam gearbeitet (bis in die Praxis hinein)? Oder wäre das was neues? Spiritualität bedeutet Miteinander.

R.Daneel
21.09.2008, 06:12
Gibt es hier im Forum schon ein komplexes System von Problembewältigungsstrategien? Wird an der Lösung bestimmter (zwischen)menschlicher Probleme gemeinsam gearbeitet (bis in die Praxis hinein)?
Äh, wie meinen?
Ein komplexes System ist mir nicht weiter aufgefallen, aber, ja, an der Lösung bestimmter (zwischen)menschlicher Probleme wird gelegentlich gemeinsam gearbeitet, jedenfalls glaube ich, dass man das durchaus so sagen kann :D

Oder wäre das was neues?
Naja wenn Du da Vorschläge & Ideen hast, das können wir ganz bestimmt brauchen :)
Willst Du auf etwas Bestimmtes hinaus?

Spiritualität bedeutet Miteinander.
Spiritualität bedeutet wohl 'ne ganze Menge... Hmmtja, dazu kann ich am wenigsten sagen, aber da ich gerade dabei war...

Übrigens, wie möchtest Du am liebsten angesprochen werden? Als "Jet"?
(Ich bevorzuge "R.")


Ach ja, und:
Angst, Ärger, Wut und Traurigkeit sind Zeichen dafür, dass der Mensch nicht genügend im Glauben gefestigt ist.
Also, ich betrachte meine Grundeinstellung als mehr oder weniger atheistisch - aber letztendlich ist das ja auch eine Art Glaube. Für sehr gefestigt halte ich ich ihn aber nicht und trotzdem nennt Frank mich bisweilen "besonnen" :) Die vin Dir genannten Gefühle sind mir allerdings sehr geläufig und gefallen mir gar nicht.

Gute Nacht / guten Morgen & liebe Grüße
R.

barbara seiler
21.09.2008, 09:41
Hallo zusammen:)

Angst, Ärger, Wut und Traurigkeit sind Zeichen dafür, dass der Mensch nicht genügend im Glauben gefestigt ist.


stimmt. Nur hilft es nichts, wenn ich einem Menschen in emotionalen Zuständen sage "siehst du, du bist nicht im Glauben gefestigt!" - das wird ihn höchstens noch emotionaler machen.l

Gibt es hier im Forum schon ein komplexes System von Problembewältigungsstrategien?

öh - nein. Wir reden bzw schreiben miteinander, und alle hier haben grundsätzlich einen freundlichen, versöhnlichen Charakter, dann passt das schon. :)

Ich mag es, die Dinge einfach zu halten.

Wird an der Lösung bestimmter (zwischen)menschlicher Probleme gemeinsam gearbeitet (bis in die Praxis hinein)?

das kommt schon hin und wieder vor. Aber das kannst du ja alles nachlesen.;)

grüsse, barbara

barbara seiler
05.07.2011, 00:14
Angst ist das Thema, wenn ich Artikel wie die hier lese:

http://www.nzz.ch/nachrichten/bildung_gesellschaft/szenen_einer_disziplinierten_gesellschaft_1.111697 75.html

- und führt zu Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle, und je mehr es davon gibt, desto absurder werden die Folgen, und die grundsätzlichen Probleme bleiben dennoch bestehen.

Gab es nicht mal sowas wie die liberalen, freien Siebzigerjahre mit Aufbruchstimmung und Optimismus...?

es wär wieder mal Zeit für sowas. und nicht für immer noch mehr Gesetze. also wirklich.

grüsse, barbara