Shade
16.07.2010, 12:48
Hallöchen,
In einem anderen Thread wurde ja darüber gesprochen, wie man sozusagen umdenkt, um sich mit den Gedanken wirklich die Realität zu erschaffen die man will. Dabei ging es erst einmal um das Gesetz der Anziehung, das als eine mehr oder minder schwierige Übung aufgefasst wird.
Ich möchte hier versuchen zu erklären, worauf man achten kann, welche "Tricks" es gibt, seine anerzogene Denkweise auf Dauer ändern zu können, so dass man die Zu-FRIEDEN-heit wirklich in sich erkennen lernt und somit leben kann.
Dazu möchte ich erst einmal kurz erklären, dass ich das auch nicht erst seit gestern mache. Ich selbst arbeite seit 20 Jahren daran, und auch mir geschehen noch Ausrutscher.
Im voraus hoffe ich, dass wir hier vielleicht gemeinsam einen Leitfaden aufsetzen können, in dem jeder etwas findet, das ihm auf diesem Weg weiterhilft.
Hmmmm, aber wo anfangen. Da gibt es erst einmal den wirklich physischen Aspekt, nämlich unser Gehirn. Selbst die Neurowissenschaftler sind inzwischen zum Schluss gekommen, dass wir uns unsere Realität selbst erschaffen, und dass alles vom Gehirn ausgeht.
Die bildliche Idee, man könne mit dem Vertand oder mit dem Herzen denken, oder seinem Bauchgefühl vertrauen möchte ich persönlich deswegen etwas umbauen.
Verstand und Herz sind sozusagen beide in unserem Gehirn zu finden und zwar in den beiden Hemisphären.
Unsere linke Hemisphäre enthält unter anderem das Egozentrum und das Wort-Denken. Je mehr wir also in Worten denken und definieren, umso stärker konzentrieren wir uns auf unsere Ego-Seite, und laufen Gefahr die Definitionen des Egos als unsere wahre Realität zu betrachten und uns damit zu identifizieren.
Die rechte Hemisphäre dagegen sieht nichts voneinander getrennt, und denkt in Bildern, kann also insofern sehr gut visualisieren. Die rechte Hemispähre ‚weiss‘ sozusagen, dass wir alle aus derselben Einheit entstammen, ABER... wenn wir diese Einheit nun wieder definieren, rutschen wir automatisch in die linke Hemisphäre.
Um eine Idee zu bekommen, was die beiden Gehirnhälften auslösen und wie man sein Ego etwas bremsen kann, kann ich folgendes Buch als Tipp angeben: Mit einem Schlag von Jill Bolte Taylor.
Jill Bolte Taylor ist eine Neurowissenschaft und hatte einen Hirnschlag in der linken Hemisphäre. Dies hat dazu geführt, dass sie sozusagen eine Erleuchtungserfahrung miterlebt hat. Man findet auch Videos auf Youtube usw. wenn es euch interessiert.
Wer also zum Beispiel bei Meditationen regelmässig damit übt, sich auf die rechte Hemisphäre zu konzentrieren, kann diese ankurbeln und erleichtert sich damit das Umdenken. Einen Haken hat die Sache allerdings. Da unser Gehirn die existierenden Nervenbahnen erweitert, kann es vorkommen, dass man hin und wieder Kopfschmerzen hat, weil dies nun mal nicht ganz schmerzfrei verläuft. Dies legt sich aber wieder und normalerweise kann man eine gewisse Zeit nach solchen Kopfschmerzen auch neue Schritte erkennen.
Eine weitere Methode, die sehr hilft und die kaum Zeit in Anspruch nimmt, ist es, auf seine Worte zu achten. Besonders bei Emails oder Briefen kann man immer wieder überlesen und darauf achten, ob man positiv oder negativ schreibt. Benutzt man oft Worte wie NEIN, KEIN oder NICHT? Auch sollte man kontrollieren, ob man Dinge allgemein schreibt, oder sie umsetzt, dass klar wird, dass es die eigene Meinung ist.
Ein kleines Beispiel:
Anstatt zu sagen „die Suppe ist schlecht“ (was ja keine allgemeine Wahrheit sein muss), lernt man zu sagen „die Suppe schmeckt mir nicht“ (was andere Meinungen zulässt)
Zwei Dinge sind bei all diesen Übungen sehr wichtig:
GEDULD!
Denkt daran, dass ihr nicht eines Morgens aufgestanden seid und so wart wie ihr nun seid. Ihr habt euch entwickelt, ihr wurdet erzogen. Und gerade das Denk- und das Egobild nehmen wir gerne von den Menschen auf, die uns in unserer Kindheit umgeben. Bringt euch selbst gegenüber dieselbe Geduld auf, wie ihr sie einem Kind aufbringen würdet, denn effektiv kann es sehr wohl sein, dass sich eure Psyche hier erst einmal nicht wirklich entwickeln konntet. Gebt der Psyche Zeit, so dass sie sich stärken kann um dem Ego als Ausgleich zu dienen.
HUMOR!
Wer über sich selbst lachen kann, nimmt sein Ego nicht zu wichtig.
Witze zum Beispiel haben die Pointe darin, dass sich zwei Realitäten treffen. Deswegen kann man über das Leben lachen, wenn man es aus der Sicht betrachtet. Nehmt euch hin und wieder Zeit über vergangene Situationen nachzudenken, und ihren Witz zu erkennen.
Ein letzter Punkt, der mir recht wichtig erscheint, möchte ich noch kurz aufbringen, ehe ich erst einmal innehalte.
In unserem Denkprogramm gibt es ein paar Worte, die nicht funktionieren: MÜSSEN, SOLLEN usw.
Solange wir glauben, etwas tun zu MÜSSEN, werden wir uns innerlich dagegen sträuben.
Wir sprechen immer vom freien Willen und genau da liegt er. Tu was du WILLST, bedeutet eben auch zu wollen, was man tut. Wenn ihr auf etwas wirklich keine Lust habt, aber glaubt es wirklich tun zu müssen, versucht euch zu hinterfragen und den Plan umzuformulieren. Hier kann man ja – wenn das helfen kann – einen Thread eröffnen, in dem man gemeinsam solche Gedanken umformuliert.
Ich hoffe, ich konnte euch hiermit schon einen Ansatz geben, und werde natürlich versuchen, weitere Fragen zu beantworten.
Liebe Grüsse
Shade
In einem anderen Thread wurde ja darüber gesprochen, wie man sozusagen umdenkt, um sich mit den Gedanken wirklich die Realität zu erschaffen die man will. Dabei ging es erst einmal um das Gesetz der Anziehung, das als eine mehr oder minder schwierige Übung aufgefasst wird.
Ich möchte hier versuchen zu erklären, worauf man achten kann, welche "Tricks" es gibt, seine anerzogene Denkweise auf Dauer ändern zu können, so dass man die Zu-FRIEDEN-heit wirklich in sich erkennen lernt und somit leben kann.
Dazu möchte ich erst einmal kurz erklären, dass ich das auch nicht erst seit gestern mache. Ich selbst arbeite seit 20 Jahren daran, und auch mir geschehen noch Ausrutscher.
Im voraus hoffe ich, dass wir hier vielleicht gemeinsam einen Leitfaden aufsetzen können, in dem jeder etwas findet, das ihm auf diesem Weg weiterhilft.
Hmmmm, aber wo anfangen. Da gibt es erst einmal den wirklich physischen Aspekt, nämlich unser Gehirn. Selbst die Neurowissenschaftler sind inzwischen zum Schluss gekommen, dass wir uns unsere Realität selbst erschaffen, und dass alles vom Gehirn ausgeht.
Die bildliche Idee, man könne mit dem Vertand oder mit dem Herzen denken, oder seinem Bauchgefühl vertrauen möchte ich persönlich deswegen etwas umbauen.
Verstand und Herz sind sozusagen beide in unserem Gehirn zu finden und zwar in den beiden Hemisphären.
Unsere linke Hemisphäre enthält unter anderem das Egozentrum und das Wort-Denken. Je mehr wir also in Worten denken und definieren, umso stärker konzentrieren wir uns auf unsere Ego-Seite, und laufen Gefahr die Definitionen des Egos als unsere wahre Realität zu betrachten und uns damit zu identifizieren.
Die rechte Hemisphäre dagegen sieht nichts voneinander getrennt, und denkt in Bildern, kann also insofern sehr gut visualisieren. Die rechte Hemispähre ‚weiss‘ sozusagen, dass wir alle aus derselben Einheit entstammen, ABER... wenn wir diese Einheit nun wieder definieren, rutschen wir automatisch in die linke Hemisphäre.
Um eine Idee zu bekommen, was die beiden Gehirnhälften auslösen und wie man sein Ego etwas bremsen kann, kann ich folgendes Buch als Tipp angeben: Mit einem Schlag von Jill Bolte Taylor.
Jill Bolte Taylor ist eine Neurowissenschaft und hatte einen Hirnschlag in der linken Hemisphäre. Dies hat dazu geführt, dass sie sozusagen eine Erleuchtungserfahrung miterlebt hat. Man findet auch Videos auf Youtube usw. wenn es euch interessiert.
Wer also zum Beispiel bei Meditationen regelmässig damit übt, sich auf die rechte Hemisphäre zu konzentrieren, kann diese ankurbeln und erleichtert sich damit das Umdenken. Einen Haken hat die Sache allerdings. Da unser Gehirn die existierenden Nervenbahnen erweitert, kann es vorkommen, dass man hin und wieder Kopfschmerzen hat, weil dies nun mal nicht ganz schmerzfrei verläuft. Dies legt sich aber wieder und normalerweise kann man eine gewisse Zeit nach solchen Kopfschmerzen auch neue Schritte erkennen.
Eine weitere Methode, die sehr hilft und die kaum Zeit in Anspruch nimmt, ist es, auf seine Worte zu achten. Besonders bei Emails oder Briefen kann man immer wieder überlesen und darauf achten, ob man positiv oder negativ schreibt. Benutzt man oft Worte wie NEIN, KEIN oder NICHT? Auch sollte man kontrollieren, ob man Dinge allgemein schreibt, oder sie umsetzt, dass klar wird, dass es die eigene Meinung ist.
Ein kleines Beispiel:
Anstatt zu sagen „die Suppe ist schlecht“ (was ja keine allgemeine Wahrheit sein muss), lernt man zu sagen „die Suppe schmeckt mir nicht“ (was andere Meinungen zulässt)
Zwei Dinge sind bei all diesen Übungen sehr wichtig:
GEDULD!
Denkt daran, dass ihr nicht eines Morgens aufgestanden seid und so wart wie ihr nun seid. Ihr habt euch entwickelt, ihr wurdet erzogen. Und gerade das Denk- und das Egobild nehmen wir gerne von den Menschen auf, die uns in unserer Kindheit umgeben. Bringt euch selbst gegenüber dieselbe Geduld auf, wie ihr sie einem Kind aufbringen würdet, denn effektiv kann es sehr wohl sein, dass sich eure Psyche hier erst einmal nicht wirklich entwickeln konntet. Gebt der Psyche Zeit, so dass sie sich stärken kann um dem Ego als Ausgleich zu dienen.
HUMOR!
Wer über sich selbst lachen kann, nimmt sein Ego nicht zu wichtig.
Witze zum Beispiel haben die Pointe darin, dass sich zwei Realitäten treffen. Deswegen kann man über das Leben lachen, wenn man es aus der Sicht betrachtet. Nehmt euch hin und wieder Zeit über vergangene Situationen nachzudenken, und ihren Witz zu erkennen.
Ein letzter Punkt, der mir recht wichtig erscheint, möchte ich noch kurz aufbringen, ehe ich erst einmal innehalte.
In unserem Denkprogramm gibt es ein paar Worte, die nicht funktionieren: MÜSSEN, SOLLEN usw.
Solange wir glauben, etwas tun zu MÜSSEN, werden wir uns innerlich dagegen sträuben.
Wir sprechen immer vom freien Willen und genau da liegt er. Tu was du WILLST, bedeutet eben auch zu wollen, was man tut. Wenn ihr auf etwas wirklich keine Lust habt, aber glaubt es wirklich tun zu müssen, versucht euch zu hinterfragen und den Plan umzuformulieren. Hier kann man ja – wenn das helfen kann – einen Thread eröffnen, in dem man gemeinsam solche Gedanken umformuliert.
Ich hoffe, ich konnte euch hiermit schon einen Ansatz geben, und werde natürlich versuchen, weitere Fragen zu beantworten.
Liebe Grüsse
Shade