Theo
20.07.2009, 13:30
Hallo Allerseits,
In den großen Kirchen gibt es das Konzept von GUT und BÖSE. Lebe „gut“ und Du kommst ins Paradies; bist Du „böse“, kommst Du in die Hölle.
Ich möchte jetzt bewusst keine genauere Definition von „Gut“ und „Böse“ machen, da hat jeder andere Begrenzungspfosten.
Ich denke, dieses Schema haben hier so ziemlich alle verinnerlicht, es wird stets zwischen GUT und BÖSE unterschieden, die Menschen anhand Ihrer Taten einsortiert. Sei es aufgrund kirchlicher Vorgaben oder gesellschaftlicher Normen, eine Einteilung findet immer statt.
Das Konzept ist unerlässlich für das gesellschaftliche Miteinander, scheinbar sogar für jeden Einzelnen notwendig. Und eine Entwicklung der Menschheit zu „guten“ Menschen ist für die Arterhaltung sicherlich förderlicher als ein Volk von „bösen“ Menschen.
Aber eine letztendliche „Strafe“ oder „Belohnung“ aufgrund der Summe der Taten, die man sich an die entsprechenden Regeln gehalten (oder auch nicht gehalten) hat, ist für mich nicht vorstellbar. Denn diese Regeln gelten ja entsprechend immer nur in dem jeweiligen Kulturkreis und sind mitnichten allgemein gültig. Hingegen allgemein gültig ist Gott.
Da unser Bewusstsein, unsere Seele, bereits ein Teil von das Gott ist und nach unserem Tod wieder ein vollständiger, ungetrennter Teil davon wird, endet das Konzept „Gut-Böse“ an dieser Stelle, denn hier kann es keine Unterscheidungen mehr geben, weil es dann ja auch keine Regeln geben kann und natürlich auch keinen "Richter".
Daraus ergibt sich für mich aber auch, dass es keine wirklich „bösen“ Menschen gibt, allerdings natürlich auch keine wirklich „guten“. Es gibt nur Menschen in allen ihren Erscheinungsformen und Stimmungen.
Diese Betrachtungsweise wiederum schafft für mich allerdings sehr große Probleme im zwischenmenschlichen Miteinander. Es trifft nur auf großes Unverständnis und Köpfeschütteln, wenn ich zum Beispiel den Standpunkt vertrete, ein muslimischer Gotteskrieger ist für sich genommen (und von sich aus betrachtet) nicht „schlechter“ als ein katholischer Priester.
Ich halte in solchen und ähnlichen Diskussionen also lieber den Mund. Was nicht nachvollzogen werden kann, wird meist heftig ablehnt, habe ich festgestellt.
Nochmal eben zur Verdeutlichung: Ich sympathisiere hier mit keiner "Seite", es ist nur ein Beispiel eines neutralen Beobachters.
Ich kann mich natürlich nicht davon ausnehmen, meine Mitmenschen in verschiedene Schubladen zu packen. Allerdings hat sich die Bezeichnung dieser Schubläden in letzter Zeit stark gewandelt…
Liebe Grüße - Theo
In den großen Kirchen gibt es das Konzept von GUT und BÖSE. Lebe „gut“ und Du kommst ins Paradies; bist Du „böse“, kommst Du in die Hölle.
Ich möchte jetzt bewusst keine genauere Definition von „Gut“ und „Böse“ machen, da hat jeder andere Begrenzungspfosten.
Ich denke, dieses Schema haben hier so ziemlich alle verinnerlicht, es wird stets zwischen GUT und BÖSE unterschieden, die Menschen anhand Ihrer Taten einsortiert. Sei es aufgrund kirchlicher Vorgaben oder gesellschaftlicher Normen, eine Einteilung findet immer statt.
Das Konzept ist unerlässlich für das gesellschaftliche Miteinander, scheinbar sogar für jeden Einzelnen notwendig. Und eine Entwicklung der Menschheit zu „guten“ Menschen ist für die Arterhaltung sicherlich förderlicher als ein Volk von „bösen“ Menschen.
Aber eine letztendliche „Strafe“ oder „Belohnung“ aufgrund der Summe der Taten, die man sich an die entsprechenden Regeln gehalten (oder auch nicht gehalten) hat, ist für mich nicht vorstellbar. Denn diese Regeln gelten ja entsprechend immer nur in dem jeweiligen Kulturkreis und sind mitnichten allgemein gültig. Hingegen allgemein gültig ist Gott.
Da unser Bewusstsein, unsere Seele, bereits ein Teil von das Gott ist und nach unserem Tod wieder ein vollständiger, ungetrennter Teil davon wird, endet das Konzept „Gut-Böse“ an dieser Stelle, denn hier kann es keine Unterscheidungen mehr geben, weil es dann ja auch keine Regeln geben kann und natürlich auch keinen "Richter".
Daraus ergibt sich für mich aber auch, dass es keine wirklich „bösen“ Menschen gibt, allerdings natürlich auch keine wirklich „guten“. Es gibt nur Menschen in allen ihren Erscheinungsformen und Stimmungen.
Diese Betrachtungsweise wiederum schafft für mich allerdings sehr große Probleme im zwischenmenschlichen Miteinander. Es trifft nur auf großes Unverständnis und Köpfeschütteln, wenn ich zum Beispiel den Standpunkt vertrete, ein muslimischer Gotteskrieger ist für sich genommen (und von sich aus betrachtet) nicht „schlechter“ als ein katholischer Priester.
Ich halte in solchen und ähnlichen Diskussionen also lieber den Mund. Was nicht nachvollzogen werden kann, wird meist heftig ablehnt, habe ich festgestellt.
Nochmal eben zur Verdeutlichung: Ich sympathisiere hier mit keiner "Seite", es ist nur ein Beispiel eines neutralen Beobachters.
Ich kann mich natürlich nicht davon ausnehmen, meine Mitmenschen in verschiedene Schubladen zu packen. Allerdings hat sich die Bezeichnung dieser Schubläden in letzter Zeit stark gewandelt…
Liebe Grüße - Theo