Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe"
barbara seiler
04.09.2008, 23:02
... so der provokative Titel dieses Interviews - mal eine etwas andere Sicht:
http://www.krebscafe.de/blog/2008/08/23/chemotherapie-heilt-krebs-und-die-erde-ist-eine-scheibe-teil-1/
grüsse, barbara
R.Daneel
05.09.2008, 22:13
Hm...
Schöne Theorien hat er da. Das hätte ich mal früher wissen sollen :( Aber dass Krebs eine Reaktion des Körpers gegen Stress und Zuckerüberschuss sein soll -
ich weiß ja nicht.
In dem Artikel steht was über Abwehr-Reaktionen und Krebs als "Lösung". Was aber, wenn Krebs lebenswichtige Organe angreift, z.B. Leber und Galle? Oder wenn der Krebs durch eine Infektion ausgelöst wird? Und was ist mit krebserregenden Substanzen?
Grüßleins
R.
barbara seiler
06.09.2008, 08:53
Hallo R.
Aber dass Krebs eine Reaktion des Körpers gegen Stress und Zuckerüberschuss sein soll -
ich weiß ja nicht.
wissen tu ich es auch nicht. Aber ich gebe zu, es klingt in meinen Ohren durchaus vernünftig.
In dem Artikel steht was über Abwehr-Reaktionen und Krebs als "Lösung". Was aber, wenn Krebs lebenswichtige Organe angreift, z.B. Leber und Galle? Oder wenn der Krebs durch eine Infektion ausgelöst wird? Und was ist mit krebserregenden Substanzen?
Im Artikel wird noch erwähnt:
"Nach Hirneises Erfahrung können selbst die Patienten geheilt werden, die bereits kurz vor dem Sterben sind, wenn sie den Grund für ihren Krebs herausfinden und wahrhaft bereit sind, sich zu ändern."
Ich erlebe immer wieder, dass Menschen oft nicht bereit sind, etwas zu verändern - jetzt nicht auf Leute mit Krebs bezogen, sondern ganz generell. Und dass es offensichtlich für viele einfacher ist, auch extreme physische Schmerzen und Einschränkungen zu erleiden, als unangenehme Emotionen wie Trauer oder Wut zuzulassen. Ich erlebe auch immer wieder, dass Menschen wissen, woran sie leiden - in Aussagen wie "wenn ich nervös bin, schlägt es mir auf den Magen" - und dennoch kommt es ihnen nicht in den Sinn, die Ursache der Nervosität zu beseitigen, sondern sie schlucken ein Medi, und dann ist der Magen wieder für eine Weile lang ruhig. Bis zum nächsten Mal.
Wenn jemand diese Bereitschaft nicht hat - oder auch nichts davon weiss - wird ein Tumor wohl schon irgendwann so gross, dass er lebenswichtige Organe angreift. Was die krebserregenden Substanzen betrifft - die sind alle auch Stressoren für den Körper. Eine Infektion ist Stress für den Körper. Die Wichtigkeit von Entgiftung und einer guten Ernährung (das heisst das Entfernen von angelagerten giftigen Substanzen und das Vermeiden, neue derselben aufzunehmen) wird ja auch im Artikel betont.
grüsse, barbara
Celestine
06.09.2008, 09:26
Hallo!
Mir gefällt der Artikel sehr gut! Ich kann zwar nicht nachvollziehen, ob die Zucker-Adrenalin-Theorie medizinisch stimmig ist, aber das was hier gesagt wird, fühlt sich für mich absolut stimmig an.
Mein Hausarzt war an Krebs erkrankt. Über einen längeren Zeitraum hinweg, habe ich nichts von ihm gehört und gesehen, und da ich selten einen Arzt brauche, fiel mir das alles nicht wirklich auf. Dann sah ich sein Bild in der Tageszeitung (gut sah er aus, strahlender und schlanker, mit einer ganz anderen Körperhaltung), mit einem Artikel über seine Heilung.
Er hatte intuitiv genau das getan, was dieser Artikel beschreibt. Er hatte eine intensive Entgiftung (u.a. Schwitzkuren) gemacht, seine Ernährung umgestellt, und war den Jacobs-Weg gegangen, um sich klar zu werden, welche Veränderungen in seinem Leben not-wenig bzw. (über-)fällig waren. Diese hat er konsequent eingeleitet, und ist dann wieder vollständig zurück in seinen Job gegangen.
Er ist ein "klasse Typ". Als Allgemeinmediziner hat er Fließband-Routine-Arbeit zu leisten. Und das macht er auch - so weit erfüllt er die Erwartungen seines "Publikums". Sobald er aber nur ein klitzekleines Ansatzfünken von Bereitschaft bei seinen Kandidaten entdeckt, das jeweilige "Krankheitsthema" auch mal anders zu betrachten, hakt er da ein, und das dann auf sehr individuelle Art und Weise. Für einen "Wald-und-Wiesen-Doktor" finde ich das ganz enorm!
Noch einmal zurück zum Adrenalin: Vor einigen Jahre, ich weiß nicht mehr wo und wann, habe ich eine Studie gelesen, in der berichtet wurde, das Adreanalin-Schübe Krebs heilen (ach ja, das war im Zusammenhang mit meinem Bungeesprung!). Amerikanische Ärzte gehen/gingen mit ihren Patienten Achterbahnfahren (oder halt auch Bungeespringen). Auch das paßt ja zum oben verlinkten Interview. Spaß /Freude haben macht einen ausgeglichenen Adrenalinspiegel und ab und zu den Kick suchen, ist "Medizin".
Liebe Grüße,
Astrid
barbara seiler
06.09.2008, 09:56
Hallo Astrid!
Das ist toll, dass es solche Ärtze gibt - und ich glaube, es gibt viele davon, stille Schaffer, denen ihre Patienten wirklich am Herzen liegen und die individuell nach Lösungen suchen. Und ich glaube auch gern, dass man diese Leute eher in der Allgemeinpraxis findet, und nicht in den hoch spezialisierten, technisierten, prestigeträchtigen Bereichen. :)
zum Thema Stress schreibt Deane Juhan in "Körperarbeit" (http://www.spiriforum.net/artikel/a19-buch-gesundheit-medizin.html#koerperarbeit), dass eine regelmässige Abwechslung von Spannung-Entspannung, regelmässige Adrenalinschübe und nachfolgender Ruhephase optimal sind für den Organismus, dass aber ständig erhöhte Stresslevel langfristig verheerende Folgen haben, wie: hoher Blutdruck, Magengeschwüre, Unterdrückung des Immunsystems (was das Tor für allerlei Krankheiten öffnet), Sterilität, Wachstumshemmungen bei Kindern, generelle Schwächung des Körpers und Verlust der Kräfte...
Er zitiert Tierversuche (mit Ratten), die darauf hinweisen, dass Unberechenbarkeit und Unvorhersagbarkeit von Situationen zu Geschwüren führen - dass das Gefühl von Hilflosigkeit und Angst ein sehr wichtiger Faktor ist, der zu Geschwüren führt.
Sein Fazit ist, dass psychologische Faktoren bei Krankheit eine extrem wichtige Rolle spielen, und dass Methoden, die Menschen dabei helfen, mit schwierigen Situationen umzugehen, sehr viel zu Gesundheit beitragen.
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
06.09.2008, 11:44
Astrid, Du hast erwähnt, dass Dein Arzt den Jacobsweg gegangen ist.
Das ist ja grade so ein bissel in Mode gekommen.
Ich finde es erstaunlich, dass es aber -anders als Mode sonst ist- keine "Abgelutschtheit" dieser Wanderung gibt.
Im Gegenteil sind Berichte über Wanderungen nicht reisserisch, wie es Werbung oder Mode sonst ist.
Menschen, die diese Wanderung gemacht haben sind -genauso wie diejenigen, die darüber berichten- viel ruhiger als der Rest der Welt.
Und es gibt einige schwerkranke Wanderer, die sagen: "Meine Blutwerte haben sich verbessert..."
Ein Wunder?
Nein, ich glaube nicht an unmotivierte Wunder oder an eine naturwissenschaftlich vielleicht irgendwann beschreibbare Kraft, die entlang dieses Weges wirken würde.
Es ist vielmehr eine innere Einkehr, die uns in unserer immer hektischer werdenden Welt immer mehr abhanden kommt.
So bin ich fest davon überzeugt, dass diese Kraft an JEDEM Weg wirksam ist, den wir gehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie aus uns kommt und in uns wirkt.
Und so betrachte ich den Jacobsweg als eine Hilfestellung, die uns IN UNS den Glauben an uns erleichtert.
So wie eine Kirche oder ein Tempel uns emotional gut darauf einstellt, spirituelle Erfahrungen zu machen, konzentriert zu sein.
Barbara, so denke ich wird es an Dir liegen, Deinen neuen Weg so zu gestalten, daß er die zu Dir passende Kraft ausstrahlt.
Es geht nicht darum, WAS wir tun, es geht darum, WIE wir es tun.
In diesem Sinne einen Fuss vor den anderen zu setzen, den 2. Schritt nach dem ersten zu machen ist mE eine sehr "bodenständige" "geerdete" Wanderung. Mir gefällt das sehr, ich wünschte, man könnte immer so agieren.
Grüssle
Frank
barbara seiler
06.09.2008, 14:09
oh, der Jakobsweg... ja. Ich werde ihn vermutlich auch einmal gehen. Nicht jetzt, vielleicht in zehn, zwanzig Jahren... irgendwann, wenn ich wieder mal eine Auszeit brauchen werde. Und ich werde mir die besten Schuhe kaufen, die es gibt, um ihn zu gehen. Ich werde ein leeres Buch und Aquarellfarben mitnehmen, aber kein Handy und kein Fotoapparat. und in Santiago de Compostela werde ich bestimmt eine Kerze anzünden.:)
Und es gibt einige schwerkranke Wanderer, die sagen: "Meine Blutwerte haben sich verbessert..."
kein Wunder, nach regelmässigen und langen Wegstrecken an der frischen Luft und beständigem Gehen und der Beschaulichkeit, das muss ja gut tun! Gehen ist sowieso eine tolle Sache und bringt Körper und Seele ins Gleichgewicht. Bei einer so langen Strecke sowieso.
Mir gefällt das sehr, ich wünschte, man könnte immer so agieren.
das ist die einzige Methode, die ich überhaupt irgendwie kann, einen Schritt am andern... und das meist ohne dass ich weiss, was mich um die nächste Ecke erwartet. ich gehöre zu jenen Leuten, die auch in fremden Städten kaum je einen Stadtplan benutzen, sondern einfach mal loslaufen. Dabei komme ich erstaunlich oft auf dem direktesten Weg ins Zentrum, dort wo die grosse Kathedrale steht.
grüsse, barbara
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