Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie Abiturabschluss nachholen?
Hallo, ich bin nicht der hellste und habe überhaupt keinen Schulabschluss :) :)
Allerdings wurde mir jetzt erst klar, mit meinen 22 Jahren, das es ohne guten Abschluss,
hier in Deutschland zu nichts kommt ....... :) :) (http://www.yufiv6.com)
Wo kann ich noch einen Abiturabschluss nachholen und wielange würde es ungefähr dauern mit garkeinem
Abschluss? Geldkosten sind egal.
Jetzt muss ich bei 0 anfangen.
Gruß
wuzelor
barbara seiler
29.11.2009, 13:54
Hallo Wuzelor
erst mal herzlich willkommen hier, fühl dich wohl.:)
Wie lange es dauern wird, hängt wesentlich davon ab, auf welchem Niveau du dich jetzt befindest. Ganz bei Null offensichtlich nicht, denn: Mal so eine kleine Ferndiagnose: Deutsche Rechtschreibung ist ganz OK, das ist schon sehr gut, auch wenn du eine gewisse Neigung zu Flüchtigkeitsfehlern hast, was nicht schlimm ist, aber einen klaren Fokus und Disziplin benötigt, um solche Fehler zu vermeiden - und das über lange Strecken. Über Stunden und Tage.
Wie viel Zeit du tatsächlich benötigen würdest für das Abi, müsste man in einer genauen Diagnose erarbeiten, Thema für Thema.
Andere Frage: was möchtest du denn lernen? Hast du schon einen bestimmten Beruf oder ein bestimmtes Studium vor?
Ich kenne mich eher in der Schweiz aus, das gibt es diverse Privatschulen, Ganztageskurse, Abendkurse, Wochenendkurse... es ist auch möglich, gar keine Schule zu besuchen und sich einfach für die Prüfungen anzumelden. Ich nehme an, in Deutschland wird das ähnlich sein?
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
29.11.2009, 14:00
hi wuzelor....
erst mal willkommen im Forum.
Zu Deiner Frage:
also...Abitur aus dem Stand halte ich für ein bissel grenzwertig.
Denn es handelt sich ja schliesslich um einen anerkannten, zum Studium berechtigenden Abschluss.
Da gibt es viele "ganz helle" Köpfe, die dafür 12 oder 13 Jahre hart arbeiten.
Also von "0" auf "100"???
DAS würde ich mir überlegen!
Ausserdem gibt es immer noch Arbeitgeber in D, die es echt honorieren, wenn du mit 22 OHNE Abschluss erst mal einen Hauptschulabschluss hinbiegst!
Und (jetzt wirklich: ohne Dir zu nahe treten zu wollen) "Geld spielt keine Rolle":
KAUFEN kannst Du den Abschluss nicht.
Ich würde Dir raten, mach Dich bei Deiner VHS schlau und frag mal dort nach, was die anbieten.
Ausserdem gibts auch bestimmt Förderprogramme, vielleicht sogar zusammen mit nem Job.
Aber das alles baut in Stufen auf:
erst der Hauptschulabschluss, dann gehts weiter...
Grüssle
Frank
barbara seiler
29.11.2009, 14:09
Hallo Frank
ich widersprech dir jetzt mal energisch: ein Abi, das ist bei sinnvoller Vorbereitung und Unterstützung für alle möglich. Ein Abi, das ist wirklich keine Hexerei, und wenn Geld tatsächlich keine Rolle spielt, so kann man sich alles mögliche an Coaching und Lehrern und Unterstützung kaufen. Nur lernen, das muss man natürlich selbst noch. Aber was man alles an Fachkompetenz kaufen kann, macht durchaus einen grossen Unterschied.
Doch ein Abi ist für einen Menschen, der nicht gerade an einer Gehirnverletzung leidet, bei entsprechender Vorbereitung und vor allem dem Wissen darum, wie man lernt, kein Problem. Wirklich nicht.
Das Schwierigste daran ist meist, dass Leute sich selbst mit Prüfungsangst und ähnlichen Themen im Weg stehen. Mit dummen Glaubenssätzen wie "es ist so schwierig". Dabei stimmt das gar nicht, es ist nicht besonders schwierig, wenn man mal genau hinschaut.
Da gibt es viele "ganz helle" Köpfe, die dafür 12 oder 13 Jahre hart arbeiten.
hm. ich gehe davon aus, dass die wirklich hellen Köpfe nicht dafür arbeiten müssen. Mal einfach extrapoliert von der Tatsache, dass ich für meine Matura damals eine kleine einstellige Zahl von Stunden investierte, mit Ausnahme vom Schulbesuch natürlich...
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
29.11.2009, 15:39
und hier muss ich Dir widerum widersprechen:
ALLE jungen Leut, die ich kenne, müssen aufrgund der vielbesprochenen "hohlen" Lehrinhalte wochenlang pauken und unnötig Zeuchs auswendig lernen.
Ich hab ja nicht gesagt, das sei nicht möglich.
Ich warne davor, zu weite Ziele zu stecken. Ich hätt auch gern ein Abi!
Aber dazu hat es halt nicht gelangt!--Mein Gott, das ist doch keine Schande!
Wenn ich einen Berg besteigen wollte, würde ich mir nicht den Everest aussuchen. Nicht mal "nur" einen Europäischen, sondern erst mal den, den ich auch wirklich schaffen kann.
Wenn das dann tut, dann kann ich weiter.
Jetzt lasst mal die Kirche im Dorf!
Von "ohne Abschluss" bis "Abi" ist ein gewaltiger Schritt. Und da wird es ja wohl erlaubt sein, vor Zerrungen in der Hüftgegend zu warnen. ICH beherrsche die "Spagat"-Nummern nämlich nicht!
Für so einen Aufstieg hat lang vor unserer Zeit jemand die Treppe erfunden.
Grüssle
Frank
:p
Hallo Wuzelor,
Herzlich WILLKOMMEN hier im Forum.
Mich würde mal interessieren, wie Du hierher gekommen bist um diese Deine Frage zu stellen, denn eigentlich hat ein Abitur ja nicht so viel mit spirituellen Inhalten zu tun. (obwohl ich zugegebenermassen bei meinen Matheklausuren auch machmal das Gefühl hatte in einem anderen Raum-Zeit-Kontinuum zu sein in Anbetracht meiner völligen Orientierungslosigkeit...:D)
Ich stimme Frank zu, dass es wohl ziemlich schwierig wäre, ohne Vorbildung direkt eine Abiturprüfung abzulegen. Aber für einen überdurchschnittlich intelligenten Menschen ist es mit dem entsprechenden Aufwand mE in drei bis vier Jahren zu schaffen.
Jetzt fällt mir aber grade doch ein, wie Du noch auf einem adäquaten Weg zum Ziel kommst:
Du wirst erleuchtet und erreichst einen gottgleichen Zustand und kennst dann alle Antworten auf alle Fragen des Universums. So. Dann is' Abi auch mal easy in 'ner halben Stunde erledigt...:baden:
Und wie lautet die Antwort auf den Frage nach dem Sinn des Lebens: 42.
Nee, Scherz beiseite: Es gibt neben der von Frank erwähnten Volkshochschule auch noch viele "private" Schulen, die Erwachsenenbildung anbieten. Hier ist auch eine Abiturprüfung kein Problem. Im Internet findest Du sehr viele.
Und:
ich bin mir nicht sicher, ob es nicht doch möglich wäre, einen Abschluss zu kaufen. Hier kann man doch alles kaufen, ist halt eine Frage des Preises. Ob das allerdings hilft, ist etwas anderes, denn entgegen der landläufigen Meinung sind die meissten Chefs nicht SO blöd, als dass sie nicht bemerken würden, wenn jemand hochstapelt...
Roadrunnerfn
01.12.2009, 16:43
ich bin mir nicht sicher, ob es nicht doch möglich wäre, einen Abschluss zu kaufen. Hier kann man doch alles kaufen, ist halt eine Frage des Preises. Ob das allerdings hilft, ist etwas anderes, denn entgegen der landläufigen Meinung sind die meissten Chefs nicht SO blöd, als dass sie nicht bemerken würden, wenn jemand hochstapelt...
Urgh...das scheint ein Reizthema zu sein.
Doch, Chefs SIND so blöd.
Und: es gibt eine Menge STRUNZDOOFER Leute, die ein reguläres Abi haben.
Eben weil ein doch gewaltiger Teil immer noch auswendig erlernbar ist.
Dann brauchts nur noch einen konzentrierten Drahtseilakt durch Mathe und Physik, etwas Phantasie im Deutschen und die Note steht.
Für mich hat so ein Abschluss immer auch was mit der eigenen Einstellung zu tun.
Wenn man etwas tun will, muss man es machen. Dranbleiben und nie aufgeben.
Aber hinter einem Abitur steckt in meinen Augen auch immer ein Inhalt, und..mein lieber Schulli, vor diesem Inhalt ziehe ich meinen Hut!
Zurück zu den Chefs:
es gibt da ein Problem.
Diejenigen, die nur nach dem Zeugnis sehen, die sehen später auch nicht nach der Arbeit. Denn sie haben ihre Pflicht getan. Wer bei so einem Chef landen will, dem ist nicht zu helfen. Da ist Stress vorprogrammiert, ausser man ist anderen Geschlechts und fällt ins Beuteschema. Dann sind eh alle Türen offen. (Nein?--ich hab zB einen Kunden, bei dem rennen in der Verwaltung lauter austauschbare junge Frauen rum...alles dasselbe Konzept)
Die Chefs, die nachfragen, tief schürfen...die erkennen auch den Hochstapler. Nur braucht man bei denen weder ein glänzendes Zeugnis, um zum Vorstellungsgespräch kommen zu dürfen, noch braucht man Abitur, um eine Schreinerlehre anzufangen.
Im Gegenteil. Es sind DIE Chefs, die genau in diesen Punkten über fast alles hinwegsehen und schauen, was man aus einem Mitarbeiter MACHEN kann.
Nicht, was er er von sich aus kann oder nicht kann.
Eine blöde Situation für Arbeitssuchende, wie ich finde...denn letztere Chefs sind eindeutig in der Minderheit.
Grüssle
Frank
Die Chefs, die nachfragen, tief schürfen...die erkennen auch den Hochstapler. Nur braucht man bei denen weder ein glänzendes Zeugnis, um zum Vorstellungsgespräch kommen zu dürfen, noch braucht man Abitur, um eine Schreinerlehre anzufangen.
Im Gegenteil. Es sind DIE Chefs, die genau in diesen Punkten über fast alles hinwegsehen und schauen, was man aus einem Mitarbeiter MACHEN kann.
Nicht, was er er von sich aus kann oder nicht kann.
Das ist aber erst dann relevant, wenn der betreffende Kandidat zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Und da immer erst einmal eine Vorauswahl stattfindet, musst Du entweder einigermassen ordentliche Noten vorweisen können, oder eine anderweitig interessante Bewerbung präsentieren. Sonst wird dich auch der beste Chef aussortieren, nicht weil er Dich nicht will, sondern weil man einfach nicht JEDE Bewerbung gründlich hinterfragen kann. That's business.
Es ist allemal einfacher mit einem Abi als mit nix. Datt is abba ma sischa.
barbara seiler
01.12.2009, 21:59
usst Du entweder einigermassen ordentliche Noten vorweisen können, oder eine anderweitig interessante Bewerbung präsentieren. Sonst wird dich auch der beste Chef aussortieren, nicht weil er Dich nicht will, sondern weil man einfach nicht JEDE Bewerbung gründlich hinterfragen kann. That's business.
oder durch Beziehungen und das persönlichen Netzwerk an eine Stelle kommen, am besten, noch bevor sie überhaupt ausgeschrieben ist. So habe ich meine letzte Tätigkeit als Angestellte bekommen. Der Chef hat noch nicht mal einen Lebenslauf von mir, ich musste nur mal probearbeiten kommen.
Es ist allemal einfacher mit einem Abi als mit nix. Datt is abba ma sischa.
Das ist klar. Allerdings, als eine Person, die zwar eine Matura hat, aber sonst während langer Zeit keine andere Berufsausbildung, muss ich sagen: die Matura allein, die ist auch nicht besonders viel wert. Manche Chefs schreckt sie regelrecht ab, und sie heisst, man kann so ziemlich viele Sachen ziemlich mittelmässig, aber nichts richtig gut. Und schon gar nicht auf professionellem Niveau.
grüsse, barbara
oder durch Beziehungen und das persönlichen Netzwerk an eine Stelle kommen, am besten, noch bevor sie überhaupt ausgeschrieben ist. So habe ich meine letzte Tätigkeit als Angestellte bekommen. Der Chef hat noch nicht mal einen Lebenslauf von mir, ich musste nur mal probearbeiten kommen.
Ja, in der Tat bin ich letztlich auch auf Empfehlungen (meiner Kunden) an meine derzeitige Stelle gekommen. Das hatte also nix mit meinem Abi zu tun. Und ich habe auch vorher noch nirgendwo eine Bewerbung hin geschrieben, und mein Studium habe ich abgebrochen... also eigentlich habe ich mein Abitur auch noch nicht wirklich benötigt.:D
Es ist aber Fact, dass Du in einem großen Unternehmen ohne Abitur kaum Chancen hast, eine leitende Stelle zu übernehmen. EGAL wie gut Du bist.
Roadrunnerfn
02.12.2009, 11:20
tja, das ist leider wahr.
Man muss hier den Leuten natürlich aber auch zugestehen, daß sie -je grösser ein Laden ist- umso weniger Entscheidungsspielraum haben.
Da bleibt sehr oft am Ende nur die Qualifikation auf dem Papier, bewertet nach einer standardisierten Systematik.
Sonst laufen die Gewerkschaften Sturm. (ja, es liegt oft nicht nur an den Unternehmern..!!!!)
Diese diskriminierungsfreie Standardisierung müsste man auch mal diskutieren. Da mache ich mich angreifbar. Weil ich eine unpopuläre Meinung vertrete.
Es gibt viele Allergien oder kleinere Einschränkungen, die es dem Einzelnen nicht immer möglich machen, ALLES so zu tun wie er es gerne hätte.
Nun gibt es aber gesellschaftliche Idealisten-Strömungen, die einen diskriminierungsfreien Zugang zu allen Arbeitsplätzen verlangen.
Das ist fragwürdig.
Wenn ein Chef verhindern will, in einem Team nur Frauen oder nur Männer zu haben, wird er sich wünschen, eine frei werdende Stelle so oder so zu besetzen. Und das macht Sinn.
Wenn ein Körperbehinderter arbeiten will, dann muss auch eine Verhältnismässigkeit des Aufwandes betrachtet werden.
Wenn ein Unternehmer bereit ist, hier zB einen Arbeitsplatz im Erdgeschoss bereitzustellen, aber im 3. Stock wird auch einer frei, dann kann es nicht sein, dass man mit Steuer- und Firmengeldern für 100.000 € einen Aufzug baut, nur weil der Arbeitsplatz oben EHER den Wünschen des behinderten Kandidaten entspricht. Ich will ja keinen Buchhalter in die Schreinerei schicken oder umgekehrt. Aber es muss mE eine Verhältnismäßigkeit erkennbar sein.
Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften tun sich da auch immer wieder negativ hervor:
Da nimmt man eher die Überfüllung von Sozialräumen in Kauf oder verlangt unsinnige Duschkabinen o.ä. anstatt den Betrieben die Möglichkeit zu geben, die Dinge entsprechend den Möglichkeiten anzupassen.
Es ist hier wie überall:
wenn starre Verordnungen an die Stelle des gesunden Menschenverstandes treten, dann hat man ein Problem.
Es wär..ganz nebenbei... :) ... ganz nett, wenn der Threadstarter auch mal was dazu sagen würde..... :D oder?
(oder hab ich schon wieder wen vergrault????...)
barbara seiler
02.12.2009, 11:26
ja, aber wer will denn schon in einem solchen Intrigantenhaufen arbeiten gehen...? Ich sicher nicht. Ich hab das einmal getan und sag heut ganz glücklich: :finger:
lieber klein und fein und persönlich. Ich mein, in Grossunternehmen ist es mir noch nie passiert, dass mir der Chef ein SMS schreibt "ich bin stolz auf dich". Aber ich hab im KMU, in dem ich angestellt bin, einen superlieben Chef, der macht sowas .:blumen:
und ansonsten bin ich frei wie ein Vögelchen und mach mein Ding, wobei mir meine Fähigkeiten sehr wichtig sind, dass ich diese aber per Maturazeugnis offiziell bestätigt bekomme, eher Nebensache sind.:biene:
Irgendwie sind die meisten hier, die hier versammelt sind, auch ohne die blitzblanke und geradlinige Karriere durch's Leben gekommen, scheint mir. Was fürs Querdenken gut ist, und Originalität, und Kreativität, und überhaupt für interessante Menschen.
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
02.12.2009, 11:30
jIrgendwie sind die meisten hier, die hier versammelt sind, auch ohne die blitzblanke und geradlinige Karriere durch's Leben gekommen, scheint mir.
Ja, interessant. Nicht?
Einerseits der Beleg für die Richtigkeit vieler hier geäusserter, "anderer" Ansichten (als "normal"), andererseits fast auffällig, dass die "aalglatten" gänzlich fehlen.
Ich musste auch sehr schmunzeln über Theos Aussage: "ich hab das Studium abgebrochen".
weisst was?
Ich auch. :D
Grüssle
Frank
barbara seiler
02.12.2009, 12:41
ja, ich ja auch. Einmal abgebrochen, einmal zusammengebrochen, die dritte Ausbildung hat dann geklappt, für die benötigte ich aber die Matura nicht.
Ich beginne so langsam zu glauben, dass die geradlinige Karriere am Anfang des Lebens einiges leichter macht, so ab den dreissig, vierzig fangen dann die gesammelten Erfahrungen an zu zählen, und wenn man etwas neben dem Standard ist, macht man wohl mehr von denen. Während jene, die immer alles genau nach Handbuch machen, wohl manchmal eher überfordert sein könnten. Oder spekuliere ich da jetzt nur?
grüsse, barbara
Ich hätt auch gern ein Abi!
Aus diesem Satz und Deinem vorherigen Beitrag schliesse ich, Du hast immerhin Dein Fach-Abi. Und dann auf der Fachhochschule Maschinenbau studiert, richtig?
Also, ich denke das schon ein Zusammenhang zwischen unserem Querdenkertum und der Anwesenheit hier im Forum besteht. Was allerdings nicht einen Schluss auf den Studienabbruch zulässt... :D
Es erklärt aber durchaus den Level dieses Forums.
Roadrunnerfn
02.12.2009, 15:12
@ Theo:
ja, klar, so IST das Niveau eben unter Maschinenbauern..... :weglachen::kaputtlach:
@Barbara:
ja, das IST so.
Dazu kommt: wer Erfahrungen selber machen (darf) kann, bei dem sitzen die Problemlösungen viel sattelfester.
Die "ich-lese-es-nach"-Problemlöser werden immer nachlesen. Sie werden immer Lösungen bringen, aber sie werden IMMER nachlesen müssen.
Oder wie sagte es kürzlich jemand:
"Wer immer nur in die Fusstapfen seiner Vorgänger tritt, läuft stets nur irgendwem hinterher."
Ich empfinde es als schwierig, herausfordernd, interessant, auch nervig, befriedigend, sinnvoll....blabla.... die EIGENEN Fußstapfen zu setzen.
....und die müssen ja nicht immer im Gesicht eines anderen sein...
Grüssle
Frank
Roadrunnerfn
02.12.2009, 15:16
Theo,
da muss ich noch was nachschieben:
ich kenne die Maschinenbauer (also auch mich) als oftmals sehr pragmatische Denker mit einem fundierten Grundwissen...so "das wichtigste".
Strukturiert, gradlinig, zuverlässig, lieber 90% sicher in der Hand als 120 auf dem Dach....
Allerdings weist sie ein allg. vorherrschender Makel aus:
WENIGE würden sich zu unserer Thematik hier "herablassen".
Es ist einfach zu fremd.
Andererseits mache ich in den letzten Monaten die Erfahrung, dass viel mehr Menschen sich spirituell umschauen, als man glaubt:
es scheint was zu fehlen, aber zugeben wills keiner.
Grüssle
Frank
barbara seiler
02.12.2009, 18:06
Die "ich-lese-es-nach"-Problemlöser werden immer nachlesen. Sie werden immer Lösungen bringen, aber sie werden IMMER nachlesen müssen.
Die Frage ist dann auch, ob die Lösungen überhaupt zum Problem passen. Wenn es um Routinesachen geht, dürfte das meist recht gut klappen. Wenn es um besondere Einzelfälle geht, nicht unbedingt.
Etwas nachzulesen muss ja auch nicht schlecht sein. Ich bin erst seit relativ kurzer Zeit auf den Sinn von Gebrauchsanweisungen, Stadtplänen und ähnlichen Hilfsmitteln gekommen, meine normale Vorgehensweise ist grundsätzlich "grobe Richtung festhalten, loslegen, wird schon gehn."
Ich empfinde es als schwierig, herausfordernd, interessant, auch nervig, befriedigend, sinnvoll....blabla.... die EIGENEN Fußstapfen zu setzen.
....und die müssen ja nicht immer im Gesicht eines anderen sein...
Da ich ja jetzt wieder mit Wing Tsun angefangen habe: ja, die Tritte müssen nicht immer ins Gesicht des andern sein, da gibts noch die Knie, den Bauch, den Unterleib, die Rippen....:D
und wieder zu lernen: Macht auszuüben macht extrem viel Spass. und zwar für mich, für meinen Raum, meine Bedürfnisse, mein Sein, nicht grundsätzlich gegen andere.
Und wenn es schneit, so ist es auch immer extrem cool, die erste zu sein, die Spuren in den Schnee legt... muss so ein urmenschliches Bedürfnis sein.
es scheint was zu fehlen, aber zugeben wills keiner.
Mir ist letzthin aufgefallen, so bei den um 50-jährigen, dass viele von denen das Problem haben, dass sie eigentlich gern noch etwas Neues machen würden, aber andererseits das nicht ohne grosse Opfer könnten. Weil sie sich zB auch finanziell sehr einschränken müssten, die Kinder noch studieren, und so weiter. Also bleiben sie an einem bequemen und gut bezahlten Ort, der ihnen ... nicht mehr unbedingt Freude bereitet. Echt eine dumme Situation, und umso dümmer, weil es ein goldener Käfig ist. Denn jene Käfige mit dem harten kalten Steinboden verlässt man doch viel eher als die bequemen.
grüsse, barbara
Allerdings weist sie ein allg. vorherrschender Makel aus:
WENIGE würden sich zu unserer Thematik hier "herablassen".
Es ist einfach zu fremd.
Hi Frank,
ist es wirklich fremd? Ich finde, wir haben hier KEINE Diskussionen, die man nicht nachvollziehen kann, oder?
Aber Du hast Recht: Scheinbar ist das philosophieren nichts, was man sich auf's T-Shirt druckt...
Und ich finde es für jeden traurig, der sein Leben lang nicht aus seiner Ecke 'rauskommt.
Und ich kenne die Maschinenbauer auch ZIEMLICH gut... :D
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