Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leid und Liebe
Joan Eric Tanat
16.06.2008, 05:07
Ich will glücklich sein. Leid ist Unglück. Alles Leid der Welt ist mein Leid.
Darum will ich die Welt vom Leid befreien.
Alles Leid ist meine Abneigung. So will ich mich zuneigen.
Ich liebe, was gut und schön ist.
Alles ist gut und schön. Darum kann ich alles lieben: Dich, der Du böse, hässlich, schlimm zu sein scheinst. Dich, mein Leid. – Du bist mein Glück, mein Frieden.
Ich bin Du. Ich bin das Leid. Ich bin der Böse, Hässliche, Schlimme. Ich bin der Schuldige. Ich will die Welt von mir befreien. Mein Glück ist mein Unglück.
Mein Unglück ist mein Glück. Mein Leid ist mein Heil. Mein Feind ist mein Freund. Meine Schuld ist meine Tugend und mein Untergang mein Sieg.
barbara seiler
16.06.2008, 08:04
Guten Morgen jet!
Leid ist Unglück.
Das kann so sein, muss aber nicht so sein. genauer gesagt: innerer Frieden - und der ist es, der das Glück ausmacht - lässt sich grundsätzlich in jeder Situation finden. Auch in solchen, die weitherum als unangenehm oder leidvoll betrachtet werden.
Darum will ich die Welt vom Leid befreien.
Warum nicht erst mal kleine Brötchen backen und einfach selbst zufrieden werden? Der Rest der Welt ist nachher bestimmt immer noch da, falls du je damit fertig werden solltest, selbst zufrieden zu sein.;)
Mein Unglück ist mein Glück. Mein Leid ist mein Heil. Mein Feind ist mein Freund. Meine Schuld ist meine Tugend und mein Untergang mein Sieg.
Hier scheinst du mir etwas zwischen allen Stühlen dich immer wieder hin- und herzusetzen. Ist das nicht etwas anstrengend, ständig die Perspektiven zu wechseln?
grüsse, barbara
Joan Eric Tanat
16.06.2008, 15:39
Grüß Dich, Barbara!
jet: Leid ist Unglück.
Barbara: Das kann so sein, muss aber nicht so sein. genauer gesagt: innerer Frieden - und der ist es, der das Glück ausmacht - lässt sich grundsätzlich in jeder Situation finden. Auch in solchen, die weitherum als unangenehm oder leidvoll betrachtet werden.Verstehe, was Du meinst. Ich denke, es ist nicht verkehrt, "leiden", "unglücklich sein" und "nicht in innerem Frieden sein" als etwa synonyme Ausdrücke anzusehen.
jet: Darum will ich die Welt vom Leid befreien.
Barbara: Warum nicht erst mal kleine Brötchen backen und einfach selbst zufrieden werden?Weil es diese kleinen Brötchen nicht gibt. Ich kann niemals selbst zufrieden werden, solange es Leid in der Welt gibt. Mein Leid ist das der Welt. Mein Frieden ist der Weltfrieden.
jet: Mein Unglück ist mein Glück. Mein Leid ist mein Heil. Mein Feind ist mein Freund. Meine Schuld ist meine Tugend und mein Untergang mein Sieg.
Barbara: Hier scheinst du mir etwas zwischen allen Stühlen dich immer wieder hin- und herzusetzen. Ist das nicht etwas anstrengend, ständig die Perspektiven zu wechseln?Würdest Du bitte erläutern, wie Du es meinst? Ich hab's mir noch einmal durchgelesen und finde keinen Fehler an meinem Satz.
Gruß, jet
barbara seiler
16.06.2008, 15:55
Hallo jet!
nur so als Hinweis - hier bin ich nicht als LaChatte unterwegs. Ich hab seit längerem keinen passenden Nick mehr gefunden, also schreib ich unter meinem echten Namen. Nur so ne Bemerkung.;)
Ich denke, es ist nicht verkehrt, "leiden", "unglücklich sein" und "nicht in innerem Frieden sein" als etwa synonyme Ausdrücke anzusehen.
Zustimmung:)
Weil es diese kleinen Brötchen nicht gibt. Ich kann niemals selbst zufrieden werden, solange es Leid in der Welt gibt. Mein Leid ist das der Welt. Mein Frieden ist der Weltfrieden.
Wenn das so ist, wage ich die Prophezeihung, dass du nie Frieden finden wirst. Denn es wird immer Menschen, Tiere, Wesen geben, die subjektiv Leid empfinden.
Andersrum halte ich es für sinnvoller: wenn ich den Frieden in mir finde, so färbt das auch auf meine Umgebung ab. Vielleicht nur in subtiler Form, oft so, dass ich noch gar nicht mal merke, was mit anderen geschieht, aber indem ich meinen Frieden finde, bringe ich Frieden in die Welt - und mehr als das kann ich nicht tun.
Auf der Seelenebene, und der Ebene von Spirit, wo wir alle eins und verbunden sind, ist das eh kein Thema - dort wird alles Leid als Illusion erkannt, und ist unwesentlich.
Würdest Du bitte erläutern, wie Du es meinst? Ich hab's mir noch einmal durchgelesen und finde keinen Fehler an meinem Satz.
kein Fehler - nur ein Hin- und Herspringen zwischen Gegensätzen. Und mir scheint das alles etwas allzu theoretisch zu sein.
grüsse, barbara
Joan Eric Tanat
16.06.2008, 17:11
jet: Weil es diese kleinen Brötchen nicht gibt. Ich kann niemals selbst zufrieden werden, solange es Leid in der Welt gibt. Mein Leid ist das der Welt. Mein Frieden ist der Weltfrieden.
Barbara: Wenn das so ist, wage ich die Prophezeihung, dass du nie Frieden finden wirst. Denn es wird immer Menschen, Tiere, Wesen geben, die subjektiv Leid empfinden.Hat es jemals Menschen, Tiere, Wesen gegeben, die Leid empfanden, wenn ich bin, der ich bin?
Barbara: Andersrum halte ich es für sinnvoller: wenn ich den Frieden in mir finde, so färbt das auch auf meine Umgebung ab. Vielleicht nur in subtiler Form, oft so, dass ich noch gar nicht mal merke, was mit anderen geschieht, aber indem ich meinen Frieden finde, bringe ich Frieden in die Welt - und mehr als das kann ich nicht tun.Du hältst es für sinnvoller, ein Fass, von dem Du meinst, es hat keinen Boden, mit Frieden "füllen" zu wollen? Kann denn da von "füllen" überhaupt die Rede sein?
barbara seiler
16.06.2008, 20:53
Hallo jet
wenn ein Mensch sein "ich bin" vollständig lebt, so - das denke ich mir zumindest - empfindet er kein Leid mehr. Und hier meine ich Menschen wie Jesus oder Buddha.
Was Tiere und Pflanzen und Mineralien betrifft, da möchte ich keine Aussage wagen.
Du hältst es für sinnvoller, ein Fass, von dem Du meinst, es hat keinen Boden, mit Frieden "füllen" zu wollen? Kann denn da von "füllen" überhaupt die Rede sein?
nein, nicht füllen. Es ist eher etwas Musikalisches: spiel Musik, und alle gehen automatisch mit der Musik mit, sie stimmen sich darauf ein. Die Musik, die ich spiele, wird von anderen Menschen gehört - also kann ich doch wählen, eine Musik voller Friede und Freude zu sein, anstatt eine, die leidvoll ist. Denn, wie Watzlawick sagt: es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren. Ich kann allerdings beeinflussen, was ich kommuniziere. Und hier kommuniziere ich lieber das, was ich anstrebe, als das, was ich nicht will.
grüsse, barbara
Joan Eric Tanat
17.06.2008, 03:03
Danke für Deine Antwort, Barbara. Es freut mich, dass Du friedliche und freudige Musik um Dich verbreiten magst. Dem jungen Forum und seinen Lesern und Schreibern wird sie gut tun. :)
Joan Eric Tanat
17.06.2008, 08:45
Das scheinbar Böse ist nicht böse, das vermeintliche Leid ist nicht schlimm und das scheinbar Hässliche nicht hässlich. Sondern das Böse ist gut, das Leid wohltuend und das Hässliche ist schön. Es gibt nicht gut und böse. Es gibt auch nicht das Gute und die Abwesenheit des Guten, denn das Gute – GOTT – ist nie abwesend. Alles ist gut und schön. Alles ist göttlich.
barbara seiler
17.06.2008, 09:07
Hallo jet
du hast schon recht - aber die Ebenen! die Ebenen!
Es ist nunmal ein grosser Unterschied, ob ein Mensch aus Ego-Perspektive sein Leid verdrängt und schönerklärt, oder ob aus Seelenperspektive das Unwesentliche von Ego-Leid erkannt wird...
grüsse, barbara
Celestine
18.06.2008, 21:34
Alles ist das Gleiche.
Trotzdem, laßt uns mit den Unterschieden spielen ;)
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