Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mathematik lernen
barbara seiler
16.03.2010, 10:49
... so ein Hassfach für viele, was nicht erstaunt, oft wird da wenig verstanden.
ich staune immer wieder darüber, wie Leute im Gymnasium ziemlich weit kommen können und sich durchmogeln... und oft die Grundlagen wie die Prinzipien des Bruchrechnens nicht korrekt beherrschen. Und das wird in der Schule offenbar gar nicht abgeholt, sondern irgendwann einfach vorausgesetzt.
Dabei ist Mathematik so schön, so elegant, sie hat eine grosse Reinheit und Klarheit, wie ein Kristallspiegel... das ist schade, wer diese Schönheit nicht sehen kann, verpasst was.
wie hattet ihr es denn so mit der Mathematik?
grüsse, barbara
...
wie hattet ihr es denn so mit der Mathematik?
...ist sicher nicht meine stärke.
hatte aber glücklicherweise eine recht nette mathe-professorin.
eine, die neben der lehrerin auch noch ein mensch war. ging wie ich leidenschaftlich gerne auf stehplatz in die wiener staatsoper.
...dieser menschliche bezug zueinander war eine absolute ausnahme in meiner schulzeit.
damals wie heute geben sich die meisten lehrer mit den kindern nicht als menschen ab - sondern sie nehmen nur die vom system vorgegebene rolle als "lehrer" ein. und dann prüfen sie die kinder ab, ob die nämlich das, was sie ihnen so recht und schlecht vorgesetzt haben, schon intus haben oder nicht.
wenn nicht, dann halt nicht. dann muss das kind halt "blöd sterben".
oder nachhilfe nehmen - oder es sich selber beibringen oder sonst was.
~~~
was mich selbst betrifft, so habe ich in erster linie einen spirituellen bezug zu zahlen......aber das rechnen damit interessiert mich nicht.
beschäftige mich gerne mit dem tarot, in dem die zahlen auch eine gewisse rolle spielen. oder auch im tierkreis ist das so.
doch im heutigen schulsystem hat all das, was mir die basis bilden würde, keinen platz.
da geht´s nur darum, dass man(n) vorgegebene problemstellungen so löst, wie es der lehrer will.
ein sich langsam in den zauber der materie hineinschwingen oder gar damit spielerisch umgehen kommt da nicht vor.
all das war und ist mir zu wenig - für meinen persönlichen bedarf.
geht und ging alles weit an mir und meinen interessen vorbei.
wie so oft und wie bei so vielen anderen "normalen" dingen auch.
naja, scheine wohl ein schwieriger fall (gewesen) zu sein.
aber - so wie ich das sehe: die schwierigen fälle scheinen sich zu vermehren, heutzutage.
liebe grüße
kathi
barbara seiler
16.03.2010, 11:52
Hi Kathi
vielleicht leide ich an einer déformation professionelle, da ich ja nur jene Kinder und Jugendlichen zu sehen bekomme, bei denen es nicht klappt - aber nein, mir scheint dein Fall keineswegs aussergewöhnlich oder aussergewöhnlich schwierig zu sein...
doch im heutigen schulsystem hat all das, was mir die basis bilden würde, keinen platz.
Platz wär da wohl schon... wenn ich mich an meinen Mathelehrer um Untergymnasium erinnere, der hat es irgendwie und ganz locker geschafft, uns in zwei Jahren den Stoff von vier Jahren beizubringen... ohne Stress, ganz easy. mit Freude daran. Ich hatte damals nur aus Spass an der Sache an Geometrieaufgaben rumgekniffelt.
Aber leider ist die Regel schon eine *Rezeptbuchmathematik* wo man einfach die Anweisung befolgt, völlig stupide, ohne zu verstehen, was da passiert. Und oft zu wenig visuell, denn mathematische Abbildungen sind einfach schön und elegant. an dieser Schönheit teilhaben zu dürfen, ist doch schon für sich eine Belohnung und ein Privileg ist... ich mein, wie ist es möglich, dass so etwas Schönes den Kindern so sehr vermiest wird? Dazu muss man sich ja wirklich anstrengen!:mad:
Zahlensymbolik mag ich auch - die ist ja durchaus auch mit Zahlentheorie verbunden und verbandelt, und die einzelnen Zahlen kennen zu lernen, ihren Charakter, ihre Persönlichkeit, ist auch was Spannendes.
liebe grüsse!
barbara
Hi Kathi
wenn ich mich an meinen Mathelehrer um Untergymnasium erinnere, der hat es irgendwie und ganz locker geschafft, uns in zwei Jahren den Stoff von vier Jahren beizubringen... ohne Stress, ganz easy. mit Freude daran. Ich hatte damals nur aus Spass an der Sache an Geometrieaufgaben rumgekniffelt.
ja, so wär das schön!
so sollte es sein können!
wenn es dieser eine professor kann, warum ist es nicht möglich, dass die systeme sich daran orientieren, dass das anderen lehrenden auch gelingt.
man müsste doch nur schauen, wie dieser wunderbare mensch das macht!!!
da könnte so viel daraus gelernt werden!
zum wohle von allen.
barbara seiler
16.03.2010, 12:24
naja, der hatte so gewisse Eigenschaften wie Humor, Gelassenheit, Menschenfreundlichkeit... schwierig, diese zu verordnen! Und, vor zwanzig Jahren, auch mehr Freiheiten als heute Lehrer haben.
Es wird je länger je schwieriger, da es immer mehr Regeln und Papierkram und Administratives zu erledigen gibt... so ältere Semester an Grundschullehrern, die früher viel spontaner unterrichten konnten - wenn das Wetter schön war, gings nach draussen, die Arbeit drinnen konnte immer noch mal erledigt werden - heute brauchts für alles einen Zettel mit Einverständnis der Eltern, blabli, blablupp, das kanns doch nicht sein? Ein enger Lehrplan, der genau eingehalten werden muss und der natürlich niemandem wirklich passt.
Und eine Persönlichkeit als Lehrer zu haben - Vorlieben, eine politische Einstellung, eine Spiritualität, und so weiter, ich weiss nicht, ob das noch geht, heute, wo man neutraler und politisch korrekter Bildungsfunktionär sein muss.:grins:
Ich bin je länger je mehr für Bildungsgutscheine, das würde der Vielfalt gut tun... bestimmt auch der Mathematik.
grüsse, barbara
was sind bildungsgutscheine?
barbara seiler
17.03.2010, 09:06
Hallo kathi
Die Idee ist, dass alle Schüler bzw deren Eltern einen Bildungsgutschein erhalten, den sie in der Schule ihrer Wahl für die abgeben können - und die Schule erhält pro Gutschein einen bestimmten Betrag. Und die Schulen können dann aber den Unterricht gestalten, wie sie wollen.
Zusätzlich wärs noch schön, wenn der Staat standardisierte Prüfungen durchführt, sodass die Schulen auch sagen können, auf welche Prüfungen sie die Kinder vorbereiten.
Ich bin sicher, das würde der Vielfalt der Bildungslandschaft sehr gut tun, anstatt dem mittelmässigen und bürokratiebeladenen Einheitsbrei von heute...
grüsse, barbara
danke für die ausführungen.
neue ideen sind immer gut. wäre sehr dafür, dass neue wege beschritten werden.
Roadrunnerfn
17.03.2010, 11:58
das ist ja im Grunde mein Thema:
Unser Schulsystem überwacht sich selbst, und das war noch nie gut.
standardisierte Prüfungen sind toll, aber eben nur dann, wenn eine freie Vorbereitung und Schulung dorthin möglich ist.
Wie viele Vorbereitungen werden von Lehrern im Wissen um den Inhalt einer Prüfung (auch nur einer Klassenarbeit) gemacht???
Das derzeitige System schliess alles ein, und so sehr über PISA geschumpfen wurde, es war zum ersten mal ein adäquater Vergleich von Schulischen Leistungen und Schulsystemen.
Schaut Euch mal an, was an manchen Deutschen Hauptschulen geht!
Das ist einfach nur katastrophal! Die leut gehen nach 9 Jahren aus der Schule und können kein einzige Wort richtig schreiben.
9 Jahre Lehergehälter, damit jemand lernt, 1+1=2 und wie man den eigenen Namen richtig schreibt??????
Nein, keine Frage. Ein neues, freieres System wäre dringend notwendig.
Grüssle
Frank
barbara seiler
18.03.2010, 11:50
standardisierte Prüfungen sind toll, aber eben nur dann, wenn eine freie Vorbereitung und Schulung dorthin möglich ist.
ja, das finde ich auch. Der Staat soll gerne die Bildung finanzieren und er soll Rahmenbedingungen festlegen - eben standardisierte Prüfungen - und dann sollen alle machen, was sie wollen.
9 Jahre Lehergehälter, damit jemand lernt, 1+1=2 und wie man den eigenen Namen richtig schreibt??????
ich war woanders in eine Diskussion verwickelt, wo gesagt wurde: Lehrer und Therapeut, sowas darf man nicht vermischen. Lehrer, das ist Wissen vermitteln; Therapie, das ist jemandem helfen, der Hilfe in Bezug auf Lebensumstände braucht.
Und gerade diese doch sehr künstliche Trennung führt dazu, dass das Vermitteln von Lerninhalten gar nie ankommt, weil nämlich bei vielen die Umstände so ungünstig sind, dass sie nicht mal wissen, was sie anders machen könnten, um sich daraus zu befreien.
Und das ist frustrierend: für die Lehrer, die dann sagen, dass ihre Schüler schlecht seien - für die Schüler, die sich abgewertet und dumm fühlen, eine regelrechte Konditionierung - und die Eltern, die wünschen, dass ihre Kinder mal ein gutes Leben führen können, vielleicht ein besseres Leben als sie selbst...
Aber hilf jemanden in Bezug auf Umstände - Lerntechnik, Selbstvertrauen, Selbst- und Fremdkonditionierung... dann geht's mit dem Lernen auf einmal wie von selbst. Und braucht manchmal gar nicht viel.
grüsse, barbara
barbara seiler
05.08.2010, 12:58
da hab ich noch einen kleinen mathematischen Witz:
"Es gibt 10 Arten von Menschen - jene, die das Binärsystem verstehen und jene, die es nicht verstehen."
grüsse :grins: barbara
Roadrunnerfn
05.08.2010, 13:36
..der ist nicht schlecht....
Ohne die führenden Nullen erst mal verwirrend...
Ich finde, dieser passt ganz gut zu so mancher Diskussion hier:
Mathematiker:
Behauptung: Eine Katze hat neun Schwänze.
Beweis:
Keine Katze hat acht Schwänze. Eine Katze hat einen Schwanz mehr als keine Katze. Deshalb hat eine Katze neun Schwänze.
Grins... hi hi...
Hallo,
Mathematik hat etwas, das ich noch immer mochte: LOGIK.
Deswegen lag mir das Fach auch sehr.
Allerdings ist dies in den Schulen auch sehr stark vom Lehrer abhängig.
Ich erinnere mich noch gut an die Regel, dass jede Zahl hoch 0 immer 1 ergibt.
Drei Jahre lang fragte ich nach, WARUM das so sei, und bekam keine ordentliche Antwort. Ich war ja bloss eine Schülerin, die hat das eben einfach auswendig zu lernen!
Drei Jahre später rechnete uns ein Lehrer dies mit einem Beispiel vor, es war so einfach und logisch.
Da fragt man sich doch, ob die Abneigung einiger gegen Mathe wirklich in uns liegt, oder ob es daran liegt, dass wir in den meisten Schulen falsch lernen.
Nachdenkliche Grüsse
Shade
barbara seiler
08.08.2010, 12:16
Hallo Shade
*ups* jetzt ist es mir grad peinlich - ich hab geglaubt, du seist ein Mann. :o aber es ist gut, auch wieder mal eine Frau zu haben, es hat ja im Moment ein ziemliches Männerübergewicht...:)
Da fragt man sich doch, ob die Abneigung einiger gegen Mathe wirklich in uns liegt, oder ob es daran liegt, dass wir in den meisten Schulen falsch lernen.
ja, der Meinung bin ich eindeutig, auch wenn ich so an meine verschiedenen Mathelehrer vom Gymnasium zurück denke... da hatten wir die ganze Palette an Kompetenz.
Mathematiker:
Behauptung: Eine Katze hat neun Schwänze.
Beweis:
Keine Katze hat acht Schwänze. Eine Katze hat einen Schwanz mehr als keine Katze. Deshalb hat eine Katze neun Schwänze.
hm. das erinnert mich etwas an diesen "Beweis", wo rauskommt 2 = 0, und wo der Fehler darin lag, mit Null zu multiplizieren...
Hier ist es das "keine Katze hat acht Schwänze", das nicht genau äquivalent ist zum "keine Katze" im zweiten Satz, wenn ich das richtig sehe. Zweideutigkeiten der Sprache... :grins:
NothinElse
28.10.2010, 05:55
Mathematik hat etwas, das ich noch immer mochte: LOGIK. dabei is alles völlig "logisch" erklärbar ~ solang man sich nich von materiellen grenzen davon abhalten lässt^^
mir liegt aber die mathematik von heute nich so ~~
lieber habe ich da die "nullpunktrechnungen" (wie ich sie nenne, weiß nich wie das richtig heißt)
da is
0 = 1 und das is = 2 und das ergibt widerum 3 usw ~
daraus lassen sich alle möglichen prozesse und sturkuren berechnen ~ bis hin zu den rechenschritten & -zyklen, die der kosmos "braucht" um einen menschlichen organismus zu berechnen^^ ~
~~ alles liebe :D~
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