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Roadrunnerfn
17.04.2010, 00:15
....heute abend kam in Planet Wissen eine Sendung mit dem Theologen Küng und dem Physiker Lesch.
Ich habe alles verstanden, was sie gesagt haben. Es wurde auch über jenes Werk des Meisters Michelangelo (Gott und der Mensch) gesprochen.
Ich habe es gesehen (ich habs schon oft gesehen) und war begeistert: bedenkt man, welche Bildung und welchen Horizont wir heute haben können, so verstehe ich endlich, endlich, was für unbeschreibliche Genies solche Menschen waren.
Es ist irgendetwas "sich-sehr-gut-anfühendes" über mich gekommen.
Aber schon Tage zuvor:
Ich fühle mich angekommen.
Meine Suche nach Glauben und Erkenntnis ist GRUNDSÄTZLICH beendet. Natürlich wird es noch vieles zu erleben und erkennen geben.
Aber ich meine, das Gerüst zu haben, wo alles hinpasst.
Dinge fügen sich. Leben geschieht.
Ich habe mit Eurer Hilfe die Religionen zerlegt und doch wieder eine gefunden (oder besser: einen Glauben).
Ich habe die Naturwissenschaft hochgehalten bis in den Zenith, ums sie zerbrechen zu sehen an diesem Anspruch. Denn sie war mein Wegbegleiter auf der Suche nach dem Warum, und sie hat mich zwischendurch genauso im Stich gelassen wie die Religion auch.
Ich habe stundenlang rechthaberische Diskussionen geführt.
(was ich immer noch nicht ganz lassen kann)
Wir haben den Sinn des Lebens erkundet, die Suche danach sowie den Sinn selbst ad absurdum geführt und dem Wort Sinn eine völlig neue Bedeutung gegeben.
Ich habe mich in Hochmut erhoben, Gott finden zu wollen, und habe "ihn" in Demut gefunden.
Ich spüre in mir aufkeimend ein zartes Pflänzchen eines inneren Friedens, und ich hoffe und glaube, dass es gedeiht und mir ein wunderbares Leben beschert.
In all diesem Arbeiten steckt sehr viel Leistung von allen Diskussionspartnern mit drin.
Ich sag jetzt mal ganz patheitsch (sorry, mir isses grad so.....):
Ihr habt mich dorthin geführt, wo ich mir den Heiligen Gral reichen durfte.
Ich habe ihn genommen und getrunken.
Ungeheuer vielen Dank dafür.
Grüssle
Frank
Celestine
17.04.2010, 21:22
Hach is dat schön, lass Dich ma drücken und knutschen Bruderherz:magdich:
Ich freu mich so für Dich :blumen:
Schöööön!
Lieber Frank
Auch ich freue mich für dich...Und du sprichst mir irgendwie aus dem Herzen. Seit einiger Zeit habe auch ich das Gefühl, den Sinn des Ganzen ansatzweise zu verstehen. Allerdings ist es oft schwierig für mich, damit umzugehen, denn ich habe so eine innerliche Sehnsucht, den Menschen um mich herum mitzuteilen, was ich empfinde und wie ich auf diese Gedankengänge stosse. Und oft habe ich Respekt vor der Reaktion der Menschen, denn entweder sind denken sie es ist "Gugus" oder sie haben selbst ihren eigenen Glauben und sind zu sehr überzeugt von dem was sie für richtig halten.
Das was ich am allerwenigsten möchte ist missionarisch rüberzukommen oder jemandem etwas aufzudrängen. Darum versuche ich es nun in kleinen Schritten...Es ist wie ein Herantasten...Ich forsche und bilde mich weiter, versuche gleichzeitig jedoch diese Dinge den Menschen weiterzugeben. Sei das nur, in dem ich jemanden anlächle...
Als angehende Soziokulturelle Animatorin schweben mir einige Dinge vor, wie man die Menschen auf ihre Mitmenschen, ihre Umgebung und das All-Eine sensibilisieren kann...Jeder Mensch muss zu dieser Erkenntnis selbst gelangen. Aber wenn ich nur den einen oder andern bei einem kleinen Schritt dabei unterstützen kann, sei das nun durch Kunst, Musik, Gemeinschaft, schöne Gespräche, eine Bergtour, etc...dann ist doch das bereits der Anfang der Ewigkeit! Die Möglichkeiten sind grenzenlos....
Hmmmm...ist das schön diese Worte loszuwerden, bei Menschen, die mich wahrscheinlich (zumindest ansatzweise) verstehen;)!
Ein wunderschönes Wochenende wünscht euch Claudia
barbara seiler
18.04.2010, 11:17
Hey Frank
so schön! :):):) lass dich knuddeln, und einen dicken Schmatz kriegste auch noch.:kuesschen::ganznah:
so, jetzt aber genug davon, bevor deine Frau anfängt, Einwände zu erheben.:D
hallo Claude
kleien Schritte tun wir alle, und wenn mich meine Tätigkeit als Lehrerin etwas gelernt hat, dann das: Demut. Ich tue meine Arbeit, so gut wie ich kann - und was nachher geschehen muss, welche Erkenntnis und welches Verstehen kommen dürfen, das liegt nicht bei mir. Und mir ist klar, dass die meisten Wirkungen, die ich auslöse, mir nie bewusst und bekannt werden. Also konzentriere ich mich darauf, ein so gutes Vorbild wie möglich zu sein.
ich bin mir sicher, du wirst auch deinen Weg finden!
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
14.06.2010, 23:38
...heute ist wieder so ein Tag.
Eiegntlich hat er mies angefangen, ein typischer Monatg eben.
Ich versuche mir anzugewöhnen, den ganz normalen Wahnsinn zu ertragen. In zu betrachten zu beobachten, als wäre ich nicht mitten drin.
Nur noch gelegentlich, wenn es wichtig erscheint, mische ich mich ein.
Das wirkt nach aussen unauffällig, weil ich meine Arbeit trotzdem mache.
Aber nicht alles auf einmal und mit mehr Ruhe.
Und jetzt sitze ich bei gemütlichem Tee, Nussbrot mit Butter, Salz und Pfeffer....ich habe meiner Frau gesagt, dass ich sie sehr mag, mein Rechner spielt tolle Musik und es geht mir gut.
Das ist ein tolles Lebensgefühl. Ganz ruhig und dennoch sehr intensiv.
(Musiktip: Peter Gabriel (wer sonst): Scratch my back. Muss man ein paar mal anhören, dann wird immer besser...wie immer eben bei ihm.)
Grüssle
nein besser noch
entspannte Grüsse
Euer (dankbarer) Frank
...heute ist wieder so ein Tag.
Eiegntlich hat er mies angefangen, ein typischer Monatg eben.
Ich versuche mir anzugewöhnen, den ganz normalen Wahnsinn zu ertragen. In zu betrachten zu beobachten, als wäre ich nicht mitten drin.
Nur noch gelegentlich, wenn es wichtig erscheint, mische ich mich ein.
Das wirkt nach aussen unauffällig, weil ich meine Arbeit trotzdem mache.
Aber nicht alles auf einmal und mit mehr Ruhe.
Und jetzt sitze ich bei gemütlichem Tee, Nussbrot mit Butter, Salz und Pfeffer....ich habe meiner Frau gesagt, dass ich sie sehr mag, mein Rechner spielt tolle Musik und es geht mir gut.
Das ist ein tolles Lebensgefühl. Ganz ruhig und dennoch sehr intensiv.
(Musiktip: Peter Gabriel (wer sonst): Scratch my back. Muss man ein paar mal anhören, dann wird immer besser...wie immer eben bei ihm.)
Grüssle
nein besser noch
entspannte Grüsse
Euer (dankbarer) Frank
So geht's.... Ich freu mich!
Diese "Grundzufriedenheit" ist doch herrlich, oder?
Aber ich schätze, dass Du noch nicht aufgehört hast zu suchen. Es ist nur eine Pause nachdem Du einen großen Schritt gemacht hast.
barbara seiler
21.06.2010, 16:10
es gibt glücklicherweise nach den steilen Anstiegen immer wieder flache Stellen, auf denen sich gemütlich und ruhig wandern lässt, gleichzeitig noch ein bisschen schwatzen und gebührend die Natur bestaunen - bis zum nächsten steilen Stück.
aber das ist doch schön so.:)
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
21.06.2010, 16:21
...oh, ich empfinde meinen Weg oftmals deutlich "schlimmer".
Regelrechte Abstürze gibt es da. Was sich aber definitiv verändert, ist, wie man diese Abstürze angeht:
Manche sind überraschend und fangen einen ein. Da brauch ich immer ein paar Stunden, bis ich wieder alles einigermassen beieinander habe.
Aber manche kündigen sich an und sind unvermeidlich.
Ganz bewusst steigt man hinab ins Tal der Tränen. Man weiss, dass zwei harte Tage vor einem liegen. Die Vergleiche sind etwas pathetisch, aber sie sind nicht schlecht:
Es ist wirklich wie ein Licht, dass man mit sich führt:
Man schreitet ganz anders durchs Dunkel, weil man weiss, dass es nur ein Weg ist und kein Urteil.
Man schreitet in der Dunkelheit und sieht einen Schimmer. Das ist Orientierung. Das genügt im Zweifel fürs Wichtigste.
Das ist ganz anders als orientierungslos in der Nacht zu taumeln.
Man schreitet durch die Dunkelheit, und anders als früher sind Stufen nach oben nicht Rettungsbojen, die einen in letzter Sekunde vor dem Ertrinken in der Nacht gerettet haben, sondern sie sind: der Beginn des Weges nach oben.
Viel bewusster ist alles. Nicht immer. Aber immer öfter.
Das beruhigte Schreiten bringt uns zudem, dass wir auch fremde Schimmer und Hilfen sehen. An welchen man sonst nur verzweifelt und blind vorbeitaumelt.
Keine Frage: ich mag diese Entwicklung. Auch wenn sie nicht immer einfach ist.
Dabei IST sie in ihrer Wahrheit so simpel:
"Alles ist gut".
So trösten Mütter ihre Kinder.
Wie recht sie doch haben.
Grüssle
Frank
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