Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unkontrollierbarkeit des Lebens
Roadrunnerfn
29.11.2009, 12:41
(..bezieht sich auf Barbaras Artikel unter "neu auf Spiriforum")
Hi Barbara,
dieser Artikel spricht mir aus der Seele.
Wie schlimm die Situation ist, zeigt, dass ich beim ersten mal Durchlesen bis zum letzten Abschnitt gekommen bin.
Was dort drin steht, weiss ich nicht.
Ich habs aber gelesen...Ehrenwort!
Die Worte sind wie verschleiert.
WILL man gar nicht wissen, wie es anders geht?
Schlimm ist auch zu sehen, dass man selbt zu den grössten "Proklamaten" (??)der Schweinepesthysteriegegnerbewegung gehört....dass man selbst den Kontrollwahn anprangert, die Pläne zu Videoüberwachung uvm...
....und dann stellt man fest, wie tief man selbst in diesem Angst-Kontroll-Jammer-und Jaul-Gewäsch dringhängt!!
Erschreckend!
Grüssle
Frank
barbara seiler
29.11.2009, 14:32
Hi Frank!
Also dieser Artikel hier:
http://www.spiriforum.net/artikel/a71-unkontrollierbar-leben.php
WILL man gar nicht wissen, wie es anders geht?
Du weisst es ja. Du hast es mir oft genug gepredigt, und das zu Recht: einen Schritt am andern tun, das erledigen, was gerade ansteht, die alltäglichen AUfgaben erfüllen, und für den Rest darauf vertrauen, getragen zu werden.
Wie schlimm die Situation ist, zeigt, dass ich beim ersten mal Durchlesen bis zum letzten Abschnitt gekommen bin.
Was dort drin steht, weiss ich nicht.
Ich habs aber gelesen...Ehrenwort!
Ich glaube nicht, dass das etwas mit "schlimm" zu tun hat. Eher mit einem Schritt, der bald ansteht. Wenn du es jetzt nicht lesen kannst, wird das seine Gründe haben, und du kennst diese Gründe bestimmt, wenn du etwas in dich hinein horchst.
Im letzen Abschnitt steht zum Beispiel drin, dass es sehr schwierig ist. Und Todesangst macht. ;)
Ich hatte ja auch geglaubt, ich wüsste so in etwas, worum es geht... dieses Jahr hat mich noch ganz neue Ebenen meiner Kontrollwähne entdecken lassen. Im Club steht ja so das Eine oder Andere darüber...
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
29.11.2009, 21:13
"Leben ohne Kontrolle ist ein Leben voller Überraschungen und Intensität. Es ist herausfordernd und grossartig. Es ist Leben mit Seele. Und wer einmal davon geschmeckt hat, kann nicht mehr zurück."
Hier sehe ich mit die grösste Schwierigkeit (zumindest für mich):
Ich kann zurück. Ich will nicht immer zurück, aber es geht. Ob man will oder nicht.
Vielleicht war ich nie wirlich "da".
Aber das Zurückgehen ist blanker Horror. In alte Strukturen zurückfallen und mit allem Stress, der daraus resultiert, leben.
Sehend.
Wissend.
Mit offenen Augen in ein Loch rennen...früher hatte man wenigstens die Ausrede, es nicht besser gewusst zu haben......
Die wenigen Augenblicke, die mir bisher gegönnt waren, in denen ich Frieden hatte empfinde ich als himmlisch.
Aber der WEG, der hat seinen Frieden noch nicht offenbart. Zumindest nicht so, dass es bisher zu was Gscheitem gereichen würde.
Ich werde also wieder und wieder den Stein den Berg hochrollen. Mal weiter, mal weniger weit. Und eines Tages werde ich in der Lage sein, den Gipfel zu erreichen. Nicht, weil ich es endlich ALLES geschafft habe, sondern weil ich den Stein untengelassen habe und nur MICH hochgeschleppt (was schwer genuch is.. :D )
Grüssle
Frank
barbara seiler
29.11.2009, 21:25
Zurück kannst du offenbar auch nicht wirklich...
naja, du befindest dich in diesem extrem mühsamen Zwischenstadium, vorwärts geht nicht wirklich, zurück geht nicht wirklich, alles doof.
Die wenigen Augenblicke, die mir bisher gegönnt waren, in denen ich Frieden hatte empfinde ich als himmlisch.
gell, das ist fies, die Karotte kurz zum Beschnuppern bekommen, und dann ist sie wieder weg.
Hab Geduld. Diese Zeit gehört offenbar einfach dazu, tu das, was zu tun ist, irgendwann ist sie vorbei. Nicht so schnell, wie wünschenswert wäre, aber die Dinge verändern sich.
Du machst nichts falsch. Du bist nur eben an dem Punkt, wo es so besch...n ist. da musst man durch, es gibt keine Umwege. Kopf hoch!:)
grüsse, barbara
Celestine
30.11.2009, 08:16
Guten Morgen!
Schön, das Thema hier.
Ein Leben ohne Kontrolle ist gleichzeitig sehr einfach und sehr schwierig. Es ist sehr einfach, weil es die Seele ist, die bestimmt, wie es weiter geht - und sie kommuniziert klar und eindeutig durch das Gefühl. Was richtig ist, fühlt sich gut und richtig an - das ist etwas ganz Anderes als das, was sich falsch, schwer und dumpf anfühlt. Es ist aber sehr schwierig, besonders für das Ego, weil der Weg oft nicht sichtbar ist, ausser dem nächsten Schritt, oder den nächsten zwei Schritten... was später kommt, ist wie in einem Nebel, unbekannt und unsichtbar. Es ist schwierig, ins Unbekannte zu gehen und auf die Führung der Seele zu vertrauen. Aber es lohnt sich.Leben ohne Kontrolle ist weder einfach noch schwierig. Das Leben IST schon ohne Kontrolle! Das ist der Knackpunkt an der ganzen Sache. Die Kontrolle zu haben, ist nur ein Gedanke. Tatsächlich hatte nie irgendwer irgendworüber Kontrolle!
Somit gibt es auch keine Notwendigkeit zwischen "richtig" und "falsch" zu unterscheiden.
Die Gefühle, "schwer und dumpf" für "falsch", oder leicht und gut für richtig, entspringen dem Kontrollgedanken.
Ich möchte nicht sagen, dass es keine "Gefühle" gibt, die richtungsweisend sind, die gibt es durchaus. Jedoch, so lange nicht erkannt ist, dass keine Kotrolle da ist, und somit der gesamte Kontrollgedanke erloschen ist, wird sich kein "klares Sehen" (welches nicht mit den Augen geschieht, sondern eben diese Form des Fühlens ist), einstellen.
Diese Klarheit, die dann da ist, ist absolut nicht zukunftsorientiert. Sie braucht keinen Weg zu sehen, keine Schritte. Sie sieht, dass in diesem Moment, diesem einzigen immer währenden Moment ALLES vorhanden ist.
Liebe Grüße,
Astrid
barbara seiler
30.11.2009, 10:22
Hi Astrid
Tatsächlich hatte nie irgendwer irgendworüber Kontrolle!
ja, das besagt ja der Titel meines Textes: die grundsätzliche Unkontrollierbarkeit des Lebens.
Somit gibt es auch keine Notwendigkeit zwischen "richtig" und "falsch" zu unterscheiden.
Die Gefühle, "schwer und dumpf" für "falsch", oder leicht und gut für richtig, entspringen dem Kontrollgedanken.
Ich schreibe aus meiner Perspektive. Und mit dem, was ich erreichen möchte, ist es durchaus falsch für mich, mich vom Ego anbinden zu lassen, und es ist richtig für mich, mich auf Seele einzulassen. Und auf einem Spiriforum setze ich voraus, dass es allen Menschen auf die eine oder andere Weise darum geht, von den Stricken des Egos loszukommen, und nicht etwa sich bewusst noch mehr in die Ego-Welt hinein zu begeben.
Und ja, ich schreibe aus der Perspektive eines Menschen auf dem Weg. Ich schreibe über das, was ich erlebt habe. Und ich erlebe, dass das, was schwer und zäh und dumpf ist, das ist, was das Ego unbedingt will und dafür kämpft, obwohl das SEIN nicht dazu bereit ist. Und das, was leicht und von selbst geht, das ist SEIN. Und ich kontrolliere durchaus, indem ich zum Ziel habe, auf dem SEIN zu surfen, und ich will darin mein Gleichgewicht halten und nicht kopfüber ins Wasser purzeln.
Das ist mein aktueller Stand der Dinge.
Jedoch, so lange nicht erkannt ist, dass keine Kotrolle da ist, und somit der gesamte Kontrollgedanke erloschen ist, wird sich kein "klares Sehen" (welches nicht mit den Augen geschieht, sondern eben diese Form des Fühlens ist), einstellen.
Hm. Ich erlebe durchaus auch im Fühlen einen Ego-Teil, einen kontrollierten Teil. Wenn ich einen anderen Menschen berühre, so setze ich meine Finger bewusst. Ich wähle meine Worte bewusst und kontrolliert. Ich lasse auch die Kontrolle bewusst los, wenn ich sie loslasse. Wenn ich - hier und heute - einfach spontan bin, das kommt allzu oft schlecht heraus. Dann überschreite ich Grenzen anderer Leute, ohne es zu wollen.
Diese Klarheit, die dann da ist, ist absolut nicht zukunftsorientiert. Sie braucht keinen Weg zu sehen, keine Schritte. Sie sieht, dass in diesem Moment, diesem einzigen immer währenden Moment ALLES vorhanden ist.
Das ist der Seelenteil. Daneben existiert ein Ego weiter, das fragt "und wie bezahle ich nun die Miete?" Es können beide Aspekte parallel da sein, und das fühlte sich für mich oft auch seltsam inkohärent an...in der Zwischenzeit hat Ego einen gewissen Lernprozess durchgemacht und geübt, auf diese Klarheit zu vertrauen, und darauf zu vertrauen, dass es gut kommt, auch wenn im Moment noch nicht sichtbar ist, wie es kommt.
Zu sehen, dass alles vorhanden ist - und dies auf der Erde zu leben - sind für mich nach wie vor zwei verschiedene Dinge. Und für mich, als Mensch in einem Körper, ist die Ebene des Egos nach wie vor vorhanden und auch auf dieser Ebene gibt es Dinge zu tun.
grüsse, barbara
Celestine
30.11.2009, 10:41
Barbara,
das Leben verändert sich ja nicht, wenn der Kontrollgedanke aufgegeben wird. Natürlich ist da weiterhin Handeln genau wie vorher, da ist auch Fühlen, genau wie vorher. Ich hab genauso Freude an meiner Familie, oder zum Beispiel an meinem Tanzhobby, und bin sauer, wenn mir mein Vermieter grundlos die Wohnung kündigt, und ich mich ungerecht behandelt fühle, weil meine Wunschjacke nicht auf Rechnung zur Anprobe bestellen kann, sondern Vorkasse leisten soll... na klar!
Es ist nur so, dass das schlechte Gefühl nicht heißt, dass ich meine Wunschjacke deshalb nicht bekommen soll. Und wenn ich mich dem wiedersetzte wird es nur noch schlimmer... Das ist reine Interpretation, und Interpretationen sind Gedanken. Und Gedanken erzeugen Gefühle... und so dreht sich das Karussel immer hübsch weiter.
Ich hab nix dagegen, dass Du Deinen Weg gehst, und aus der Perspektive Deines Weges schreibst. Wie könnte ich auch?! Niemand kann etwas anderes tun, als das. Niemand weiß, wann oder ob es geschehen wird, dass der Blick klar wird. Wobei, meine Perspektive ist, dass der Blick schon sehr oft klar ist, dass lediglich das Erkennen dessen möglicherweise nicht stattfindet - warum auch immer, ich weiß es nicht.
Wie gesagt, keine Kontrolle ist KEINE Kontrolle, und nicht kontrollierte Unkontrollierbarkeit über Argumentation von Gefühlen oder Interpretation von "Seele" oder Nicht-Seele bzw. Ego.
Das Leben geht einfach seinen Lauf. Kein Leben, kein einziges ist besser oder schlechter als ein anderes, keine Entwicklung ist besser oder schlechter als eine andere. Just have fun :D
Astrid
barbara seiler
30.11.2009, 11:19
Hallo Celestine
das Leben verändert sich ja nicht, wenn der Kontrollgedanke aufgegeben wird.
Das erlebe ich ganz anders. Das Leben verändert sich enorm, sobald der Kontrollgedanke aufgegeben wird.
Bei mir hat das natürlich einen grossen Zusammenhang damit, dass ich mich selbständig gemacht habe. Und mit so gut wie gar nichts angefangen habe. Und dringend Kunden brauchte, und ein Einkommen, und meine Reserven aufgebraucht waren.
Kontrolle wär dann gewesen: jede Menge hektischer Aktivität zu entfalten, Werbung zu machen, rumzurennen... oder auch, wie ich es oft erlebte dieses Jahr: an all die schlimmen Dinge zu denken, die passieren könnten, was mich in Erstarrung geführt hat, wo ich gar nichts mehr tun konnte. Ich hatte einfach Angst.
Keine Kontrolle, das ist: atmen und das Gleichgewicht in mir finden. und dann kamen die Dinge fast schon selbst, mit einem Minimum an Werbung, und meist kamen die Kunden nicht dorther, woher ich sie erwartete.
Kontrolle, das heisst auch: ich habe meine Termine, und ich kann mir ausrechnen, wie viel Geld das dann macht, und was ich damit bezahlen kann. Tatsache ist, dass immer wieder mal Schüler im letzten Moment absagen, krank sind, whatever. Dass das, was in der Agenda steht, eben längst nicht sicher ist. Kontrolle heisst dann: Ärger darüber, wenn wieder einer absagt, Ärger darüber, dass wieder so dringend nötiges Einkommen nicht realisiert wird, Angst davor, wie nun diese oder jene Rechnung bezahlt werden kann...
Keine Kontrolle, das heisst: Atmen, sich über die freie Zeit freuen, und bewusst nicht am Schüler klammern, weder ein Worten noch innerlich in Gedanken, ganz egal, wie viel Geld daran hängt und ganz egal, wie wichtig dieses Geld im Moment gerade ist. Zu wissen, es ist in Ordnung, auch wenn dieser oder jener nicht kommt.
Das sind enorme Unterschiede in der Lebensqualität. Das ist der Unterschied von ständiger Angst und Dauerstress und nicht schlafen können und sich selbst klein machen, hin zu Vertrauen und Geborgenheit und sich selbst gross machen - auch gerade was die Ausgaben betrifft, im Vertrauen, es kommt nach. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, was wichtig ist und was zuviel wäre...
Es ist nur so, dass das schlechte Gefühl nicht heißt, dass ich meine Wunschjacke deshalb nicht bekommen soll.
Es gibt Dinge, die brauchen ihre Zeit und ihre Prozesse. Es ist auch immer ein Frage davon, was du wählst, und wenn es irgendwo knorzen und harzen sollte, so hat das durchaus seine Gründe meiner Erfahrung nach.
Wie gesagt, keine Kontrolle ist KEINE Kontrolle, und nicht kontrollierte Unkontrollierbarkeit über Argumentation von Gefühlen oder Interpretation von "Seele" oder Nicht-Seele bzw. Ego.
Jetzt widersprichst du dir, denn im ersten Abschnitt redest du durchaus davon, Kontrolle auf der Ego-Ebene auszuüben. Du kontrollierst die Uhrzeit, wenn du zum Tanztraining gehst, oder wenn die Kinder in die Schule gehen müssen, und Geburtstagsdaten, und Rechnungen zu zahlen, und und und.
Auch du bringst die Ebene des Egos, wo es Kontrolle gibt, zusammen mit der Ebene der Seele, wo es keine Kontrolle gibt. Leben als Mensch hat aber immer beide Aspekte.
grüsse, barbara
Celestine
30.11.2009, 12:01
Guckguck,
ok, nochmal ein Versuch, zu Beschreiben, was ich erlebe, angefangen mit Deinem Beispiel:
Bei mir hat das natürlich einen grossen Zusammenhang damit, dass ich mich selbständig gemacht habe. Und mit so gut wie gar nichts angefangen habe. Und dringend Kunden brauchte, und ein Einkommen, und meine Reserven aufgebraucht waren.
Kontrolle wär dann gewesen: jede Menge hektischer Aktivität zu entfalten, Werbung zu machen, rumzurennen... oder auch, wie ich es oft erlebte dieses Jahr: an all die schlimmen Dinge zu denken, die passieren könnten, was mich in Erstarrung geführt hat, wo ich gar nichts mehr tun konnte. Ich hatte einfach Angst.
Keine Kontrolle, das ist: atmen und das Gleichgewicht in mir finden. und dann kamen die Dinge fast schon selbst, mit einem Minimum an Werbung, und meist kamen die Kunden nicht dorther, woher ich sie erwartete.Beides ist Kontrolle: Die Motivation unterscheidet sich, das ist alles. Ersteres, was Du als kontrolliertes Verhaltet beschreibst, ist wie Du ja selbst feststellt, angstmotiviert. Letzteres, ist im weitesten Sinne "positives Denken", die Motivation ist also, Selbst-Vertrauen. Das dann Kunden irgendwo her kamen, wo Du nicht mit gerechnet hast, was Du diesem Punkt zuschreibst, ist wieder Interpretation. Die Kunden wären so oder so gekommen.
Kontrolle, das heisst auch: ich habe meine Termine, und ich kann mir ausrechnen, wie viel Geld das dann macht, und was ich damit bezahlen kann. Tatsache ist, dass immer wieder mal Schüler im letzten Moment absagen, krank sind, whatever. Dass das, was in der Agenda steht, eben längst nicht sicher ist. Kontrolle heisst dann: Ärger darüber, wenn wieder einer absagt, Ärger darüber, dass wieder so dringend nötiges Einkommen nicht realisiert wird, Angst davor, wie nun diese oder jene Rechnung bezahlt werden kann...
Keine Kontrolle, das heisst: Atmen, sich über die freie Zeit freuen, und bewusst nicht am Schüler klammern, weder ein Worten noch innerlich in Gedanken, ganz egal, wie viel Geld daran hängt und ganz egal, wie wichtig dieses Geld im Moment gerade ist. Zu wissen, es ist in Ordnung, auch wenn dieser oder jener nicht kommt. Was ist daran falsch, die Lebenssituation zu regeln? Dazu gehört alles, was Du oben beschreibst, und natürlich tut man das, und natürlich geschehen unvorhersehbare Dinge. Was denn sonst? Nur weil alles (manchmal, nein, überwiegend!) scheinbar "kontrolliert läuft", ist es noch lange nicht so.
Damit kannst Du dann wieder - wie Du es ja auch beschreibst, angst-motiviert oder selbst-vertraut-motiviert umgehen. Diese Wahl hast Du - so lange Du sie brauchst.
Das sind enorme Unterschiede in der Lebensqualität. Das ist der Unterschied von ständiger Angst und Dauerstress und nicht schlafen können und sich selbst klein machen, hin zu Vertrauen und Geborgenheit und sich selbst gross machen - auch gerade was die Ausgaben betrifft, im Vertrauen, es kommt nach. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, was wichtig ist und was zuviel wäre...Ganz genau. Aber beides ist Kontrolle. Nur das sich die zweite wesentlich besser anfühlt, und es ein sehr schön entspannter Weg ist, diese Richtung zu wählen. Das würde auch ich jedem empfehlen! :) Was aber nicht heißt, dass es auf diese Art und Weise leichter ist, als durch Angst, oder Leiden zu lernen. Es gibt da kein leichter oder schwerer, besser oder schlechter, alles geschieht einfach. Und manchmal geschieht es eben, dass Menschen sich zu entscheiden scheinen, das Leiden aufzugeben, und den leichteren Weg mal für ein Millisekündchen auszuprobieren. Und plötzlich ist da Klarheit.... oder auch nicht... oder umgekehrt, ein lange Zeit leichter Weg erfährt einen Schicksalsschlag, und alles wird offenbar... oder oder oder, who knows?!
Es gibt Dinge, die brauchen ihre Zeit und ihre Prozesse. Es ist auch immer ein Frage davon, was du wählst, und wenn es irgendwo knorzen und harzen sollte, so hat das durchaus seine Gründe meiner Erfahrung nach.Prozesse finden statt. Alles weitere ist Interpretation. Gründe lassen sich immer finden, für alles.
Jetzt widersprichst du dir, denn im ersten Abschnitt redest du durchaus davon, Kontrolle auf der Ego-Ebene auszuüben. Du kontrollierst die Uhrzeit, wenn du zum Tanztraining gehst, oder wenn die Kinder in die Schule gehen müssen, und Geburtstagsdaten, und Rechnungen zu zahlen, und und und.
Ja, na klar sieht es so aus, als hätte ich "alles unter Kontrolle". Ich mach das, was ich mache, und überwiegend scheint es so zu sein, als würde sich das Leben tatsächlich nach meinen Plänen richten. Genau das macht die ganze Illusion ja so glaubwürdig. Ziemlich selten läuft da was aus dem Ruder, und wenn, dann läßt sich das bestimmt wieder zurechtbiegen, durch das nächste, was ich tue, oder ich suche mir eine hübsche Interpretation dafür aus, welchen übergeordneten Sinn diese Erfahrung jetzt hat.
JA, so bin ich! Sowas tue ich! Klar erscheine ich so. Das ist der Mensch Astrid. Ich distanziere mich auch nicht davon. Ich weiß, es gab eine Zeit, da hab ich das ganz anders gesehen und tatsäch geglaubt, spirituelle Entwicklung könnte im Zusammenhang damit stehen, das Leben zu verändern. Tut es aber nicht. Trotzdem scheint es irgendwie - und ich hab echt keine Ahnung warum - der Weg zu sein, den viele Charaktere gehen, die spirituelle bzw. Bewußtseins-Entwicklung anstreben.
Ganz ehrlich: ich bin ich ganz schön froh, dass ich diesen Krampf hinter mir habe! Ich muss da nix mehr auseinanderrupfen und Ebenen unterscheiden, und hineinspüren und und und. Ich bin frei. Und dabei hat sich rein gar nix geändert, obwohl sich alles geändert hat. Ich kann es nicht besser beschreiben, als ich es versucht habe. Aber ich kann es immer wieder versuchen...
Liebe Grüße,
Astrid
Roadrunnerfn
30.11.2009, 12:23
Ich denke, dass wir hier ganz allgemein eines sehen sollten:
Kontrolle ist in ihrer Bedeutung sehr vielschichtig.
Und ich meine, bei Euch bereits unterschiedliche Definitionen herauszulesen.
Wie kontrolliert man?
Es gibt den ganz normalen Kontrollwahnsinn:
"Habe ich den Wohnungsschlüssel eingesteckt?"
"habe ich das Licht im Keller ausgemacht?"
Bei einigen Menschen schnappt das ja über zu einer Manie.
Ähnlich, aber in einer anderen Branche angesiedelt:
"hat DER ANDERE das Licht im Keller ausgemacht?"
und daraus verschärft:
"hat der anderen kontrolliert, ob ich das Licht im Keller ausgemacht habe?"
d.h.: FÜHLE ich MICH kontrolliert?
Das sind mE sehr negative Kontrollvorgänge, die wir aber mit betrachten sollen.
Kontrolle kann ganz in sich gekehrt sein:
"Ich WEISS, dass ich das Licht im Keller ausgemacht habe. Ich misgünstle nicht dem anderen, der das kontrolliert, weil ich sowohl meine Gefühle kontrolliere als auch Verständnis für ihn habe."
oder:
"wenn ich einen Zettel an die Kellertür hänge, vergesse ich nicht...."
oder
"wenn ich zu XY sage, bitte jeden Abend zu kontrollieren..."
..aktive Maßnahmen also zur Sicherung des Lebens.
"Guten Tag, ich biete ihnen eine Kellerlichtversicherung zu unschlagbaren Konditionen an...."
...doofe Maßnahmen für ein Gefühl, die Dinge unter Kontrolle zu haben.
Das ist all das, was an der Oberfläche schwimmt.
Tief darunter cooperiert Kontrolle mit Willen, aber auch mit Angst. Der Bogen läuft von der Angst über den Wunsch, ETWAS zu tun zur Hoffnung auf wohlgelungenen Ausgang.
Anstatt Angst fällt mir aber auch eine positive Motivation ein, nur find ich keinen Namen zu. Der Wille, sich mit positiven Dingen, ungezwungenen Dingen bereichern, belohnen zu wollen: unsereHobbys, unsere Interessen.
Ich GLAUBE,
daß LEBEN im allg. Körper, Seele und Ego umschliesst. Je nach "Bewusstheit" in unterschiedlicher Gewichtung und Ausprägung.
Damit stehe ich als MENSCH stets in einem Mischverhältnis, welches ich durch Erkenntnis verändern kann.
ABER stets sind alle Teile in mir, als Gesamtheit MENSCH.
Ich persönlich betrachte die Seeleneben als etwas, was für mich sehr unbeschreiblich ist. Ich vermute dort Gelöstheit, Freiheit, Ungebundenheit in einer reinen Form. Davon sind Menschen weit entfernt. Die einen mehr, die anderen weniger.
Körper ist mehr und mehr nur ein Ergebnis. Eine Art Nebenprodukt. Etwas, das AUS Wirkung heraus hinter dem Gleichzeichen ALS Wirkung steht.
Somit sehr unbedeutend geworden für diese Diskussion, bildet Körperlichkeit doch die Wirkung, auf die Ego schaut:
Hier entsteht Wertung. Be-wertung.
Und mit der Bewertung, mit dem Urteil entsteht der Wunsch, dieses Urteil nicht nur zu fällen, sondern die ursprüngliche Wirkung zu beeinflussen, damit das Urteil anders aussehen kann. Nach meinen Wünschen.
Hier sitzt der Kontrollgedanke.
Und nun kommt, (endlich) wo ich meine, dass Ihr ein bissel aneinander vorbeiredet:
Wieder eines dieser Paradox...i...xa..xen...
Zum einen entsteht durch die ursprüngliche Wirkung ein Zustand, der die Unkontrollierbarkeit des Lebens bestimmt. ZUERST ist ETWAS, das wir bewerten.....das ist nicht kontrollierbar.
Zum anderen wird durch das Urteil das Leben zur Kontrolle. Bis wir ERKENNEN, kontrollieren wir bereits. Beiderseits bewusst und unbewusst.
Kontrolle ist also so vielschichtig, dass sie in einen bewussten und unbewussten Bereich reicht. Sie ist zum einen ganz simpler Teil unseres täglichen Lebens, reicht aber hinab (oder hinauf? :) ) bis hin zu unserem innigsten SEIN als Mensch.
So weit, dass man Kontrolle gar als "Grund" für die Existenz des Egos sehen kann...oder sie zumindest Hand-in-Hand gehen lassen.....
Wieder mal weiss ich nicht, obs jemand versteht...lang genug ists zumindest :o
Grüssle
Frank
Celestine
30.11.2009, 12:53
Hallo Frank,
schön geschrieben :) Vielleicht stimmt das ja sogar, ich weiß es nicht :D
Auf jeden Fall erscheint es als ein wesentlicher Knackpunkt im menschlichen Leben, dieses Kontrollding. Und ich weiß nicht, ob es ein Ziel gibt, das aufzulösen - oder nicht. Ich weiß immer noch nicht, was der Sinn des Lebens ist, ob es ihn überhaupt gibt, und so sehe ich den einzigen Sinn einfach im Leben - egal wie es ist. So bin ich schon hier hineingeboren. Dann hab ich jede Menge Wege eingeschlagen und Standpunkte eingenommen und Erfahrungen gemacht, und das alles geprüft, bewertet und interpretiert, irgendwann total kollabiert, als das Lichtlein aufging, dass schlichtweg alles wahr ist... ja und dann...? Ratlosigkeit und Leere. Und dann, nichts, nur wieder das Leben, Astrid.
Nur Astrid ist jetzt ASTRID. Das Gleiche GLEICH. Dafür sind keine Worte da. Manche versuchen es so auszudrücken, indem sie das Wörtchen "ich" nicht mehr benutzen. Das passiert bei mir auch. Aber Astrid ist trotzdem, und deshalb ist auch ich. Und ASTRID war die ganze Zeit. Astrid und ASTRID sind nicht verschieden. Da waren nur Wege, und Standpunkte, und Erfahrungen --> Gedanken, Bilder, Geschichten.
Jetzt ist es toll, dies alles weiterhin zu haben. Und zu sehen, wie reich all das ist, weil es UNSER ALLER IST.
Denn der Name ist austauschbar. Dazu muss Frank sich nicht verändern, genauso wenig wie Barbara, und jeder, der das liest.
Kontrolle ist dazu überhaupt nicht notwendig. Es ist paradox. Du gibst sie auf, und das fällt unglaublich schwer. Da sind so viele Widerstände, so viele Fitzelchen wo Du dran hängst, und dann all die Du nicht siehst, und wenn sie sichtbar werden, dann klammerst Du daran, und findest Namen und Gründe dafür... wow, und wofür das alles? Nur um dann, wenn Du es endlich schaffst, alles lsozulassen, festzustellen, dass Du NIEMALS irgendetwas in Deinen Händen hattest.
Irre ist das! Da halten wir an etwas fest, dass wir gar nie in Besitz hatten und auch niemals haben werden. Eine Illusion glaubt an sich selbst. Das macht Karusselle im Kopf, diese Vorstellung! Das das überhaupt möglich ist. Doch genau so ist es.
Liebe Grüße,
Astrid
barbara seiler
30.11.2009, 20:10
Hallo Astrid
Es gelingt mir auch nicht, dich zu fühlen in dem, was du schreibst. Da resoniert nichts.
grüsse, barbara
Celestine
01.12.2009, 08:00
OK ;)
Roadrunnerfn
01.12.2009, 10:33
Hallo Astrid, hallo Barbara,
also, das Thema ist ja auch nicht einfach!
Wobei ich mir auch etwas schwer tu:
Astrid erzählt, alles losgelassen zu haben....ALLES.
Das ist für mich dieser oft beschriebene Daseins-Eklat:
Damit bricht alles Menschliche zusammen.
Wir sind als Menschen in unserem Wesen doch "behaftet".
Das ist irgendwie per se so....so denke ich es zumindest.
Und letztenendes:
auch das "Loslassen" ist schliesslich "nur" subjektive Wahrnehmung. Aber können wir ganz losgelassen haben und gleichzeitig MENSCH sein?
Das krieg ich nicht übereinander.
Mehr noch.
Das ist mein Trost, meine Erklärung, meine Ausrede und Entschuldigung für alles, was mir nicht perfekt gelingt. Am Ende eben eine Entschuldigung für mich....
Mit dieser Unperfektheit, mit dieser unvollkommenen Behaftung kommt die (logische!!!) Erklärung der Unkontrollierbarkeit des Lebens:
Leben ist Sinn. IST Sinn.
Das "Ersinnen" der Welt durch uns ist REINE Subjektivität. Leben ist Subjektivität.
Und wir wissen ja, was wir von der Subjektivität zu halten haben. Sie ist unser Selbsteigenes Leben, eine Ego-Ich-Erfahrung, weil Mensch-LEBEN ohne Mensch-Ego nicht geht.
Unser menschliches Dasein ist also von vornherein mit der Unschärfe der Subjektivität beschlagen. In ALLEN Belangen.
Wenn Astrid nun einen Weg gefunden hat, das aufzulösen:
Wow! Hut ab! Ich beneide Dich!
Nur hätte ich gedacht, dass wir zu diesem Punkt irgendwie als reine Seele nach irgendwohin aufsteigen, und nicht weiter zur Arbeit gehen.
Astrid, jede Ausführung von Dir dazu würde ich verschlingen!
Wenn Du mir das vermitteln kannst, dann hab ichs geschafft! :)
Barbara, Du scheinst mir wintermüde zu sein.
Was ist los?
Das klang gestern irgendwie alles ein bissel mut- und kraftlos!?!
Grüssle
Frank
barbara seiler
01.12.2009, 11:50
Halle Frank
Winterfaul schon, aber das ist in Ordnung. Das Jahr geht dem Endspurt zu, ich habe etwas weniger Verpflichtungen im Moment, ich werde dieses Jahr kaum noch etwas Neues anfangen, sondern mich so langsam in meinen Winterschlaf zurückziehen, sinnieren, Pläne machen, Bilanz machen und meine Vision für das neue Jahr schreiben, Artikel schreiben, zeichnen, gut essen aufräumen... das ist gut und richtig so.
Sie ist unser Selbsteigenes Leben, eine Ego-Ich-Erfahrung, weil Mensch-LEBEN ohne Mensch-Ego nicht geht.
Es ist natürlich auch eine subjektive Erfahrung des grossen Unmanifestierten, der Urquelle. Dort ist der Ort, wo Subjektivität und Objektivität zusammenfallen, weil das, was subjektiv erfahren wird, alles ist, was ist.
Was ist los?
Das klang gestern irgendwie alles ein bissel mut- und kraftlos!?!
nein, ich wusste einfach nicht, was ich auf Astrids Text antworten sollte. Ich bin eine halbe Stunde vor dem Compi gesessen und hab geschrieben und wieder gelöscht und wieder geschrieben und wieder gelöscht. Und mich ständig gefragt: worum geht es hier nun? Und wo steckt da ein Mensch in diesem Text? Ist da jemand? Eine einigermassen brauchbare Antwort habe ich nicht. Bloss eine Ahnung, ein Gefühl.
grüsse, barbara
Nur hätte ich gedacht, dass wir zu diesem Punkt irgendwie als reine Seele nach irgendwohin aufsteigen, und nicht weiter zur Arbeit gehen.
Hi Frank,
ich habe ja schon öfter gefragt, was Du willst. Ist es das?
Als reine Seele nach irgendwohin aufsteigen?
Und: warum kann eine reine Seele nicht weiter zur Arbeit gehen? :D
Und kann mir mal jemand sagen, warum ihr immer das EGO als eine Form "eingekapselte Gedanken in Summe all meiner Unzulänglichkeiten" darstellt?
ist ja schrecklich...
barbara seiler
01.12.2009, 11:55
Und: warum kann eine reine Seele nicht weiter zur Arbeit gehen? :D
So ohne Körper dürfte die Kommunikaton mit den Kollegen und das Bedienen von Maschinen gewisse Schwierigkeiten bereiten.:D
Und kann mir mal jemand sagen, warum ihr immer das EGO als eine Form "eingekapselte Gedanken in Summe all meiner Unzulänglichkeiten" darstellt?
oh! Ich hoffe, ich täte das nicht. Für mich ist Ego mein Gefäss, meine Werkzeug des irdischen Lebens. Das als Werkzeug natürlich gewisse Grenzen hat, und gewisse Möglichkeiten, aber als Werkzeug ist es ein gutes Werkzeug. "unzulänglich" wird es erst, wenn es als Ego meint, die Aufgaben der Seele übernehmen zu müssen.
grüsse, barbara
"unzulänglich" wird es erst, wenn es als Ego meint, die Aufgaben der Seele übernehmen zu müssen.
Ich finde, das hast Du sehr schön formuliert und es ist sehr treffend.
:drück:
Roadrunnerfn
01.12.2009, 16:29
Hi Theo,
das ist nun mal mein Naturell...:o
Es ist meine Aufgabe, auch im Job, FEHLER zu suchen.
PROBLEME zu lösen.
Darum suche ich nach Fehlern und Problemen.
Sicherlich ist EGO auch etwas, das hier in der Welt viel kann. Ego ist auch ethische Motivation. Ego ist Antrieb.
Alles Dinge, die wir in dieser Welt benötigen.
Und das "in Einklang" zu bringen, Theo, das ist mein Ziel.
Es ist für so verbockterte Köpfe wie meinen ein grosser Fortschritt, auch nur zu sehen, dass ein völliges Loslassen eigentlich auch eine Auflösung bedeutet.
Ich will auch keine Welt ohne Probleme, ich will keine Lösungen auf dem silbernen Tablett.
Ich will nur meinen Weg ohne Bauchschmerzen gehen können.
Und das kann ich noch nicht.
Ich möchte Lösungen angehen um der Lösung willen. Mit klarem Kopf und ruhiger Hand.
Aber das tut nicht. NOCH sind es immer Probleme, die ich irgendwie in der Hektik, im Stress und mit zitternder Hand löse.
Nein, keine Frage.
Ich hab hier in der Welt noch was vor: einige Jahre in Frieden zu leben.
Und das muss ich noch lernen.
Alles auflösen und davonfliegen: nein!
Zum einen ists einfach: Strick, Kanone, ICE, Betonfüsse und Wasser....
Zum anderen will ich wirklich HIER meinen Frieden finden.
Als MENSCH.
Grüssle
Frank
Und das "in Einklang" zu bringen, Theo, das ist mein Ziel.
Es ist für so verbockterte Köpfe wie meinen ein grosser Fortschritt, auch nur zu sehen, dass ein völliges Loslassen eigentlich auch eine Auflösung bedeutet.
Hallo Frank,
also da muss ich einhaken:
Verstehst Du "Auflösen" im Sinne von "verschwinden, weg, ende nix mehr..."?
Ich denke "Auflösen" ist eher "ein aufgehen in, ein Teil werden von..."
Was ich sagen will: Du musst doch gar nix "in Einklang" bringen, weil es doch schon im Einklang IST. Auch wenn Du das partout nicht einsehen willst. Sturkopf.:handsch:
Celestine
01.12.2009, 16:58
Wenn Astrid nun einen Weg gefunden hat, das aufzulösen:
...
Astrid, jede Ausführung von Dir dazu würde ich verschlingen!
Wenn Du mir das vermitteln kannst, dann hab ichs geschafft! :)Frank, ich hab gar nix "gemacht". ...Außer vielleicht eine Entscheidung getroffen, aber nicht so, wie ich sonst entschieden habe, es war eher ein "alles Hinschmeißen", aber ohne Paukenschlag oder Knall, oder sonstwas,... ne auch nicht. Ich hab nichts gemacht. Wirklich nicht. Einfach nichts, bzw. nichts bestimmtes, nur das was ansteht. Da gab es keinen "bewußten Moment", keinen "Shift" oder irgendwas fixes, bestimmtes, woran ich irgendwas festmachen könnte.
Im Alltag, in dem was stattfindet wurde mir dann erst bewußt dass irgendwas anders ist, ganz klar, ganz offenbar, aber nicht mit dem Verstand greifbar, ich kann es offensichtlich nicht rüber bringen... Tut mir leid!
Grüße,
Astrid
Roadrunnerfn
01.12.2009, 21:17
Hallo Ihr,
also, "Auflösen" ist für mich immer im Kontext zu sehen. Menschsein löst sich auf und ist weg..als Menschsein.
Auflösen im Sinne von Probleme lösen ist zwar allgemeiner, aber im Grunde doch auf die Probleme bezogen sehr direkt:
aufgelöst--weg!
Menschsein ist für mich folgendes Bild:
DAS göttliche SEIN betrachtet als "Betrachter" die Information, die ich-Frank-Mensch bin. Nur dieses allumfassende SEIN kann diese Betrachtung allumfassend vornehmen, weil ICH aus unendlich vielen Informationen bestehe in einem unendlichen Informationsuniversum.
Die Hauptkategorien dieser Information sind Körper, Seele und Ego. Sie zusammen bilden MICH, als wahrnehmenden Organismus in einer materiellen Welt. Wobei die Welt der Körperebene nahe ist, die Seele dem SEIN und das Ego dem MICH.
Ich sage, LEBEN ist nur in der Kombination möglich.
Alleine die Seele scheint mir ohne Körper oder Ego existieren zu können, aber das ist alles sehr schwammig in meinem Kopf.....:o
ABER: wenn ich von allem Ego- oder Körperbehafteten ablassen würde, dann wäre das, da bin ich mir sicher, mein Tod als MENSCH.
Dass eine "Erleuchtung" allerdings auf einer "Nebenschiene" laufen kann, das könnte ich mir vorstellen. Nicht WIE, aber DASS!
Mir wird nur eins immer klarer:
solange mein Kopf SO tickt, wird das nix... :D
Grüssle
Frank
Celestine
03.12.2009, 11:45
Hab gerade Texte gefunden (kurz und knackig), von Werner Ablass, die ziemlich genau beschreiben, was ich erlebe (im Hinblick auf die Erfahrungsebene - ich kann nicht "sagen", dass ich mich als Gott empfinde, so wie er das tut):
Einer davon ist dieser hier:
[/URL][URL]http://www.wernerablass-coaching.de/pdf/Hoelle.pdf (http://www.wernerablass-coaching.de/pdf/Ran%20an%20den%20Speck.pdf)
Die anderen liegen hier:
http://www.wernerablass-coaching.deInspiration.html?domain=wernerAblass& (http://www.wernerablass-coaching.de/Inspiration.html?domain=wernerAblass&)
Liebe Grüße,
Astrid
Hab gerade Texte gefunden (kurz und knackig), von Werner Ablass, die ziemlich genau beschreiben, was ich erlebe (im Hinblick auf die Erfahrungsebene - ich kann nicht "sagen", dass ich mich als Gott empfinde, so wie er das tut):
Einer davon ist dieser hier:
http://www.wernerablass-coaching.de/pdf/Hoelle.pdf
Die anderen liegen hier:
http://www.wernerablass-coaching.deInspiration.html?domain=wernerAblass& (http://www.wernerablass-coaching.de/Inspiration.html?domain=wernerAblass&)
Liebe Grüße,
Astrid
Hey Astrid,
Danke für den Link, sehr interessant. Mir geht's sehr ähnlich.
Ich habe IN DER TAT eine ganze Zeit lang wie in einem Spiel gelebt, und zum Teil tue ich das immer noch. Es ist wie ein "herabsehen" auf die Welt. (Wobei ich damit weder mich erhöhen, noch andere Herabsetzen möchte)
Aber ganz stimmt das für mich nicht, denn etwas finde ich nicht zutreffend, und zwar den Umkehrschluss, dass wenn ich Gott bin, sei Gott ich. (Wobei ich Gott hier als das verstehe, wie es in den ganzen Diskussionen hier von mir schon "definiert" wurde). Das ist, als wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt.
Die Aussage ist, ich bin nicht ein Teil der Welt, sondern die Welt ist ein Teil von mir.
Ich weiss, wie sich das anfühlt. Aber es ist nicht die letzte Erkenntnis.
Immer wenn ich solche Beiträge wie diesen verfasse, fühle ich mich noch eigenartiger als sowieso schon... :durchdreh:
barbara seiler
03.12.2009, 12:35
Hi
Ablass (was für ein Name!:D) schreibt:
die Geister, die guten sowohl die bösen, müssen als Illusion durchschaut werden. Und zwar, indem die Gefühle (er meint wohl das, was ich als Emotionen bezeichne) "umarmt und zerliebt" werden.
genau um das geht es mir. Das ist es, was ich zu beschreiben versuche.
Und all das kriege ich, als der Mensch der ich bin, auch nur auf die Reihe, wenn ich die Geister anschaue, mein panisches Ego beruhige und dann hindurchgehe - durch die Angst, durch die Panik - zur Energie, die ich dann integrieren kann, bzw die ich als Teil von ICH-BIN erkennen kann und erkenne, dass mir das Ego vorspielen wollte, da hätte es sich um etwas Fremdes, um ein nicht-ich, gehandelt. Und das ist, tatsächlich, nicht eine andere Art von Kontrolle, sondern das Loslassen der Kontrolle und die Hingabe ans Sein. Mein Standardmodus ist nun mal nach wie vor die Identifikation mit dem Körper, die Wahrnehmung der Welt aus dem Ego heraus.
grüsse, barbara
barbara seiler
03.12.2009, 12:39
Aber ganz stimmt das für mich nicht, denn etwas finde ich nicht zutreffend, und zwar den Umkehrschluss, dass wenn ich Gott bin, sei Gott ich. (Wobei ich Gott hier als das verstehe, wie es in den ganzen Diskussionen hier von mir schon "definiert" wurde). Das ist, als wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt.
die Frage ist wohl, welche Sorte Ich. Das Ego, das sagt "ich bin Gott", ist einfach grössenwahnsinnig. Was ja passieren kann, und offenbar relativ einfach, wenn die passenden Umstände gegeben sind. Ich las letzthin, dass zB der Präsident der französischen Republik, aktuell ein gewisser Herr Sarkozy, diesen Grössenwahn praktisch nicht vermeiden kann, da er in seiner Eigenschaft als Präsident wie ein Halbgott behandelt wird. Frankreich hat nach wie vor seine Sonnenkönige... *g*
Doch das "ich-bin", das Wunderbare, Unverständliche, Seiende... das den Kern und das Leben aller Wesen ist... das ist natürlich Gott, und in dem Sinne, als ich-Mensch daran teilhabe und ich mein Leben und meine Form daraus schöpfe, habe ich teil an Gott. bzw bin ich Gott.
grüsse, barbara
Celestine
03.12.2009, 14:19
Immer wenn ich solche Beiträge wie diesen verfasse, fühle ich mich noch eigenartiger als sowieso schon... http://www.spiriforum.net/forum/images/smilies/%7Emore1/smilie_augenroll.gif
Yepp, das geht mir genauso. :gocrazy:
Also doch: zurück zum Smalltalk :koenig:
Roadrunnerfn
03.12.2009, 14:57
es ist schon interessant, wie sich viel Erlebtes doch sehr ähnlich bis gleich anhört; wie jeder seine Worte findet, es zu beschreiben.
Auch ich versuche, Dinge "aus der Vogelperspektive" zu betrachten.
Sich herausnehmen.
Aber nicht flüchten, sondern umdrehen und SCHAUEN!
Das hilft mir meist nicht direkt, aber es beruhigt und nimmt dem wilden Ego diesen Wirbelwind, der alles durcheinander schmeisst.
Barbaras Beschreibung fand ich jetzt extrem nah:
nicht "Gott sein" im Sinne des Ego-Wahnen Grössenrausches, sondern GOTT SEIN.
Das empfinde ich auch nicht als Schwanz, der mit dem Hund wedelt. (lol...einer der geilsten Sprüche..btw...)
Ich habe da eher eine Idealform im Kopf:
eindimensional DER Punkt. DIE Mitte
zweidimensional der Kreis. Unendlich rund, geschlossen und in sich übergehend.
Dreidimensional die Kugel. Der ideale Körper, die perfekte Rundheit.
Vierdimensional eine sich in der Zeit dehnende Körperlichkeit
ALL-dimensional das unvorstellbare. DER GOTT.
Kein Paradoxon, sondern eine in sich fliessende Idealform.
Nun muss ich neidisch bekennen, dass dieses "in-sich-fliessen" offenbar nur von mir noch nicht so wirklich bewusst erlebt wurde. Nur ansatzweise.
Klar wird, dass Natürlichsein, Ungekünsteltsein nahe an diesem Fliessen ist.
Auch wenn es negative Ströme sind, die fliessen.
Hm.
Wäre ja der logische Schluss, dass ich versuchen könnte, meine "Ich-Kugel" ein wenig zu verändern.
Die negativen Ströme ableiten, stumpfe Stellen polieren und mich in meinem Welt-Sein in meine ich-Kugel hinein ausdehnen.
Ja, vielleicht liegts -bildlich gesprochen- daran, dass wir unsere Kugel nie ganz ausfüllen. Wir rühren lieber innerlich in der Schei**** bis es schäumt.
Noch ein Gedanke dazu:
wenn die Kugel voll ist, auch mit Negativem, dann endet die hektische Bewegung und die Konzentration kann auf die Betrachtung der ich-Kugel gelegt werden:
GOTT (ich) schaut auf mich.
Alle anderen Inhalte stehen still. Welt steht still.
..das gefällt mir.....
Grüssle
Frank
P.S.:
Wer Smalltalk benutzt oder in Umlauf bringt oder benutzten oder in Umlauf gebrachten Smalltalk besitzt wird mit einer Laberstrafe nicht unter 30 Tagesbeiträgen bestraft.
Roadrunnerfn
03.12.2009, 15:05
Astrid, Dein neuer Avatar ist SO was von geil.
Gefällt mir viel besser als der Engel (mit dem ich generell dasselbe Problem habe wie mit dem personifizierten Gott. Ich glaube nicht an Geistwesen in Menschenform mit Schwanenschwingen dran)
Aber ich suche einen wirklichen Glauben an Geistwesen.
Und ich kann mir vorstellen, dass eine gewisse Vorprägung bei manchen Menschen dazu führt, dass sie "Engel" wirklich "sehen".
blabla rhabarber...ich hab heut einen Quasseltag.
Ich wollte nur sagen, dass Dein neuer Avatar mir gefällt.
:o
Grüssle
Frank
Celestine
03.12.2009, 15:18
P.S.:
Wer Smalltalk benutzt oder in Umlauf bringt oder benutzten oder in Umlauf gebrachten Smalltalk besitzt wird mit einer Laberstrafe nicht unter 30 Tagesbeiträgen bestraft.
:aaah::schreck::schock:
*mischvomackermach*
ne Quatsch, Ernst beiseite :kaputtlach:
Und nochmal von vorn.
Es ging ja um die Unkontrollierbarkeit des Lebens.
Muss man sich da nicht vorweg fragen, wie definiere ich Leben? Ist es nur das was "passiert", oder schließt es auch das "Innenleben" der Person, die das "Passieren" wahrnimmt ein? Für mich bedeutet es letzteres: Das gesamte Menschsein als Individuum Astrid, mit allem was ich wahrnehme, innen und außen.
So. Und da stelle ich fest, dass ich durchaus nicht emotionslos werde, dass es mir aber auch nichts bringt, in Emotionen einzutauchen - weder in positive noch in negative. Es nimmt den negativen den Schrecken, sie bis zum Ende zu fühlen, statt sie zu vermeiden. Sie lösen sich dann auf. Das stimmt. Positive Emotionen können sich aber auch auflösen. Hmm. Ich behaupte lediglich - aus meiner Erfahrungsperspektive - dass auch diese Emotionen im Grunde unkontrollierbar sind.
Verschwindet der Kontrollgedanke, verschwinden auch viele Emotionen gleich mit ihm, nämlich alle die, die an offenen oder versteckten Gedanken hängen. Die, die dennoch kommen, ziehen vorbei, wie Wolken. Ja, genauso ist das.
Lediglich bei der Liebe empfinde ich das anders. Diese erkenne ich nun neu, sie ist nun stiller, und gleichzeitig voller. Sie ist, wie die Pixel in einem ganz scharfen Foto, das man anschaut, ohne sie direkt zu sehen, und trotzdem schaut man eigentlich nur auf all diese vielen Punkte, sieht sie, und gleichzeitig auch nicht, weil man das sieht, was auf dem Foto abgebildet ist...
Also, Emotionen (auf-)lösen, egal auf welche Art und Weise, führt schon zum Kern des Wesens Mensch, das sehe ich ein. ABER, die Motivation, das zu tun, und die Resutate aus diesem Tun, sind das, was einfach passiert.... Und schon drehen wir uns wieder im Kreis... Egal... Oder?!
:pc_freu:
Celestine
03.12.2009, 15:21
Astrid, Dein neuer Avatar ist SO was von geil.
Gefällt mir viel besser als der Engel
Danke Frank, das ist schon ganz lange mein Desktop-Bild.
Ich muss Dir allerdings mitteilen, dass sich darin auch sowas wie ein Engel versteckt.... hoffentlich magst Du es trotzdem weiterhin ;)
Hier geht es zu all den wunderschönen Bildern von Rassouli:
http://www.rassouli.com/
barbara seiler
04.12.2009, 08:23
Muss man sich da nicht vorweg fragen, wie definiere ich Leben? Ist es nur das was "passiert", oder schließt es auch das "Innenleben" der Person, die das "Passieren" wahrnimmt ein? Für mich bedeutet es letzteres: Das gesamte Menschsein als Individuum Astrid, mit allem was ich wahrnehme, innen und außen.
Hi Celestine
welchen Grund könnte es denn geben, dass Innenleben vom "Leben" auszuschliessen...? Gerade die Motivationen, das Empfinden, die Bewertungen, unsere Beziehung zur Welt und den Menschen, die Träume, die Gedanken machen ja das Leben aus... die "passieren" ja gleichermassen wie es passiert, dass ich sitze, gehe, stehe, esse... nur ganz tief drin ist ein Kern, der nicht *passiert* und nicht *existiert*, sondern der einfach IST.
Verschwindet der Kontrollgedanke, verschwinden auch viele Emotionen gleich mit ihm, nämlich alle die, die an offenen oder versteckten Gedanken hängen. Die, die dennoch kommen, ziehen vorbei, wie Wolken. Ja, genauso ist das.
Ja, der Vergleich mit dem Wetter ist gut. Heute regnet es (bäh:regen:), das kann ich nicht verändern, aber ich kann sehr wohl bestimmen, wie ich mich zu diesem Regen verhalte. Ich kann zum Beispiel mal den Schirm NICHT vergessen, sondern ihn mitnehmen, und werde einigermassen trocken bleiben. Oder ich könnte auch das nächste Flugzeug in die Karibik nehmen und mich mit nem kühlen Drink an den Strand legen, dann geht mich der Regen hier nichts mehr an.:sstrahl:
Das Wetter ist, was es ist, die Kunst ist wohl zu lernen, jedes Wetter zu schätzen und zu geniessen, egal wie es ist. Obwohl, bei Regen fällt mir das durchaus nicht ganz einfach. alles andere ist besser als dieses trübe, traurige, graue, nasse, Wetter... aber egal, dann schau ich eben nicht aus dem Fenster.
Lediglich bei der Liebe empfinde ich das anders. Diese erkenne ich nun neu, sie ist nun stiller, und gleichzeitig voller.
Ich würde Liebe auch nicht als Emotion bezeichnen, auch wenn sie oft über die Emotionen definiert wird, die sie auslöst. Eher als ein Kontakt von Seele zu Seele - das ist wunderschön und bedingungslos, die Egos hier unten kommen damit aber nicht unbedingt klar.
Also, Emotionen (auf-)lösen, egal auf welche Art und Weise, führt schon zum Kern des Wesens Mensch, das sehe ich ein. ABER, die Motivation, das zu tun, und die Resutate aus diesem Tun, sind das, was einfach passiert.... Und schon drehen wir uns wieder im Kreis... Egal... Oder?!
naja, ich kenne für mich keine andere Motivation als: Flucht nach vorne. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie jemand sowas, jetzt vom Ego her gesprochen, freiwillig tun könnte... es ist meist einfach die Wahl des kleinsten Übels. Alle anderen Möglichkeiten in dem Moment sind einfach nocht besch.....ener :p
Und wenn ich-Ego von Anfang an gewusst hätte, wie es sich entwickeln wird, ich hätte mich NIE NIE NIE damit einverstanden erklärt. Aber Ego wird hier ja nicht gefragt, es ist wie es ist, das ist Seele...
grüsse, barbara
barbara seiler
06.12.2009, 15:04
hi zusammen
mir scheint, da hat sich in den letzten Tagen reichlich Energie bewegt... toll!:)
grüsse, barbara
barbara seiler
21.10.2011, 21:18
Und wenn ich-Ego von Anfang an gewusst hätte, wie es sich entwickeln wird, ich hätte mich NIE NIE NIE damit einverstanden erklärt. Aber Ego wird hier ja nicht gefragt, es ist wie es ist, das ist Seele...
Inzwischen ist wieder einige Zeit vergangen, und ich kann sagen: ich bin so froh, habe ich mich auf diesen Prozess eingelassen.
Ich habe mich, im Grossen und Ganzen, mit der Unkontrollierbarkeit des Lebens versöhnt - weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass das Universum und das Leben viel besser fähig sind, die richtigen Dinge mir über den Weg laufen zu lassen, als ich das selbst, vom Ego her, planen könnte.
Leben wurde in diesem Jahr sehr entspannt... nicht schlaffi-mässig, sondern in Leichtigkeit, eins nach dem andern kommt, wir tanzen zusammen, und verabschieden uns wieder... das ist sehr schön.
Wie froh bin ich, nicht alles kontrollieren zu MÜSSEN!
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
21.10.2011, 23:03
..wie froh ich wäre, nicht alles kontrollieren zu WOLLEN.... :o
barbara seiler
22.10.2011, 10:06
..wie froh ich wäre, nicht alles kontrollieren zu WOLLEN.... :o
als Unternehmer muss man sich doch das nicht-kontrollieren-wollen schnell angewöhnen, sonst hat man ja nur noch schlaflose Nächte, nicht...? Du bekommst eine Anfrage, du offerierst... ob da Angebot dann angenommen wird oder nicht, liegt bei den Göttern oder bei den Kunden, aber sicher nicht unter deiner Kontrolle. und dann klappt's halt manchmal und manchmal klappt's nicht, und beides ist in Ordnung.
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
22.10.2011, 17:34
...habe ich je behauptet der perfekte Unternehmer zu sein?
Um ehrlich zu sein: es macht einen wahnsinnig, nicht zu wissen, ob man für ein Angebot auch einen Auftrag erhält, oder ob er an den Wettbewerber geht, weil der 2 Cent billiger angeboten hat.
Und wenn wir alles kontrollieren könnten, was würden wir denn dann daraus machen?
Das wäre ALL-Macht.
Kontrollverlust macht mich wahnsinnig, und ich mag keine absolute Kontrolle haben.
Warum nur muss die Welt immer so paradox sein?
Auf der Suche nach Ursachen für meine Nahrungsmittelallergie bin ich auf neue Erkenntnisse gestossen:
Es könnte wirklich eine Histamin-Intoleranz sein. Und es deutet (das ist das neue) einiges darauf hin, dass mir die Enzyme fehlen, um Histamin abzubauen.
Diesen Mangel kann man beheben, indem man mehr Vitamin B6 zu sich nimmt.
Interessanterweise sind die meisten B6-Träger auch hochpotente Histaminträger.
Die Katze beisst sich in den Schwanz.
Was würden wir tun, wenn wir dieKontrolle hätten?
Uns gesund machen?
Uns Geld wünschen?
Den Weltfrieden?
Es ist gut, dass wir die Kontrolle nicht haben.
Es ist scheisse, dass wir die Kontrolle nicht haben.
Warum nur muss die Welt immer so paradox sein?
Grüssle
Frank
barbara seiler
25.10.2011, 10:24
.
Um ehrlich zu sein: es macht einen wahnsinnig, nicht zu wissen, ob man für ein Angebot auch einen Auftrag erhält, oder ob er an den Wettbewerber geht, weil der 2 Cent billiger angeboten hat.
ich habe inzwischen die Haltung entwickelt, wenn es darum geht, ob Schüler zu mir kommen oder zu jemand anderm gehen: sollen sie doch. Ich habe das Selbstbewusstsein entwickelt zu sagen: mein Unterricht ist jeden Rappen des Preises wert, inzwischen weiss ich das.
nein, das macht mich nicht mehr wahnsinnig, sonst wäre ich schon längst wahnsinnig geworden, und das richtig.
Und wenn wir alles kontrollieren könnten, was würden wir denn dann daraus machen?
Vermutlich eine ziemlich öde Welt. Ich habe festgestellt, dass die nicht-kontrollierbaren Dinge, die einfach so und unerwartet in mein Leben platzen, in der Regel die grösste Bereicherung sind. Inzwischen schaffe ich es sogar, mir diese Haltung gegenüber, sagen wir mal, unerwarteten Briefen vom Steueramt zu haben.:)
Kontrollverlust macht mich wahnsinnig, und ich mag keine absolute Kontrolle haben.
Warum nur muss die Welt immer so paradox sein?
nana, übertreiben wir mal nicht... DU bist paradox, ist es dann gleich die ganze Welt?;)
Was würden wir tun, wenn wir dieKontrolle hätten?
Uns gesund machen?
Uns Geld wünschen?
Den Weltfrieden?
was mich betrifft, ich würde wohl alle möglichen Drogen ausprobieren und so viel guten Sex wie möglich haben. Ich bin ein einfaches Gemüt. :D
Ich bin sehr froh, dass ich um mein Geld arbeiten muss, das stabilisiert mich. Ich seh es an dem Mann-dessen-Beziehung-zu-mir-im-Moment-undefiniert-ist, der arbeitet seit seinem Unfall nicht mehr, das ist nicht einfach. Ich würde das nicht so gut hinkriegen wie er, nehm ich an.
grüsse, barbara
barbara seiler
28.12.2011, 22:03
ein Experiment in kontrollierter Unkontrollierbarkeit: überlass mal Google dein Leben.
es scheint für nette Abwechslung zu sorgen :D
http://www.focus.de/digital/internet/google/tid-24505/best-of-playboy-ich-der-googler_aid_695444.html
grüsse, barbara
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