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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Doping fürs Lernen


barbara seiler
31.10.2009, 08:28
... eine Sache, die ich mit eher gerunzelter Stirn betrachte. Auch bei meinen SchülerInnen war die Frage danach schon aufgekommen, und bei anstrengende Studiengänge, wie zum Beispiel Medizin, gehört das Dopen offenbar schon zum Standard...

hier ein sehr lesenswerter Artikel:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,657868,00.html

grüsse, barbara

barbara seiler
06.11.2009, 08:16
einen coolen Namen hat das auch, nämlich "Neuroenhancement"

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=66554

grüsse, barbara

barbara seiler
28.01.2011, 22:09
Lachen dopt Lernen auch - Witze dieser Sorte bringen einem gleich ganze Fakultäten näher... :D




Ein Mensch in einer fremden Stadt fragt : "Wo geht's denn hier zum Bahnhof?" Es antworten ihm...
ein Gesprächstherapeut : "Sie möchten wissen, wo der Bahnhof ist?"
ein Psychoanalytiker : "Sie meinen diese dunkle Höhle, wo immer was Langes rein- und rausfährt?"
ein Ergotherapeut : "Heben Sie den rechten Fuß, schieben Sie ihn nach vorn, setzen Sie ihn auf. Sehr gut. Verlagern Sie nun das Gewicht ein wenig nach vorne, und dann wiederholen Sie das Ganze mit dem linken Fuß. Sehr gut. Hier haben Sie ein Bonbon."
ein Gestalttherapeut : "Du, laß es voll zu, dass Du zum Bahnhof willst."
ein Hypnotherapeut : "Schließen Sie die Augen. Entspannen Sie sich. Fragen Sie Ihr Unterbewußtsein, ob es Ihnen bei der Suche behilflich sein will."
ein Provokativ-Therapeut : "Ich wette, da werden Sie nie drauf kommen."
ein Reinkarnationstherapeut : "Geh' zurück in der Zeit - bis vor Deine Geburt. Welches Karma läßt Dich immer wieder auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sein?"
ein Familientherapeut : "Was ist Dein sekundärer Gewinn, wenn Du mich nach dem Weg zum Bahnhof fragst? Möchtest Du meine Bekanntschaft machen?"
ein Bioenergetiker : "Machen Sie mal : SCH ... SCH ... SCH ... SCH ... !"
ein Sozialarbeiter : "Keine Ahnung, aber ich fahr' Dich mal schnell hin."
ein Esoteriker : "Wenn Du da hin willst, wirst Du den Weg auch finden."
ein Soziologe : "Bahnhof? Zugfahren? Welche Klasse?"
ein Coach : "Wenn ich Ihnen die Lösung vorkaue, wird das Ihr Problem nicht dauerhaft beseitigen."
ein Benchmarker : "Kennen Sie jemanden, der ähnliche Logistikprobleme bereits erfolgreich gelöst hat? Wie läßt sich dessen Vorgehen auf Ihre Situation übertragen?"
ein Moderator : "Welche Lösungswege haben Sie Sich schon ausgedacht? Schreiben Sie alles hier auf diese Kärtchen."
ein Zeitplanexperte : "Haben Sie überhaupt genügend Pufferzeit für meine Antwort eingeplant?"
ein Manager : "Fragen Sie nicht lange! Gehen Sie einfach los!"
ein Priester : "Heiliger Antonius. Hilf'', dass dieser gerechte Mann seinen Weg finde. Amen."


grüsse, barbara

fantasia
04.04.2011, 12:10
Ich finde das erschreckend, aber die Studenten schaffen es ansonsten anscheinend einfach nciht den Ansprüchen gerecht zu werden. Es ist auch nciht nur in der Uni - Welt so, sondern ich habe inzwischen auch dieverse Reportagen gesehen, in denen Geschäftsmänner oder auch v.a. Geschäftsfrauen, die Job, Kinder, Mann und dann auch noch Sprt/Fitness/Hobbies unter einen Hut bringen; dabei natürlich an ihre Grenzen stoßen und sich daraufhin dopen.
Das ist so absolut nicht erstrebenswert. WIe kann ein Mensch sich sowas antun?

barbara seiler
06.04.2011, 20:55
Hallo Fantasia

meine eigene Erfahrung ist, dass es irgendwie ganz schnell geht und der Terminkalender ist proppenvoll, aber von all dem, was ich gern tun würde, ist doch nur die Hälfte drin...

und es braucht doch einige Disziplin, auch Freizeit und Nicht-tun-zeit und Schlafzeit und Essenszeit bewusst einzuplanen, der Griff nach dem Medikament mag in vielen Fällen die einfachere "Lösung" sein.

grüsse, barbara

Roadrunnerfn
07.04.2011, 13:51
nun...jedes "Feel-good"-Mittelchen ist irgendwo ein Wandel auf dem Grenzpfad.
Dazu gehört schon das abendliche Bier: der Alkohol vernebelt die Sinne, wir entspannen (irrwitzigerweise) und die Probleme nehmen für eine kurze Zeit Abstand von uns.

Ja, es ist Disziplin, die hier weiterhilft:
Organisation, Zeit- und Resourcen-Planung, Regeln aufstellen und einhalten!
Wir sind dabei unsere eigene Aufsichtsbehörde.

Und hier liegt ja das Problem:
Egal welches Aufputsch- oder Entspannungsmittel wir nehmen, früher oder später folgt der GAU.
Wir können NUR, was wir OHNE können. Alles andere ist Overload und führt am Ende zu nichts.

Es geht am Ende eben nicht nur ums Pathologische, sondern eben und im Besonderen um die Psyche:
Wenn wir einmal der Versuchung nachgegeben haben, Schwierigkeiten zu ertränken oder in anderer Weise mit unterstützenden Mittelchen zu begegnen, dann wird unsere "Kampfbereitschaft" immer durch diesen Eindruck geprägt sein.
Am Ende meinen wir gar, nicht mal den einfachsten Alltag ohne Zusatzmittel bewältigen zu können.

Das ist ein Punkt, den ich bei Hawkins immer sehr eindrücklich beschrieben gefunden habe: das Ego gaukelt uns Schwäche vor, auf dass wir schwach bleiben.
Interessant dabei sein Ansatz: sich der eigenen Kraft bewusst sein, die stets in der Lage ist, die Macht des Ego zu besiegen..


Das ist die Disziplin, die es braucht: DAS lässt uns weitermachen, auch wenn der Berg vor uns unbesteigbar scheint.
Nicht hinwerfen am Abend, sondern für den Morgen planen.

Mittelchen -da bin ich mir ganz sicher- sind dieser Schulung kontraproduktiv.




Grüssle


Frank

barbara seiler
07.04.2011, 15:44
nur schnell:

Mittelchen, täglich angewendet, das ist kontraproduktiv - aber im aktuen Notfall darf's dann auch mal sein. Was bei mir nicht Medikamente bedeutet (ich hab nicht mal welche zuhause), aber der Konsum einer Auswahl bewusstseinverändernder Substanzen - einfach mal Ferien von der Welt nehmen, den Körper und überhaupt alles runterfahren, und nein, die Probleme verschwinden dadurch nicht, aber die Atempause ist manchmal sehr willkommen...

kommt auch immer darauf an, wie man mit etwas umgeht.
finde ich.

grüsse, barbara

barbara seiler
27.11.2011, 22:13
wenn man das Lernen dopen will, ist der Besuch der Herbstmesse genau das Richtige:

http://img821.imageshack.us/img821/3705/dscf0103m.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/821/dscf0103m.jpg/)

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zahlreiche Eindrücke stürzen auf einen ein, es hat Licht, Bewegung, Hitze, Lärm, viele Menschen, Zuckerwatte, kalte Hände, Kastanien, Laub am Boden, Nebel, das Karussell beim Münster, es ist ein sehr schönes Fest.

grüsse, barbara