barbara seiler
12.11.2009, 23:23
ein ausführlicher Artikel darüber, warum Männer die Verlierer der aktuellen Krise sind:
http://www.foreignpolicy.com/articles/2009/06/18/the_death_of_macho?page=full
(auf englisch)
Es haben viel mehr Männer als Frauen ihre Arbeit verloren, es sind männliche Werte, die die Welt in den Ruin geritten haben... der hat was, dieser Artikel.
Was meinen die Männer selbst dazu...?
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
12.11.2009, 23:51
ich bin nicht sehr weit gekommen in dem Artikel.
Das hat mehrere Gründe.
Die beiden wichtigsten:
1.) reicht mein Englisch nicht, um einen Artikel enspannt und gezielt erfassen zu können.
2.) was ich erfasst habe war für mich schon wieder so latent Blutdruckfördernd.
Warum?
Die Aussage, Männer wären die Verlierer der Krise hat was mit den strukturellen Auswirkungen in der Wirtschaft zu tun.
Keine Frage.
Alles andere empfand ich als völlig unlogische und unzusammenhängende Herleitungen. So weit gehend, daß ich dem Artikel bzgl. seiner Überschrift das Prädikat "Thema verfehlt" geben muss.
Der Spiegel ist da durchaus vergleichbar.
Die haben ein paar Redakteure, die nur Zeilen füllen...also mit Buchstaben, nicht mit Inhalten.
Wenn in einer Branche 80 % der Mitarbeiter männlich sind und diese Branche von der Krise stark betroffen ist, dann ist es keine Kunst, daraus zu erlesen, daß hier mehr Männer betroffen sind.
So ein Gewäsch!--tut mir leid--is so!!!
Diese Männer in den Arbeiterberufen sind auch nur Rädchen in einem egomanischen System, das durch eine neurotische Progressionselite angeführt wird.
DORT sitzen die Machos, und wie man weiss, hat sich da oben zum einen nichts geändert, zum anderen sind Frauen in diesen Etagen dieselben Idioten wie die Männer auch.
Wer erwähnt den seit Jahren schwelenden Pflege- und Versorgungsnotstand in den sozialen Berufen???
Wer redet davon, dass Frauen seit Jahrzehnten für dieselbe Arbeit weniger verdienen?
Daran wird sich wegen der Wirtschaftskrise nichts ändern. Im Gegenteil. Die belasteten Staatskassen werden diese Situation noch verschärfen.
Sollte wider Erwarten ein plötzlicher Wirtschaftsboom einsetzen, dann werden es wieder die Bankenbosse sein, die den Rahm abschöpfen. Jetzt sind die Unkosten (u. a. Lohnkosten) am Boden. Warum sollte man das ändern, wenn man die Entscheidungsgewalt hat????
Neid?--nein!
Angst?- nein!
Hass?--nein!
Ich weiss, dass Kapitalismus so funktioniert (sonst würde er anders heissen), und mal abgesehen von der Tatsache, dass es ungerecht ist, leben wir "unten" mit dieser Ungerechtigkeit immer noch besser als im Rest der Welt.
Was mich ärgert sind Journalisten, die unter dem Deckmantel pseudowissenschaftlicher Ermittlungen solche Schauerromane erzählen.
Die Menschen glauben das nämlich.
Herzinfarkt, Schweinegrippe, Atombomben, Übergewicht, Diebstahl, Feuer, Wirtschaftskrise.....und nun der Untergang des männlichen Weltbildes.
Wir hatten in den vergangenen Jahrhunderten schon so viele Weltuntergänge, da schaue ich dieser Entwicklung ganz gelassen ins Angesicht.
Grüsse
Frank
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