Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Kurs in Wundern
barbara seiler
12.06.2008, 21:01
Hallo zusammen!
Es drängt mich dazu, das Thema doch noch rasch aufzumachen, denn: irgendwie geht mir dieses Buch auf die Nerven! - und ich möchte herausfinden, warum das so sein könnte.
Ich hab so ungefähr die ersten 300 Seiten gelesen (von total über 1000), ich habe die vorgeschlagenen Übungen nicht gemacht, und seit einiger Zeit steht das Buch irgendwo ziemlich weit hinten im Regal. So. Das wär mal der Stand der Dinge von meiner Seite.
Die Nervigkeit festmachen kann ich an folgenden Dingen: der Text ist sehr repetitiv - immer dieselben Themen werden immer wieder wiederholt. Wozu brauchen die denn so viele Seiten? Liegts daran, dass das Buch ursprünglich an eine einzige Person gerichtet war?
Dann kommen immer diese Bemerkungen à la "du kannst das noch nicht, du weisst das noch nicht..." etc - da fühl ich mich doch etwas beleidigt. Denn es geht um Dinge, die ich meiner Meinung nach sehr wohl weiss und auch oft kann.
Dann diese absolute Trennung, auf der einen Seite das Ego, und das wird mit den abschätzigsten Worten bedacht, auf der andern Seite die echte, wahre, göttliche Realität... nun, falsch ist das nicht, aber ist das wirklich hilfreich, für mich, die ich mich in einer Situation befinde, wo ich als Mensch auf der Erde lebe, mit Ego und allem, was dazu gehört? Ausserdem kann man doch im Bereich des Egos sehr wohl mit Gewinn - auch spirituellem Gewinn - gewisse Differenzierungen machen?
So, das wär mal das, was mir auf die Nerven geht. Wobei ich sagen muss, dass ich durchaus das Gefühl habe, dass das Buch etwas zu bieten hat - etwas Gutes und Wertvolles. Aber jetzt wars mir einfach danach, dies mal loszuwerden, ich hoffe, ich mag mal später zum Konstruktiveren kommen...
... und bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen.
liebe grüsse!
barbara
R.Daneel
13.06.2008, 02:50
Hallo Barbara,
ich hatte schon dran gedacht, das mal irgendwo vorsichtig zu erwähnen. Es gibt hier so einen Esoterikladen, da hängt ein Hinweis auf einen "Kurs" oder so über "Ein Kurs in Wundern".
Und das war ja wohl ein Mitverursacher (oder der Auslöser) einer explosiv eskalierten Meinungsverschiedenheit.
Von meinem Standpunkt (= keine Ahnung, worum es geht) : Merkwürdige Sache!!! Ein Buch? Über 1000 Seiten? Man kann sich spirituell beleidigt vorkommen? Und dazu geeignet, kostenpflichtige Kurse abzuhalten? Ständige Wiederholungen, die den Leser ärgern?
Da fange ich doch langsam an, mir eine Meinung zu bilden, und die geht in die Richtung: "Teufelswerk!" Im übertragenen Sinne meine ich das ernst - jedenfalls scheint dem sozusagen kein guter Geist innezuwohnen.
Es gibt doch den Spruch "Nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten werdet ihr die Dämonen erkennen!" so sinngemäß jedenfalls.
Um mal mehr ins Einzelne zu gehen - es gibt im Lehrbereich die Methode, die Schüler erst fertigzumachen und dann langsam wider aufzubauen - wohin führt das wohl, bzw, was wird/will der Lehrer damit (auch) erreichen? Diese Methode wird bevorzugt beim Militär eingesetzt, wo eigenes Denken großenteils unerwunscht ist und Befehle vorzugsweise ohne Erklärungen befolgt werden sollen. Ich war nicht beim Militär, aber ein Freund von mir ist Offizier oder sowas, und der hat mir erzählt, dass es zwischen Amerika und Deutschland Unterschiede in der Ausbildung gibt - dieser Unterschied wird beim Ausfall des Führungsoffiziers deutlich. Man kann es vielleicht erraten, wenn man Bootcamps und die Rekrutenausbildung denkt, wie man sie aus Filmen kennt.
Jedenfalls kommt mir diese Sache zunehmend suspekt vor. Womit ich mich ziemlich aus dem Fenster gelehnt habe, aber so ist im Moment mein Eindruck.
(Und nun noch eine Entschuldigung an Frank, weil ich so vieles noch nicht beantwortet habe :o Das Wochendende kommt, und damit hoffentlich etwas Zeit für solche Sachen.)
Liebe Grüße
R.
barbara seiler
13.06.2008, 07:40
Hallo R.!
Ja, das Buch ist sowas wie ein Klassiker geworden, vor allem (wen wunderts) in den USA. Und es gibt Arbeitsgruppen dazu, von kostenpflichtigen Kursen weiss ich allerdings nichts. Mit Ausnahme von dem, was das Buch selbst halt kostet.
Um mal mehr ins Einzelne zu gehen - es gibt im Lehrbereich die Methode, die Schüler erst fertigzumachen und dann langsam wider aufzubauen
Soweit würde ich nun nicht gehen in Bezug auf den Kurs. In erster Linie ist es einfach mal - zumindest geht das mir so - recht schwer verständlich. Ich musste mich schon reinknien, um eine Ahnung zu bekommen, was da überhaupt gesagt wird.
wohin führt das wohl, bzw, was wird/will der Lehrer damit (auch) erreichen?
Der Lehrer, laut Kursaussage, ist ja Jesus selbst; und die Schülerin, die das Ganze niedergeschrieben hat, war Helen Shucman, eine Psychologin, die das ganze Buch innerlich diktiert bekam. Als Psychologin hat sie sich natürlich von Berufs wegen mit mannigfaltigen Ego-Erscheinungen herumgeschlagen, und bei ihr ging es wohl darum, dass sie nicht einfach die positiven und angenehmen Dinge des Egos für das Wesentliche hält, sondern wirklich den qualitativen Unterschied von Ego und Essenz erfährt. Shucman hat sich auch lange geweigert, das Buch zu veröffentlichen, da sie es für etwas Privates hielt...
Diese Methode wird bevorzugt beim Militär eingesetzt, wo eigenes Denken großenteils unerwunscht ist und Befehle vorzugsweise ohne Erklärungen befolgt werden sollen.
Der Argumentationsstil, den ich auf besagtem anderen Forum gesehen habe, erinnerte mich verdächtig an die Art, wie fundamentalistische Christen diskutieren - Bei den Christen nennen sie es "Bibel-Bashing", wenn andern einfach unkommentiert Bibelverse um die Ohren geschlagen werden, ganz egal, obs dann zur gestellten Frage oder zur Situation passt oder nicht. Und ohne dass der Inhalt reflektiert wird. Und das Ganze serviert in einer zuckersüssen Sauce. Aber wehe, da kommen Argumente! - also, Dinge mit Logik und so. :D Dann können die Fundis schon sehr unangenehm werden. Es geht dann mehr darum, dass man bestimmte Sätze bekennt, also im Sinne von "richtig hält". Ob dann mit diesen Sätzen eine Vorstellung verbunden ist, und wenn ja, welche Vorstellung, ist nicht wichtig. Und die Frage nach "was bedeutet das eigentlich?" ist in einem solchen Umfeld eher unbeliebt.
Der Kurs eignet sich natürlich, gerade wegen der anspruchsvollen und ungewöhnlichen (und, übrigens, bibelnahen) Sprache sehr gut für Anwendungen dieser Art. Was nicht heisst, dass das, was ich auf diesem Forum erlebt habe, repräsentativ ist für die Mehrheit der Leute, die den Kurs studieren und dessen Übungen machen. Doch der Link zur Umsetzung des Gelernten im Alltag ist nicht ganz einfach zu machen. Für Helen Schucman war das vielleicht nicht notwendig - für viele Menschen ist es aber nützlich, wenn die Welt des Egos noch etwas mehr differenziert wird. Hier muss ich sagen, schätze ich Hawkins und die Skala ausserordentlich, die Raum für Zwischentöne lässt, und dennoch sehr klar Ego und Seele/Essenz unterscheidet.
Das heisst aber noch lange nicht, dass der Kurs ein schlechtes, oder gar teuflisches Buch sei. Ich schätze auch die Bibel, unabhängig von dem, was die Fundis draus machen. Beim Kurs wird es sich mit der Zeit zeigen, nehme ich an... wenn er gut ist, werde ich mich auch noch in ein paar Jahren mit ihm auseinander setzen.
liebe grüsse
barbara
Celestine
13.06.2008, 09:48
Guten Morgen :)
Liebe Barbara, natürlich kann ich Dir Deine Frage nicht beantworten, warum Dir der Kurs so suspekt ist. Doch auffällig ist es, wie viel er in Dir und für Dich bewegt obwohl er Dir doch inhaltlich nichts zu geben scheint....;)
Interessant auch, wenn man mal die Hintergrundgeschichte anschaut. Als wir damals beide im Energymover-Forum auf das Thema stießen, war ich diejenige die das blaue Buch intuitiv strikt ablehnte während Du es bestelltest. Wie lange hast Du gewartet, bis Du es bekamst? Monate, oder? Unabhängig davon veränderten sich bei mir ein paar Dinge und plötzlich kam mir der Kurs wieder in den Sinn, und ich bestellte, spontan. So erhielten wir ihn schließlich etwa zeitgleich und fingen - ohne davon zu wissen - "gemeinsam" an zu lesen... und trafen uns schließlich (nach meinem Hinweis darauf) in jenem Forum....
Ich sehe definitiv Synchronizität bei diesem Thema. Und wo diese auftaucht, da geschieht etwas wirklich sinnvolles, wertvolles, etwas, das es wert ist, angeschaut zu werden, Beachtung zu finden.
Was das Buch zum "Teufelswerk" macht (ich mußte so kichern bei dem Begriff, dass ich ihn aufgreife :D), ist, dass es gleichzeitig zweifach gelesen wird. Einerseits lesen Deine Augen die Worte und der Verstand analysiert diese (das ist die gewohnte Art, die Information aufzunehmen). Andererseits ist dies ein Buch, bei dem Deine Essenz mitliest - auf ganz andere Weise. Darin liegt für mich das tiefe Wunder dieses Buches. Während ich es lese, sagt eine starke, sanfte, klare Stimme in mir permanent JA, und versteht einfach. Und da sind mir (meinem analysierenden Verstand) die Worte, die eventuellen Wiederholungen, völlig egal.
Damit auch andere hier, die das Buch und seinen Inhalt so gar nicht kennen, eine kleine Chance haben, mitzureden, hier die Links zu
Kurzinformation zu "Ein Kurs in Wundern":
http://www.greuthof.de/pdf/kurzinfo.pdf
und Vorwort aus "Ein Kurs in Wundern":
http://www.greuthof.de/pdf/vorwort.pdf
Der Kurs greift eine Art "spirituellen Hochmut" beim Schopf, indem er Dir knallhart sagt Du weißt gar nichts. Ich muss gestehen, das lief mir erstmal auch ganz schön quer! Ich soll NICHTS wissen? Pah, so ein Quatsch! All die Jahre der spirituellen Arbeit, die vielen kleinen Erleuchtungsmomente, die vielen Stufen die Leiter hinauf, sollen NICHTS sein? Das Buch hat ja KEINE AHNUNG, was soll ich damit? Ich mach mich doch nicht klein!
Aber, nun ja..... es ist ja NUR ein Buch.... und warum nicht mal klein anfangen und schauen wohin das führt.... gab ich schließlich nach, und das war gut so - für mich.
Schlußendlich bleibt die Frage, was will ich denn wirklich? Was soll mir das Lesen dieses Buches denn bringen?
Das Buch hat keinerlei Unterhaltungswert. Das Buch hat keinerlei Informationsgehalt. Das Buch ist einfach kein Buch wie alle anderen Bücher.
Entweder Du nimmst es ernst, es zu lesen, dann wird es Dich verändern, zwangsläufig, weil Du dann unweigerlich den Kurs machen wirst. (Was bedeutet, dass der Übungsteil des Buches durchlaufen wird, und die Essenz des Buches in Deinen Geist integriert wird, was zum Erwachen führt. - Also kein Kurs machen (belegen) im herkömmlichen Sinne.) Das bedeutet, die Welt verliert für Dich ihren Wert. Du wirst sie nie mehr so sehen, wie Du sie bisher gesehen hast. Alles was Dir wichtig war, was für Dich wertvoll war, verändert sich radikal. Du hast tatsächlich das Gefühl, etwas aufgeben zu müssen, was Dir so lieb und teuer ist.... und das macht Angst, und das ist die Weigerung des Egos, die Dich davon abhält, sich tatsächlich dem Inhalt des Kurses zu nähern.
Du wirst zwangsläufig vor die Frage gestellt "Sekt oder Selters", hier ist die Tür, hier ist das Ende Deiner spirituellen Sucherei: Willst Du nun wirklich, oder willst Du nicht? War Deine ganze spirituelle Entwicklerei nur ein Mittel zum Zweck der Unterhaltung, oder hast Du sie begonnen und gemacht, um eines Tages tatsächlich die Ziellinie zu überqueren? Sollte das alles nur Deinen Intellekt fördern, Dir ein gutes Gefühl geben, das Gefühl "es richtig zu machen im Leben", ein "guter Mensch zu sein", oder was?
Was willst Du wirklich?
Radikal!
Oder Du sagst, was ich hab, das hab ich, und darüber hinaus gibt es noch eine gaaaanze Menge mehr zwischen Himmel und Erde zu entdecken, das faszinierend ist, das Spaß macht, und das ich unbedingt auch noch kennen lernen möchte.... Nein, ich gebe es nicht auf, der Mensch zu sein, der ich hier bin (die Rolle weiter zu spielen, die ich eingenommen habe, an die ich glaube, felsenfest).
So einfach ist das :cool:
Was ist besser? Es gibt kein richtig oder falsch, kein besser oder schlechter, und das nimmt der Sache den Druck, den Wind aus den Segeln. Nach der Anfangsangst, die das Ego bekommt und Dich glauben läßt, es sei Deine eigene, ist es möglich, den Kurs ganz in Ruhe zu machen. Er wird niemanden überfordern, der sich darauf einläßt. Er nimmt Dir rein gar nichts weg, was Du nicht freiwillig losläßt. Und schließlich wirst Du mit oder ohne Kurs immer sein und bleiben, wer Du wirklich bist.
Was sie drüben im Wunderkursforum machen, ist nichts weiter als Dir auf alle Fragen, die Du stellst, den Kurs als Antwort um die Ohren zu hauen. Das machen sie mit mir genauso, wie sie es mit Dir gemacht haben. Dabei kommen natürlich ganz andere Antworten heraus, als die gewohnten, andere, als die, die Du (und damit meine ich auch mich) hören willst.
So wird ganz klar: Du kannst alle Fragen des Lebens überall diskutieren, egal ob auf den Kurs bezogen oder nicht... nur nicht dort! Alles was Du dort fragst, wird mit dem Kurs beantwortet. So ist es nun einmal. Und dann kannst Du entscheiden, ob Du Kurs-Antworten auf Deine Fragen willst (dann bleibste da) oder eben nicht (dann fragste woanders).
Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist es überhaupt kein Problem sich dort auseinandernehmen zu lassen :) Freiwillig!
Alles Liebe,
Celestine
barbara seiler
13.06.2008, 17:49
Hallo Celestine!
ich bin froh, dass du zu diesem Thema schreibst - gerade weil du ja offenbar einen ganz anderen Zugang zum Kurs in Wundern gefunden hast als ich. :)
Doch auffällig ist es, wie viel er in Dir und für Dich bewegt obwohl er Dir doch inhaltlich nichts zu geben scheint....
Ja, er nagt irgendwo an mir. Er hat auch eine ganz eigentümliche Energie, finde ich.
Interessant auch, wenn man mal die Hintergrundgeschichte anschaut.
Stimmt, das ist auch eigentümlich. Ich hab mein Exemplar auch nur darum bekommen, weil ich es noch einmal bestellt hatte... der Verkäufer, der für die erste Lieferung hätte zuständig sein sollen, bei dem kauf ich garantiert nie mehr etwas.
Was das Buch zum "Teufelswerk" macht (ich mußte so kichern bei dem Begriff, dass ich ihn aufgreife :D), ist, dass es gleichzeitig zweifach gelesen wird. Einerseits lesen Deine Augen die Worte und der Verstand analysiert diese (das ist die gewohnte Art, die Information aufzunehmen). Andererseits ist dies ein Buch, bei dem Deine Essenz mitliest - auf ganz andere Weise.
Ist das nicht etwas, was für alle Bücher gilt? Dass man sie auf mehreren Ebenen liest? Ich würde doch nicht meinen, dass meine Essenz ständig abgeschaltet ist, ausser wenn der Kurs gelesen wird...;)
Irritierend könnte allerdings sein, dass die verschiedenen Ebenen sehr verschiedene Botschaften herauslesen - und es der Widerspruch ist, der irritiert.
interessant ist vielleicht, dass Ähnliches auch über den Koran gesagt wird:
"Für Johann Wolfgang von Goethe (http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe) war der Koran ein Buch, „das uns, so oft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.“ Was ihm nicht gefiel: Die nach seiner Auffassung nachgeordnete Stellung der Frau, das Weinverbot und die Anfeindung der Poesie.[1] (http://de.wikipedia.org/wiki/Koran#cite_note-MOMMSEM-0)
Arthur Schopenhauer (http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schopenhauer) bemerkte im Kapitel „Ueber das metaphysische Bedürfniß des Menschen“ in seinem Werk Die Welt als Wille und Vorstellung über den Koran, „dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Theismus). Viel mag durch die Uebersetzungen verloren gehn; aber ich habe keinen einzigen werthvollen Gedanken darin entdecken können. Dergleichen beweist, daß mit dem metaphysischen Bedürfniß die metaphysische Fähigkeit nicht Hand in Hand geht.“"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Koran 13.06.2008, 16:26
Darin liegt für mich das tiefe Wunder dieses Buches. Während ich es lese, sagt eine starke, sanfte, klare Stimme in mir permanent JA, und versteht einfach.
Eine solche Stimme hat sich bei mir bisher noch nicht wirklich gemeldet. Schon irgendwie so ein bisschen. Aber bei anderen Büchern - zum Beispiel bei Hawkins - ist sie deutlich klarer wahrnehmbar. Und mir ist auch klar, dass ich meinen Ärger an formalen Dingen aufhänge, und dass das eine Ego-Geschichte ist.
Entweder Du nimmst es ernst, es zu lesen, dann wird es Dich verändern, zwangsläufig, weil Du dann unweigerlich den Kurs machen wirst.
ja. Aber wiederum: auch das gilt für alle Bücher. Wenn ich sie lese, und ernst nehme, dann verändern sie mich. Ich gehe auch nicht davon aus, dass der Kurs das einzige Buch ist, das diese Essenz vermittelt. Da gibt es viele andere, die das auch tun. Einzigartig ist er wohl in der Art, wie er mit dem Ego umspringt. Das habe ich in der Form noch nirgends sonst gesehen.
Oder Du sagst, was ich hab, das hab ich, und darüber hinaus gibt es noch eine gaaaanze Menge mehr zwischen Himmel und Erde zu entdecken, das faszinierend ist, das Spaß macht, und das ich unbedingt auch noch kennen lernen möchte....
Ich denke nicht, dass es ein entweder-oder sein muss. Warum nicht ein sowohl-als auch? Dass ich als Mensch auf der Erde bin, das ist doch nicht zufällig und nicht sinnlos. Wenn es wirklich darum gehen sollte, die irdische Erfahrung so schnell wie möglich zu beenden, wäre da eine Anleitung zum Selbstmord nicht besser und ehrlicher? Und - das ist doch nicht die Botschaft des Kurses...?
Und dann kannst Du entscheiden, ob Du Kurs-Antworten auf Deine Fragen willst (dann bleibste da) oder eben nicht (dann fragste woanders).
Richtig. Allerdings, wenn ich Kurs-Zitate als Antworten wünsche, dann mach ich es mir einfacher: ich nehm einfach das Buch, mach die Augen zu, schlag es an einer zufälligen Stelle auf und lese, was da steht. Dazu brauche ich keine Menschen und keine Foren. Menschen und Foren sind allerdings höchst sinnvoll und eine tolle Einrichtung, wenn es darum geht, herauszufinden, was das eigentlich bedeutet, was da steht - und wie es im Alltag umsetzbar ist. Welche Erfahrungen damit gemacht werden. Was sich wie verändert.
Der Körper ist ein Kommunikationsmittel, sagt der Kurs. Was doch durchaus auch bedeutet, dass man sich - auch auf Ego-Ebene - mit Gewinn damit auseinandersetzen kann, was denn überhaupt Kommunikation ist - oder gar, was eine Kommunikation sein könnte, in der das Selbst spricht, und nicht das Ego.
grüsse, barbara
Celestine
13.06.2008, 19:36
Hallo Barbara,
ich fang kurz von hinten an - viel hab ich eigentlich auch gar nicht zu antworten :)
Der Körper ist ein Kommunikationsmittel, sagt der Kurs. Was doch durchaus auch bedeutet, dass man sich - auch auf Ego-Ebene - mit Gewinn damit auseinandersetzen kann, was denn überhaupt Kommunikation ist - oder gar, was eine Kommunikation sein könnte, in der das Selbst spricht, und nicht das Ego.
Leider finde ich jetzt die passende Kursstelle nicht, aber sinngemäß steht da:
Der Körper dient einzig der Kommunikation mit Deinen Brüdern so lange ihr Geist noch gespalten ist. Geheilte Geister benötigen zur Kommunikation keinen Körper.
Das macht schon auch Sinn, finde ich.
Ich denke nicht, dass es ein entweder-oder sein muss. Warum nicht ein sowohl-als auch? Dass ich als Mensch auf der Erde bin, das ist doch nicht zufällig und nicht sinnlos. Wenn es wirklich darum gehen sollte, die irdische Erfahrung so schnell wie möglich zu beenden, wäre da eine Anleitung zum Selbstmord nicht besser und ehrlicher? Und - das ist doch nicht die Botschaft des Kurses...?
*Schmunzel* Es ist ja eine Anleitung zum Mord.... strenggenommen...., nur nicht zum Selbstmord, sondern zum Egomord... das ist Dir doch auch schon aufgefallen, oder?!
Und, doch, dieses eine und einzige Mal ist es doch ein Entweder/Oder. Sowohl als auch ist hier nicht möglich.
Ich blende mal zurück, muss auch gar nicht so weit sein, ein dreivierte Jahr reicht da schon, da hab ich beim besten Willen nicht verstanden, was dieses Gefasel von "Ego transzendieren" soll... im Gegenteil ich war - genau wie Du - eiserner Verfechter meines und jedermans Recht auf das eigene Ego! Und ich hatte eine Menge gute Gründe dafür!
Natürlich hat mich jetzt nicht über Nacht der Blitz getroffen und schwupps war ich mein Ego los, und nun laufe ich erleuchtet durch die Gegend... täterätätä wie wunderbar...ne ne. Erklären kann ich es auch nicht wirklich, was mit mir vonstatten ging und geht. Ich würd´s wenn ich könnte, gerne!
Es hat mit Bereitschaft zu tun. Bereitschaft das Ruder aus der Hand zu geben und volles Vertrauen ins Leben zu haben. Abgabe der Kontrolle und ausschließliche Aufmerksam auf das was da ist und was passiert.
In diese Bereitschaft hinein ist der Kurs bei mir gelandet. Und nun "wirkt" er.
ich bin froh, dass du zu diesem Thema schreibst
:) Gerne! Ich bin nicht so ein seitenlanger Zitatediskutierer, und Hawkins ist mir immer noch gar nicht vertraut, DA fehlt mir der Zugang ;)
Und sonst?
Alles Liebe,
Celestine
barbara seiler
13.06.2008, 20:05
Hallo Celestine!
Der Körper dient einzig der Kommunikation mit Deinen Brüdern so lange ihr Geist noch gespalten ist. Geheilte Geister benötigen zur Kommunikation keinen Körper.
Das macht schon auch Sinn, finde ich.
Ja, das macht durchaus Sinn. Ich bin auch in der glücklichen Lage, dass es mir immer wieder mal passiert, Momente einer solchen direkten Kommunikation zu erleben - das ist überwältigend. Und sehr sehr schön.
Dennoch bin ich immer noch in der Situation eines Menschen mit Ego, und eines Menschen mit gespaltenem Geist... und da geht vieles einfacher, wenn Ego auf seiner Ebene auch davon überzeugt werden kann, dass es gut ist, der Seele den Vortritt zu lassen.
*Schmunzel* Es ist ja eine Anleitung zum Mord.... strenggenommen...., nur nicht zum Selbstmord, sondern zum Egomord... das ist Dir doch auch schon aufgefallen, oder?!
Nicht wirklich, nein.;)
Ich möchte auch mein Ego nicht ermorden - zumindest nicht, solange ich noch eine verkörperte Seele bin. Wenn ich irgendwann mal eine nicht verkörperte Seele bin, he nun, dann siehts wieder anders aus.
Ein totes Ego, das würde ja bedeuten: zu sein wie ein Baby. Den Körper, den ich mir erschaffen habe, nicht koordiniert bewegen zu können. Nicht über Sprache zu verfügen. Es würde bedeuten, dass ich selbst nicht die Massnahmen ergreifen könnte, um meinen Körper lebendig zu erhalten - ich wäre pflegebedürftig. Mein Körper müsste von andern Menschen gefüttert und gewaschen werden. Nein, ich will mein Ego definitiv nicht ermorden.
Da komme ich wieder zu einem Punkt, der mich am Kurs irritiert: bei mir kommt da immer wieder die Botschaft an, das Leben auf der Erde, mit Körper und Ego, sei so eine Art gigantischer Irrtum, eine Art Fehler, der unbedingt korrigiert werden muss. Kann sein, dass ich da etwas falsch verstehe... aber mein Gefühl sagt mir, dass es richtig ist, dass ich jetzt gerade Mensch bin.
Es hat mit Bereitschaft zu tun. Bereitschaft das Ruder aus der Hand zu geben und volles Vertrauen ins Leben zu haben. Abgabe der Kontrolle und ausschließliche Aufmerksam auf das was da ist und was passiert.
In diese Bereitschaft hinein ist der Kurs bei mir gelandet. Und nun "wirkt" er.
Diese Botschaft kann ich hingegen voll unterschreiben.:)
Nur brauche ich dafür niemanden zu ermorden, auch mein Ego nicht... sondern es, wie du oben schreibst, transzendieren: darüber hinaus gehen. Mich nicht mehr ausschliesslich als Körper/Ego definieren, sondern mir bewusst sein, dass Ego/Körper nur ein Aspekt von mir ist, und nicht der Wichtigste, sondern nur so eine Art temporäres Kleid. Und dass meine Essenz gar nichts mit Ego und Körper zu tun hat.
liebe grüsse
barbara
Celestine
13.06.2008, 20:44
Barbara,
Ein totes Ego, das würde ja bedeuten: zu sein wie ein Baby. Den Körper, den ich mir erschaffen habe, nicht koordiniert bewegen zu können. Nicht über Sprache zu verfügen. Es würde bedeuten, dass ich selbst nicht die Massnahmen ergreifen könnte, um meinen Körper lebendig zu erhalten - ich wäre pflegebedürftig. Mein Körper müsste von andern Menschen gefüttert und gewaschen werden. Nein, ich will mein Ego definitiv nicht ermorden.
Hmmm... jetzt habe ich erstmal Encarta bemüht, um den Begriff "Ego" mal konkret zu definieren... so klar scheint der nicht zu sein... jedenfalls meine ich scheinbar was anderes als Du... http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761563429/Ich.html#p1
Mit Ego meine ich die Rolle des Wahrnehmenden hier, mit allem was für mich dazu gehört, das Gesamtpaket dessen, was ich für die Realität meines Lebensalltags halte. Wenn "ich" das aufgeben, bin ich per meiner Definition nichts mehr, entsprechend habe ich auch nichts mehr, worüber bzw. womit ich mich identifizieren könnte. Sobald das in mein Bewußtsein gedrungen ist, ja, es vollständig durchdrungen hat, spiele ich meine Rolle auf völlig andere Weise. Dann erst "spiele" ich wirklich...
Da komme ich wieder zu einem Punkt, der mich am Kurs irritiert: bei mir kommt da immer wieder die Botschaft an, das Leben auf der Erde, mit Körper und Ego, sei so eine Art gigantischer Irrtum, eine Art Fehler, der unbedingt korrigiert werden muss. Kann sein, dass ich da etwas falsch verstehe... aber mein Gefühl sagt mir, dass es richtig ist, dass ich jetzt gerade Mensch bin.
Jepp, die Irritation kann ich gut nachvollziehen! An dem Punkt stolpere ich auch noch so vor mich hin... Da aber alles Hinterfragen und Beleuchten noch keine konkrete haltbare Antwort gebracht hat, versuche ich mal einfach wirklich nichts zu verstehen, sondern die Irritation einfach sein zu lassen.... möglicherweise tut sich die Antwort von alleine auf. Sie bewegt sich auf jeden Fall auch wieder in die Richtung "Nicht-Selbst" von Herrn Loys Text....
Manche Antworten erkennt / bekommt man einfach erst, wenn man "auf der anderen Seite ist". Dazu muss man auch nicht immer gleich in die Kiste springen... Ein schönes Beispiel dafür ist mein "Rauchen Aufhören". Das hat 7 vergebliche Versuche gebraucht. Blöd, dass ich nicht abgewartet habe, bis es einfach aufgehört hat. Den Stress und die Psycho-Ackerei hätte ich mir echt sparen können... ABER, ich kann wirklich keinem aufhörwilligen Raucher vermitteln, wie einfach Nichtrauchen ist, so lange er sich für einen Raucher hält und noch dazu für einen süchtigen und am allerschlimmsten für einen süchtigen, bewußten Raucher.... kannst Du irgendwie ein bißchen spüren, was ich meine....:confused:
By the way: Ich habe gerade zum ersten Mal Kryon "Die Reise nach Hause" gelesen. Kennst Du es? Mein Gott, ist das eine schöne Geschichte!
Celestine
barbara seiler
14.06.2008, 09:15
Guten Morgen Celestine!
Hmmm... jetzt habe ich erstmal Encarta bemüht, um den Begriff "Ego" mal konkret zu definieren... so klar scheint der nicht zu sein... jedenfalls meine ich scheinbar was anderes als Du...
Mir scheint die Definition gar nicht so verschieden zu sein...
Mit Ego meine ich die Rolle des Wahrnehmenden hier
Ja. Und dein Werkzeug der Wahrnehmung ist der Körper. Du nimmst nur das wahr, was über deine Sinne hinein kommt - sowohl die fünf körperlichen Sinne, wie auch die feinstofflichen Sinne, wie zB die Chakren und die Aura. Und dies basiert wiederum darauf, dass du (als Ego und Mensch) die Fähigkeit hast, "ich, mein Körper" von "nicht ich, nicht mein Körper" zu unterscheiden.
Ich habe mal den interessanten Gedanken gelesen, dass der Körper nicht ein Instrument ist, um Wahrnehmung möglich zu machen, sondern eines, um Wahrnehmung einzuschränken; Wenn du diese Einschränkung nicht hättest, würdest du zB wahrnehmen, wie sich dein Nachbar gerade mit dem Hammer auf den Finger haut - und zwar so, als ob es dein eigener Finger wäre. *aua* Und du würdest wahrnehmen, wie der Löwe in der Steppe eine Gazelle reisst, und zwar sowohl die Seite des Löwen, der Hunger hat, und die Seite der Gazelle in ihrer Todesangst und dem Schmerz. Und dann würdest du natürlich noch wahrnehmen, was alle anderen Menschen, Tiere, Pflanzen und Steine gerade wahrnehmen, und das simultan.
Es gibt viele Leute, die ertragen es schlecht, an einem Ort zusammen mit vielen Menschen zu sein... weil sie die Emotionen von allen rundherum wahrnehmen und diese als "meine Emotionen" identifizieren. Was meist ein ziemliches Kuddelmuddel gibt, und sehr unangenehm ist, und sehr anstrengend.
Wenn "ich" das aufgeben, bin ich per meiner Definition nichts mehr, entsprechend habe ich auch nichts mehr, worüber bzw. womit ich mich identifizieren könnte.
Eben. Du hast dann auch keinen Körper mehr, mit dem du dich identifizierst. Die körperlichen Funktionen zu kontrollieren - wie zum Beispiel das Verkneifen, im Kino mitten während des Films auf die Toilette zu gehen - ist eine Ego-Funktion. Rechts und links auf die Strasse zu schauen, bevor du sie überquerst, ist auch eine Ego-Funktion. Denn es ist das Ego, dass daran interessiert ist, deinen Körper heil und ganz auf die andere Seite zu bringen - deiner Seele ist das egal. Es ist auch eine Ego-Funktion, auf andere Menschen einen zivilisierten und erzogenen Eindruck machen zu wollen. So gut wie alles, was kleine Kinder bis ca 7 Jahre lernen, dient dazu, ein Ego aufzubauen. Und das ist, im Kontext des Mensch-Seins, auch gut und richtig so.
Wenn ich deine Definiton nehme und sie bis zum Ende weiter denke, komme ich genau an den Punkt, wo mensch nicht mehr lebensfähig ist mit einem nicht mehr existierenden Ego.
Sobald das in mein Bewußtsein gedrungen ist, ja, es vollständig durchdrungen hat, spiele ich meine Rolle auf völlig andere Weise. Dann erst "spiele" ich wirklich...
Das hingegen würde ich beschreiben als "ein transzendiertes Ego". Das Ego ist eine Art Diener und kümmert sich darum, die Ego-Dinge zu erledigen - Rechnungen bezahlen, Haushalt erledigen, Fahrpläne anschauen, Terminkalender führen - es hat aber nicht mehr den Anspruch, die Ziele zu bestimmen. Das macht dann die Seele. Und die spielt bekanntlich gerne.
Hawkins hat das Ego mit einem Hund verglichen, das finde ich ein schönes Bild: Es sollte so sein, dass Herrchen mit Hund spazieren geht - dass Seele bestimmt, Ego ausführt. Und nicht umgekehrt, dass der Hund das Herrchen an der Leine hinter sich herzerrt. :o
Da aber alles Hinterfragen und Beleuchten noch keine konkrete haltbare Antwort gebracht hat, versuche ich mal einfach wirklich nichts zu verstehen, sondern die Irritation einfach sein zu lassen....
Ja, wenn ich diesen Teil einfach mal rauslasse, so ist wohl schon eine grosse Quelle der Irritation weg.
ABER, ich kann wirklich keinem aufhörwilligen Raucher vermitteln, wie einfach Nichtrauchen ist, so lange er sich für einen Raucher hält und noch dazu für einen süchtigen und am allerschlimmsten für einen süchtigen, bewußten Raucher.... kannst Du irgendwie ein bißchen spüren, was ich meine....
Ja, das kann ich sehr gut. :)
Ich habe mal drei Monate nicht geraucht - und das Aufhören war einfach, da war dieser Impuls "tu es jetzt!", und das ging dann wirklich leicht. Ich hatte nur, so nach eben den drei, vier Monaten, nicht den Mut, mich den hochkommenden Emotionen zu stellen... da fing ich wieder an.
Ich erlebe immer wieder, dass viele Dinge einfach ihre Zeit brauchen - und wenn die Zeit für sie gekommen ist, das geschehen sie in Leichtigkeit und ohne Anstrengung. Während vorher alles Ackern nichts bringt. Also habe ich meine Aufmerksamkeit darauf, jene Dinge zu erkennen, deren Zeit gerade jetzt da ist, und diese zu tun - und mich nicht zu bekümmern um jene Dinge, deren Zeit noch nicht da ist. Das bringt viel Wirkung mit wenig Aufwand.
By the way: Ich habe gerade zum ersten Mal Kryon "Die Reise nach Hause" gelesen. Kennst Du es? Mein Gott, ist das eine schöne Geschichte!
Ich glaube, ich habs vor mehreren Jahren mal gelesen und erinnere mich nur noch so vage dran... im Moment lese ich lieber Terry Pratchett, der schreibt wirklich genial! Ich mag vor allem, dass er sehr spirituelle Sachen vermittelt, und das ohne jeglichen pädagogischen Anspruch von "so, ich erklär euch jetzt mal, wie das ist", und sehr humorvoll, und sehr scharf beobachtet... ich bin totaler Pratchett-Fan.
liebe grüsse
barbara
Celestine
16.06.2008, 10:16
Guten Morgen Barbara :)
Also irgendwie ist das mit dem Begriff des Ego immer noch nicht so klar... Natürlich kann ich absolut nachvollziehen, wie Du es beschreibst. Mir scheint nur, das ist nicht das Ego, das der Kurs tatsächlich meint. Vielleicht paßt für unseren Wortgebrauch der Begriff "Persona" besser? Von mir aus nennen wir es ruhig "tanszendiertes Ego", dabei scheinen wir ja dann auf einem gemeinsamen Nenner zu sein.
Das Bild mit dem Hund an der Leine hat mich sehr lachen lassen! Gerade erst gestern wieder, mußte ich sehr mit meinem Hund "kämpfen" um ihm klar zu machen, wer von uns beiden bestimmt, wo es lang geht.... wenn das eine Spiegelung meines Verhältnisses zu meinem Ego sein sollte, na dann Prost-Mahlzeit!
Momentan mache ich eine Kurs-Pause. Ich habe das Gefühl, das Aufgenommene muss jetzt erstmal sacken.
Liebe Grüße,
Celestine
barbara seiler
16.06.2008, 15:00
Hallo Celestine
Oh, zu Hund und Herrchen hab ich noch ein schönes Zitat - leicht offtopic, von Detlef Linke aus "Religion als Risiko", aber ich finds so toll *g*:
"Beim Spaziergang kann der Hund eine interessante Form der Interaktion mit anderen übernehmen. Er ist mein Besitz, und während ich ihm kommandiere, dass er einem anderen Passanten nicht zu nahe treten soll, kann mein Besitz gerade dieses tun. Betrachtet man Herrchen (oder Frauchen) und Hund als geschlossenes System, dann kann es zwei Dinge zugleich mit einem anderen Menschen tun, ihn beschnüffeln und sagen, dass beschnüffeln verboten ist. Insofern ist dieses System perfekter Repräsentant von Doppelmoral und Dualismus."
Viel Spass beim nächsten Spaziergang!:p
Mir scheint nur, das ist nicht das Ego, das der Kurs tatsächlich meint.
nein, wohl nicht. Ich hab etwas geblättert und gesucht, was der Kurs sagt. Zum Beispiel:
"The Ego is a wrong-minded attempt to perceive yourself as you wish to be, rather than as you are." also, "das Ego ist ein falsch-geistiger Versuch, dich so wahrzunehmen, wie du zu sein wünschst, und nicht so, wie du bist."
und "to the Ego it ist kind and right and good to point out errors and "correct" them" - für das Ego ist es nett und richtig und gut, auf Irrtümer hinzweisen und sie zu "korrigieren". (Was ja dann auch heisst: immer wenn ich sage "das machst du falsch, sagst du falsch, denkst du falsch" ist es eine Ego-Handlung)
"you are fearful because you have forgotten" - du bist voller Angst, weil du vergessen hast.
"The Ego was made out of the wish of God's Son to father Him" - das Ego entstand aus dem Wunsch des Sohnes Gottes, ihm (Gott) ein Vater zu sein.
"The Ego may see some good, but never only good" - das Ego mag etwas Gutes sehen, aber nie nur Gutes.
"The end of the world is not its destruction, but its translation into Heaven" - das Ende der Welt ist nicht Zerstörung, sondern die Übertragung in den Himmel.
"The Ego is certain that love is dangerous" - das Ego ist sich sicher, dass Liebe gefährlich ist.
"Possesion for its own sake is the egos fundamental creed" - Besitz um seiner selbst willen ist des Egos fundamentaler Glaubenssatz.
"The Ego separates through the body" - das Ego trennt durch den Körper.
"To confuse a learning device with a curriculum goal is a fundamental confusion that blocks the understanding of both" - ein Lehrmittel mit einem Lernziel zu verwechseln ist eine grundlegende Verwirrung, die beider Verständnis blockiert.
naja, das wär mal so eine Sammlung von Sätzen, die mir gerade in die Augen gesprungen sind...
Zusammengefasst also: Mensch-Sein ist eine Lernsituation, der Körper (und damit das Ego) ein Lern-Hilfsmittel, aber kein Zweck in sich und für sich selbst. und wenn man das erkennt, dann ist gut. Dann wird das Ego nicht sterben, aber es wird bedeutungslos im Vergleich zur echten, göttlichen Realität.
grüsse, barbara
Celestine
08.07.2008, 11:43
Ich habe soeben etwas sehr interessantes gefunden... und höre gerade den ersten Vortrag... das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten:
Rheinhard Lier
http://www.lier.de/index.php?menu_id=29&smenu_id=50&con_id=78&lang_id=1
barbara seiler
01.09.2008, 20:26
Hallo zusammen
ich denke, der Kurs in Wunder kann gut als Orakelbuch genutzt werden - irgendwo aufschlagen und sehen, was da steht. Und wie es so typsich ist, ärgert mich das, was ich sehe:
"Lesson 22 - what I see is a form of vengeance", also "was ich sehe, ist eine Form von Rache"...
es geht darum: wer seinen Zorn auf die Welt projiziert, wird überall rachsüchtige Menschen sehen, die einen verletzen wollen. der eigene Angriff in Folge darauf wird als Selbstverteidigung gedeutet. (was mich doch gerade an ein Zitat eines deutschen Generals erinnert - Clausewitz? Moltke? - der sagte: der Verteidiger wird in der Verteidigungsaktion zum Angreifer)
Und dann noch; "Alles, wovor du Angst hast, existiert nicht."
... ich glaub, ich leg das Buch wieder weg. für den Moment zumindest
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
01.09.2008, 20:53
dabei beschreibt doch das genau die Dinge, die auch Hawkins sagt:
Der Hass, die Angst, das ist unsere Welt, unsere realität, unser Erleben.
Sehen wir seine Wahrheit, so stellt es sich als falsch heraus.
Es ist ein Kurs in Selbstdemut, alles auf der Welt als einen Spiegel seiner selbst zu sehen.
Auch die Gewaltbereitschaft anderer Menschen. Ist sie nicht nur die Manifestation dessen, was -irgendwo in unserer spirituellen Gemeinsamkeit hinterlegt- sich in der Individualität jedes einzelnen offenbart?
Sprich, die Angst, der Hass, der Neid von anderen ist nicht DEINE Angst, DEIN Hass, DEIN Neid...aber sie entstammen der selben Quelle, derselben Unwirklichkeit. Und darum KÖNNEN wir sie beeinflussen. Wenn wir unsere tiefe Angst verarbeiten, dann tun wir dies auch für und mit anderen Menschen.
Grüssle
Frank
barbara seiler
01.09.2008, 20:57
Sprich, die Angst, der Hass, der Neid von anderen ist nicht DEINE Angst, DEIN Hass, DEIN Neid...aber sie entstammen der selben Quelle, derselben Unwirklichkeit. Und darum KÖNNEN wir sie beeinflussen. Wenn wir unsere tiefe Angst verarbeiten, dann tun wir dies auch für und mit anderen Menschen.
ich muss gestehen, ein grosser Teil meines "ich" hat gerade grosse Mühe, genau daran zu glauben... darauf zu vertrauen.
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
01.09.2008, 23:57
Hi Barbara,
klaro...denn Dein "ich" WILL nicht daran glauben.
Was ist denn nur los bei Euch?
Hat Euch das Wetter ein "Seelenloch" gegraben?
Aber ich hatte es vor kurzem ja auch:
Wir müssen jedoch das zweifelnde, nörgelnde Ego diziplinieren, wir WISSEN, dass es gut ist, wie es ist.
Wir kennen die Wahrheiten von Freude oder Ärger, von Lust oder Leid.
Sie liegen in uns...
...sei jeden Tag standhaft, sag Dir jeden Tag, dass Du die Wahrheit kennst, steh auf und geh Deinem Tagwerk nach.
Wenn Dein Ego amok läuft, lass es laufen, weil Du eine Ebene kennst, auf der Du es nicht brauchst.
Wenn Du an Dir zweifelst, richte Dich auf und erinnere Dich, dass es keine Schwäche gibt.
Wenn Du an Deiner Liebe zweifelst, richte sie auf und erinnere sie, dass es keinen Hass gibt.
Ich meine wirklich, Deine Erschöpfung spüren zu können. Und sie ist nicht deshalb so präsent, weil Du zuviel machen würdest, sondern es ist die Ermüdung durch Angst. Du zweifelst.
Das tut nicht not. Du weisst, dass Dir die ganze Welt zur Verfügung steht. Alles andere sind hinterlistige Einflüsterungen.
Liebe, herzliche Grüsse
Frank
barbara seiler
02.09.2008, 08:45
Hallo Frank
ja, du hast recht. Ich zweifle. Ego nörgelt. und ich habe Existenzängste. die "hinterlistigen Einflüsterungen" sind im Moment, ziemlich oft, übermächtig. und ich wurstle mich so von einem Moment zum nächsten.
ich bin froh, dass es euch hier gibt.:)
grüsse, barbara
barbara seiler
13.10.2008, 13:40
Lektion drei
"ich verstehe nichts von dem, was ich in diesem Raum (von meinem Fenster aus, auf dieser Strasse, an diesem Ort...) sehe."
Die Idee der Übung ist, den Geist von allen Assoziationen zu lösen, die in der Vergangenheit entstanden sind und festzustellen, wie wenig ich wirklich von dem verstehe, was ich sehe - nicht zu urteilen, egal, worum es sich handelt.
- eine Übung im Brille-Ablegen...
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
13.10.2008, 18:16
ich kenne den Kurs nicht...aber es hört sich nach einer Lektion in Denk-Konsequenz an!
Wenn wir etwas betrachten, und nicht darüber urteilen wollen, dann dürfen wir nicht in "beurteilungswürdig und unbeurteilungswürdig" trennen.
Wir müssen beurteilen--oder es lassen.
Ein bischen tun oder ein bischen lassen scheint hier nicht Ziel zu führen.
Das hat mE auch was mit Toleranzübung zu tun:
für die meisten Leute ist doch Toleranz nur ein Lippenbekenntnis, weil deren Toleranz genau bis dorthin reicht, wo es ihnen gegen den Strich geht.
Das ist aber das Gegenteil von Toleranz!
Tolerant zu sein ist oft ein gewaltiger Sprung über den eigenen Schatten, und er beginnt damit, nicht zu urteilen....
Grüssle
Frank
barbara seiler
13.10.2008, 19:40
Ja, man kann dem Kurs alles mögliche vorwerfen, aber bestimmt nicht mangelnde Konsequenz.
für die meisten Leute ist doch Toleranz nur ein Lippenbekenntnis, weil deren Toleranz genau bis dorthin reicht, wo es ihnen gegen den Strich geht.
nun, Toleranz heisst ja, wenn ich mich recht erinnere, "was man (er)trägt" - und da gibts schon verschiedene Masse davon.
Es hat auch viel mit Liebe zu tun - alles gleich annehmen, zu allem auf dieselbe Weise Ja sagen können.
grüsse, barbara
Celestine
18.10.2008, 09:10
T-31.VI.1
Du siehst das Fleisch - oder erkennst den reinen Geist wieder. Zwischen beiden gibt es keinen Kompromiss. Wenn eines wirklich ist, dann muss das andere falsch sein, denn das, was wirklich ist, leugnet sein Gegenteil. In der Schau gibt es keine andere Wahl als diese. Was Du hierin entscheidest, bestimmt, was Du siehst und was Du für wirklich und für wahr hältst. Von dieser einen Wahl hängt Deine ganze Welt ab, denn hiermit hast Du festgelegt, was Du bist: Fleisch oder reiner Geist, nach Deiner eigenen Überzeugung. Wenn Du das Fleisch wählst, wirst Du dem Körper nie als Deiner eigenen Wirklichkeit entrinnen, denn Du hast die Wahl getroffen, dass Du es so haben willst. Wähle jedoch den reinen Geist, dann neigt der ganze Himmel sich herab, um Deine Augen zu berühren und Deine heilige Sicht zu segnen, auf dass Du die Welt des Fleisches nicht mehr sehen mögest, außer um zu heilen, zu trösten und zu segnen.
Roadrunnerfn
18.10.2008, 10:14
Siehst Du Astrid,
DAS ist mein Problem mit der Welt schön beschrieben!
Und wenn ich hier bei Euch eines gelernt habe, dann, dass diese Aussage nicht richtig ist. In allerletzter Konsequenz mag es wahr sein, dass man die nur ganz oder gar nicht zu treffen vermag.
Ent oder weder.
Sekt oder Selters.
Aber das Leben sieht anders aus.
Der, der das geschrieben hat, hat auch seine Finger zum Tippen oder Schreiben benutzt. Wir können hunderttausendmal die Wahrheit sehen, und dennoch haben wir ein fleischliches Gehirn, mittels welchem wir darüber nachdenken. Oder Wurstfinger, mit welchen wir darüber schreiben.
Nein, ich denke, dass das Beschriebene eine Wahrheit widerspiegelt, die konsequent gedacht ist.
Aber ich bin inzwischen ganz fest davon überzeugt, dass wir den Mittelweg gehen müssen.
Das ist unsere Bestimmung.
Ohne Geist zu sein oder ohne Glauben ist so destruktiv wie nur vergeistigt zu sein.
Auf dem Mittelweg mag es meinetwegen auch erlaubt sein, das Körperliche als aus dem Geiste kommend zu betrachten. Ich selbst bin ja davon überzeugt!.
Aber Ihr habt mir gezeigt, dass dieses Körperliche eine Form der Wahrheit IST.
So wie alles ist.
Oder wie pflegst Du zu sagen?
Leben ist Sinn.
So bin ich ganz im festen Glauben, dass wir gut beraten sind, uns als Menschen in einer körperlichen Welt zu erkennen, deren Fülle und Wahrheit wir vielleicht erst dann erfassen, wenn wir das geistige in uns entdeckt haben.
Aber das "Fleisch" zu verleugnen...davon bin ich abgerückt.
Grüssle
Frank
Celestine
18.10.2008, 10:21
Der, der das geschrieben hat, hat auch seine Finger zum Tippen oder Schreiben benutzt.
Es wurde von einem Menschen aus Fleisch und Blut "aufgeschrieben", aber es ist nicht von diesem Menschen erdacht worden.
Aber ich bin inzwischen ganz fest davon überzeugt, ....
OK
Überzeugungen können jederzeit geändert werden.
Überzeugungen machen Dinge wahr, die nicht wahr sind.
Oder wie pflegst Du zu sagen?
Leben ist Sinn.
GOTT IST
barbara seiler
20.10.2008, 13:37
Aber ich bin inzwischen ganz fest davon überzeugt, dass wir den Mittelweg gehen müssen.
einen Weg der Mitte - einen Weg in die Mitte. "Meditation" ist das, was uns zur Mitte, zum Zentrum bringt. Es ist eine Mitte die dem Gleichgewicht eines Seiltänzers ähnelt, und nicht der Mitte eines faulen Kompromisses, der weder das Eine noch das Andere ist.
Der Kurs in Wundern sagt, der Körper sei ein Kommunikationsinstrument, und darin liegt seine Berechtigung. Wir können uns bereit erklären, unser materielles Sein und unsere Psyche dem grossen ICH BIN als Kanal zur Verfügung zu stellen. Und damit wir mit dem ICH BIN in Übereinstimmung sind, müssen wir in der Mitte - im Gleichgewicht sein. Und das kompromisslos.
Aber das "Fleisch" zu verleugnen...davon bin ich abgerückt.
nein, nicht das Fleisch leugnen... es einfach erkennen als das, was es ist. Was ihm dann automatisch die richtige Priorität zuweist. "Die Wahrheit macht euch frei."
grüsse, barbara
barbara seiler
12.06.2011, 21:48
einen "Kurs im Wundern" bietet oft die Natur mit ihren Schönheiten:
http://img833.imageshack.us/img833/5004/dscf0064ey.jpg (http://img833.imageshack.us/i/dscf0064ey.jpg/)
Uploaded with ImageShack.us (http://imageshack.us)
grüsse, barbara
Hallo zusammen!
Es drängt mich dazu, das Thema doch noch rasch aufzumachen, denn: irgendwie geht mir dieses Buch auf die Nerven! - und ich möchte herausfinden, warum das so sein könnte.
Ich hab so ungefähr die ersten 300 Seiten gelesen (von total über 1000), ich habe die vorgeschlagenen Übungen nicht gemacht, und seit einiger Zeit steht das Buch irgendwo ziemlich weit hinten im Regal. So. Das wär mal der Stand der Dinge von meiner Seite.
Die Nervigkeit festmachen kann ich an folgenden Dingen: der Text ist sehr repetitiv - immer dieselben Themen werden immer wieder wiederholt. Wozu brauchen die denn so viele Seiten? Liegts daran, dass das Buch ursprünglich an eine einzige Person gerichtet war?
Dann kommen immer diese Bemerkungen à la "du kannst das noch nicht, du weisst das noch nicht..." etc - da fühl ich mich doch etwas beleidigt. Denn es geht um Dinge, die ich meiner Meinung nach sehr wohl weiss und auch oft kann.
Dann diese absolute Trennung, auf der einen Seite das Ego, und das wird mit den abschätzigsten Worten bedacht, auf der andern Seite die echte, wahre, göttliche Realität... nun, falsch ist das nicht, aber ist das wirklich hilfreich, für mich, die ich mich in einer Situation befinde, wo ich als Mensch auf der Erde lebe, mit Ego und allem, was dazu gehört? Ausserdem kann man doch im Bereich des Egos sehr wohl mit Gewinn - auch spirituellem Gewinn - gewisse Differenzierungen machen?
So, das wär mal das, was mir auf die Nerven geht. Wobei ich sagen muss, dass ich durchaus das Gefühl habe, dass das Buch etwas zu bieten hat - etwas Gutes und Wertvolles. Aber jetzt wars mir einfach danach, dies mal loszuwerden, ich hoffe, ich mag mal später zum Konstruktiveren kommen...
... und bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen.
liebe grüsse!
barbara
hallo barbara,
vieleicht ist das nervig weil es dich in konflikte bringt mit deinem ego und du das nicht hören willst,
den das heißt sein werte system neu aufbauen und das ego los lassen, was sicher ein schwerer schritt ist aber der sich lohnt ich spreche aus erfahrung,
es gibt eben auch nur wenige menschen die wissen was das ergebniss ist in dem das ego nicht als wichtig anzusehen ist,
der weg zum göttlichen geht nur in dem wir das ego los lassen,
wir erleben dann was glückseligkeit und frieden ist alles andere sind vorstufen die man erleben kann oder täuschungen für eine kurze zeit und dann ist man doch wieder auf der suche nach etwas das uns zufrieden macht, so geht manchmal die suche ohne ende weiter vieleicht ein leben lang,
lieben gruß gilla
barbara seiler
13.07.2011, 20:53
Hallo Gilla
den "Kurs in Wundern" habe ich schon länger nicht mehr angeschaut, vielleicht hat sich jetzt etwas verändert.
Allerdings habe ich schon das Gefühl, dass er auf Helen Schucman (hiess sie so?) zugeschnitten war, als persönliche Botschaft...
Ego-loslassen hab ich in letzter Zeit oft üben dürfen. und Frieden erleben dürfen. Was oft auch notwendig war, um überhaupt zu verstehen, was die im Kurs sagen wollen.
ich könnte ja wieder mal testweise etwas darin lesen.
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
13.07.2011, 21:03
Manchmal steht uns eine Quelle offen, manchmal nicht.
Manchmal finden wir den Zugang, manchmal nicht.
Zum Thema selbst schwirren mir letztlich immer wieder ganz eigene Gedanken durch den Kopf.
Über das Für und Wider des Egos bzw. dessen Auflösung....und solche Dinge.
Mein QiGong Lehrer ist mir da immer wieder eine Stütze:
"Mach die Augen auf bei den Übungen! Die Welt geht durch Deine Augen in Deinen Kopf!"
Dabei ist es so viel einfacher, die Augen zu schliessen und sich den Bewegungen hinzugeben....
Wenn man die Werkzteuge kennt, ist es auch relativ einfach, das Ego wegzuknipsen.
Aber:
Ist das gut?
Immer mehr bekomme ich das Gefühl, dass nichts ohne das andere ist.
Seele, Ego, Geist, Körper.......sie beobachten sich gegenseitig und sind am Ende das, was wir sind: Mensch.
Ich werde darum immer vorsichtiger den Lehren gegenüber, die versuchen, das Ego zu verdammen.
Eine Gratwanderung...sicherlich. Denn wir wissen alle darum, dass Ego ab und an eine kräftige Standpauke braucht, um wieder seine Ecke zu finden.
Grüssle
Frank
barbara seiler
14.07.2011, 00:02
Mein QiGong Lehrer ist mir da immer wieder eine Stütze:
"Mach die Augen auf bei den Übungen! Die Welt geht durch Deine Augen in Deinen Kopf!"
Dabei ist es so viel einfacher, die Augen zu schliessen und sich den Bewegungen hinzugeben....
Stimmt, mit geschlossenen Augen ist es einfacher, weil es geht über das Fühlen. Fühlen ist in der Regel zuverlässiger als Sehen. Du hast ja in deiner Arbeit viel mit handfestem Material zu tun - würdest du diese Aussage auch auf der Ebene der Arbeit bestätigen?
Andererseits, wenn die Augen offen sind, so bleibt der Geist im Körper und verdünnisiert sich nicht träumerisch in unendliche Weiten...
Wenn man die Werkzteuge kennt, ist es auch relativ einfach, das Ego wegzuknipsen.
Aber:
Ist das gut?
fragt sich immer, was das Ziel ist.... gut ist relativ.
Ich werde darum immer vorsichtiger den Lehren gegenüber, die versuchen, das Ego zu verdammen.
da hast du sicher recht.
Der Kurs verdammt das Ego allerdings nicht. Er sagt einfach: das Ego ist nicht wesentlich.
Sobald du weisst, dass du ein Schachspieler bist, und nicht eine Figur auf dem Schachbrett, kannst du mit einer ganz anderen Haltung Schach spielen... dann ist es auf einmal nur ein Spiel. und gerade das macht es möglich, mit ganzem Ernst und voller Hingabe zu spielen.
grüsse, barbara
Manchmal steht uns eine Quelle offen, manchmal nicht.
Manchmal finden wir den Zugang, manchmal nicht.
Zum Thema selbst schwirren mir letztlich immer wieder ganz eigene Gedanken durch den Kopf.
Über das Für und Wider des Egos bzw. dessen Auflösung....und solche Dinge.
Mein QiGong Lehrer ist mir da immer wieder eine Stütze:
"Mach die Augen auf bei den Übungen! Die Welt geht durch Deine Augen in Deinen Kopf!"
Dabei ist es so viel einfacher, die Augen zu schliessen und sich den Bewegungen hinzugeben....
Wenn man die Werkzteuge kennt, ist es auch relativ einfach, das Ego wegzuknipsen.
Aber:
Ist das gut?
Immer mehr bekomme ich das Gefühl, dass nichts ohne das andere ist.
Seele, Ego, Geist, Körper.......sie beobachten sich gegenseitig und sind am Ende das, was wir sind: Mensch.
Ich werde darum immer vorsichtiger den Lehren gegenüber, die versuchen, das Ego zu verdammen.
Eine Gratwanderung...sicherlich. Denn wir wissen alle darum, dass Ego ab und an eine kräftige Standpauke braucht, um wieder seine Ecke zu finden.
Grüssle
Frank
hallo frank,
das mit dem ego ist auch eine schwierige sache, weil es uns oft von den meisten bestattigt wird wie wichtig es ist,
ich habe die erfahrung gemacht das wir wenn wir es los lassen in einem unbeschreiblich schönen zustand sind und weiß wenn man das nicht selbst erlebt hat kann man es nicht glauben,
aber klar braucht man auch zuvor die erkenntnis was das ego für eine rolle spielt und das man sich davon distanzieren möchte so war das bei mir,
ich möchte diese erfahrung nicht missen den es hat mir gezeigt was alles unwichtig ist von dem was ich bis da geglaubt habe es würde mein leben verändern ,
ich habe gemerkt das die welt hier auf erden mir nicht das geben kann was ich damals empfunden habe,
somit sind viele luftschlößer geplatzt und ich renne nicht mehr meinen wünschen hinter her ,
lieben gruß gilla
Roadrunnerfn
24.07.2011, 12:49
Hallo Gilla,
vielleicht liegt es ja an einem Missverständnis, dass ich immer wieder auf solche Stolpersteine treffe:
Ich habe das Gefühl, dass Menschen Dinge erleben und diese Erlebnisse dann für sich einordnen müssen. Dabei geschieht, oftmals in Abhängigkeit davon, ob man die Erfahrung alleine, in der Gruppe oder "ge-guided" macht, dass man für das Erlebte einen Namen findet, eine Bezeichnung.
Und ich meine zu sehen, dass viele Menschen sich damit begnügen, für ein Ereigniss einen namen zu HABEN.
Nun stamme ich leider aus einer Berufsbranche, in welcher exakt definierte Begriffe grundlegend sind. Auch unter uns "Technikern" ist es gang und gäbe, den Dingen Namen zu geben. Und Ihr würdet Euch manchmal wundern, wie weit die Namensgebung an den Tatsachen vorbeischiesst:
Ergebnis: wir haben einen technisch klar definierten Vorgang, der durch eine irreleitende Namensgebung verfälscht wird.
So scheint mir das auch mit den Egothemen zu sein.
Ego ist "ich".
Alles, was mit "mir" in Verbindung ist, ist Ego. Jeder individuelle Eindruck ist vom Ego geprägt.
Dagegen steht ein egofreies, allumfassendes Sein, welches frei von diesen "ich"-Urteilen ist.
So wie Du erzählen mir viele Menschen, wie sie die "Befreiung vom Ego" erlebt haben.
Ich behaupte: das ist ein fehlleitender Name für einen Vorgang, der tatsächlich anders ist.
Lasst uns jedoch darüber im Detail nicht streiten: ich nenne es jetzt mal "das Zurücktreten des Egos".
Was ist der Unterschied?
Zurücktreten ist ein Vorgang, der etwas (hier: Ego) weiter "nach hinten" verbannt. MEIST geschieht das ja im vorliegenden Fall wirklich aus der ersten Reihe: Ego steht ganz vorne. Bereits ein Zurücktreten des Egos in die zweite Reihe ist ein persönliches Erlebnis, welches ich für einschneidend und überwältigend halte.
Loslösen ist jedoch TRENNUNG. Gleichbedeutend mit: Ego verlässt den Raum.
Es gehört (zumindest derzeit) zu meinen festen Überzeugungen, dass Menschsein und Ego fest miteinander verbunden sind. Menschsein ist eine Summe oder ein Produkt einiger Einzelteile. Ego und Körperlichkeit gehören zB dazu.
Darum glaube ich, dass Eure Erfahrungen mit dem "Loslassen des Egos" nur (ich möchte es nicht abwerten, bitte nicht falsch verstehen) Erfahrungen des Zurücktretens des Egos sind.
Denn die Erfahrungen sind noch KLAR geprägt:
MEINE Sinne,
MEIN Empfinden,
MEINE Gefühle,
ICH habe erlebt
ICH war ganz gelöst
usw.
So scheint mir die "Vollständige Lösung vom Ego" genauso ein fehlerbehafteter Ausdruck zu sein, wie ihn meine technische Branche auch zuhauf kennt. Menschen haben etwas gefunden, etwas ERfunden und vergeben dazu einen Namen.
Im speziellen Ego-Fall sprechen Meister der Meditation soagr von der sogenannten Ego-Falle: in der Überzeugung, uns vom Ego gelöst zu haben, fallen wir in einen Zustand, der egoistischer ist als wir in der Regel sind.
Das geschieht auffällig in der Meditation, aber auch unauffällig im täglichen Leben.
Die Vollständige Loslösung vom Ego ist das Ende der Menschlichkeit. Abhängig vom jeweiligen Weltbild kann es das Ende der Menschheit bedeuten oder gar das Ende des Universums.
Obwohl Herr Hawkins sehr oft kaum fassbare Aussagen trifft: seine Schriften unterscheiden sich hier zu jenen von "Esoterikern": sie sind bemüht, genau zu bleiben.
Esoterik ist sehr oft geprägt von ungenauen und wechselhaften Worten und Begriffen. Oft genug findet es sich, dass "Fachbegriffe" von Autoren falsch verwendet werden, und am Ende zeigt es sich, dass es halt vornehmlich "schick" ist, sich so auszudrücken, und das Auditorium gleitet dahin. Sie habens zwar auch nicht verstanden, aber Hauptsache gleiten.....
Womit wir wieder mal bei meinem ganz persönlichen, vorrangigen Problem wären:
ich kann nichts unabgewogen geschehen lassen.
Würde alles meinen Regeln folgen, gäbe es für mich nie etwas Neues, etwas Unerwartetes.
Alles, was nicht meinen Regeln folgt, beäuge ich erst mal mit Vorsicht oder gar Ablehnung.
Ich hoffe, Ihr verzeiht mir das.
Denn der obige Beitrag ist (wieder mal) ein Versuch (kein allzuschlechter, wenn ich das unbescheiden sagen darf), klarzumachen, warum uns rational denkenden Geistern es so extrem schwerfällt, die Leichtigkeit und Unbekümmertheit der Spiritualität und Esoterik anzunehmen.
Grüssle
Frank
barbara seiler
24.07.2011, 20:10
So wie Du erzählen mir viele Menschen, wie sie die "Befreiung vom Ego" erlebt haben.
Ich behaupte: das ist ein fehlleitender Name für einen Vorgang, der tatsächlich anders ist.
weisst du denn, um welchen Vorgang es sihc handelt? nicht von den Worten meine ich, sondern vom Erleben - weisst du, was damit gemeint ist.
Würde alles meinen Regeln folgen, gäbe es für mich nie etwas Neues, etwas Unerwartetes.
Wie heisst es so schön: erwarte das Unerwartete.:p
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
24.07.2011, 23:02
weisst du denn, um welchen Vorgang es sihc handelt? nicht von den Worten meine ich, sondern vom Erleben - weisst du, was damit gemeint ist.
Nein, weiss ich nicht.
Das wäre aber auch wirklich paradox, denn wenn ich eine Befreiung vom Ego erlebt hätte, dann wüsste ich es besser und würde meinen Mund halten, ODER ich würde hier Dinge erzählen, die gegen meine Überzeugung sind.
Beides ist nicht der Fall.
Ich habe allerdings Zustände erlebt, die bei Meditierenden z.T. als "Befreiung vom Ego" tituliert werden. Und das ist mE falsch.
Das Ego ist dabei zurückgetreten, es hat Platz gemacht für anderes, für neues Erleben. Aber ich bin stets ich geblieben dabei. Und ich kenne niemanden, der grundsätzlich dabei sein ich verloren hätte.
Aber ich seh schon: das ist irgendwie vergebliche Liebesmüh.
Das Forum ist im Moment nicht der Platz, an dem meine Gedanken ankommen. Irgendwie stimmt die Wellenlänge grade nicht.
Grüssle
Frank
barbara seiler
25.07.2011, 07:12
Ich habe allerdings Zustände erlebt, die bei Meditierenden z.T. als "Befreiung vom Ego" tituliert werden. Und das ist mE falsch.
Das Ego ist dabei zurückgetreten, es hat Platz gemacht für anderes, für neues Erleben. Aber ich bin stets ich geblieben dabei. Und ich kenne niemanden, der grundsätzlich dabei sein ich verloren hätte.
SO kenn ich das auch. Ebenso mit dem Begriff: das Ego transzendieren. Das Ego ist nach wie vor vorhanden, aber es wird in dem grösseren Zusammenhang gesehen. Es ist nicht mehr das Ein und Alles.
Aber ich seh schon: das ist irgendwie vergebliche Liebesmüh.
Das Forum ist im Moment nicht der Platz, an dem meine Gedanken ankommen. Irgendwie stimmt die Wellenlänge grade nicht.
Würd ich nicht sagen. Gerade die Zweifel, die du formuliert hast, haben mich selbst auf einmal zweifeln lassen, und darum hab ich nachgefragt. "nicht ankommen" ist anders. ;)
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
25.07.2011, 13:00
...naja..irgendwie ist grade alles so zäh.
Es läuft aber!
Mit Aufwand, aber es läuft.
Und es gibt tausend Dinge zu tun, privat und geschäftlich. Und in Meinem Kopf sind dafür tausend und ein Plan.
Und es bewegt sich nix. Das daily business frisst irgendwie jegliche Motivation auf, die geplanten Sachen ordentlich anzugehen.
Die Ego-Diskussion passt da halt ins Bild. Irgendwie ist das auch so etwas, wo ich wie im Kreis laufe. Immer und immer wieder die selben Ansätze.
Und was noch schlimmer ist:
Ich behaupte (in meiner Vermessenheit), dass ich viel weiter blicke als ich lebe.
Ein Fluch ist das!
Ein Hemmschuh, etwas zu tun.
Warum sollte ich in der Praxis den dritten Schritt tun, wenn ich im Geiste das Ergebnis des 8ten schon vor mir sehe?
Wie gesagt, alles ist zäh und recht unbeweglich.
Und dennoch positiv!
Denn das was geht, geht gut und mit wenig Extras. Das ist das Ergebnis jahrelangen Bemühens, und das wird immer besser.
Einige Standard-Dinge so regeln, dass sie uns nicht ständig in die Seite schiessen.
Aber wie gesagt: auch hier droht eine Art Ego-Falle!
Man dümpelt vor sich hin, von Tag zu Tag, man tut sein Nötigstes auf hohem Niveau, aber eben nur das Nötigste.
In der festen Überzeugung, dass es sich regeln wird und der zähe Honig wieder dünnflüssiger wird.
Einfach eine kleine Schaffenskrise, mehr nicht.
Grüssle
Frank
barbara seiler
25.07.2011, 22:39
Warum sollte ich in der Praxis den dritten Schritt tun, wenn ich im Geiste das Ergebnis des 8ten schon vor mir sehe?
worin besteht das Problem?
Wenn du den achten Schritt wirklich sähest - und wolltest - würde er dich so stark ziehen, dass du an die Zwischenschritte von selbst herangeführt wirst.
Kann es sein, dass du den dritten Schritt nicht zulässt und von dieser ständigen Abwehr alles so anstrengend ist?
Denn das was geht, geht gut und mit wenig Extras. Das ist das Ergebnis jahrelangen Bemühens, und das wird immer besser.
Einige Standard-Dinge so regeln, dass sie uns nicht ständig in die Seite schiessen.
ja siehst du, du kriegst ja doch einiges auf die Reihe.:)
grüsse, barbara
Roadrunnerfn
25.07.2011, 23:50
worin besteht das Problem?
Wenn du den achten Schritt wirklich sähest - und wolltest - würde er dich so stark ziehen, ....
Yupp, so ist das!
Warum aber zieht es nicht, dieses "sehen"?
Nun, zum einen ist es eine neue Erkenntnis, die mir sagt, die Dinge werden so kommen und sich so verändern, wie es sein wird und wie es sein muss.
Des weiteren ist es mein ganz persönliches "Gebrechen", dass ich mit dem Kopf immer weiter bin wie mit dem Rest. Ein objektiver Blick auf die DInge zeigt immer 3 wichtige Sachen:
1.) wo stehe ich jetzt
2.) wo könnte ich stehen, wenn ich umsetzen würde, was ich weiss
3.) den langen, langen Weg zwischen diesen beiden Punkten.
Und das verleidet mir jegliche Motivation, mich aus meiner Stellung zu bewegen.
Schliesslich sind da auch Zweifel an der Sicht auf den 8. Schritt. Wie oft schon lag ich falsch, wie oft schon war ein detailliert ausgeklügelter Plan für viele Wochen bereits nach wenigen Minuten Makulatur. Es sit nicht nur der Zweifel am Endergebnis, es ist auch der Zweifel am Weg.
Wie ich in einem vorigen Beitrag schon sagte: es ist ein Fluch.
letztlich ist es vielleicht Faulheit, die mich vor lauter Zweifel am "Zweck" viele Dinge nicht angehen lässt. Es ist viel einfacher von tausend komplexen Vorgängen zu reden als EINEN zu leben.
Auch hier stellt sich eine meiner Lieblingsfragen, nur in diesem Fall gegen mich selbst:
"Was habe ich wirklich gesehen und kapiert, wenn ich nicht in der Lage bin, es umzusetzen?"
Es gab auch hier im Forum schon Schreihälse, die sich in ihrem göttlichen Ratschluss mit jedem Wort ihrer selbst ad absurdum geführt haben.
In der derzeitigen Lage fühle ich mich oft so.
Auch das eine Ego-Falle. Habe ich mir die Trophäe der Erkenntnis an die Wand gehängt, ohne sie erlegt zu haben?
Oder noch schlimmer: habe ich aus der Erkenntnis eine Trophäe gemacht, obwohl sie das nicht sein soll?
Schliesslich hänge ich meinen Schraubenzieher auch nicht in den Flur, sonder schraube Schrauben damit. Und mit dem Hammer schlage ich Nägel rein, mit dem Bohrer bohre ich....es wäre naheliegend, mit der Erkenntnis zu erkennen.
Was muss dem Erkennen folgen?
Der Fluch:
Wenn im Erkennen die Anschauung zu finden ist, dass eine der tiefsten Erkenntnisse die Unerkenntnisfähigkeit unseres Geistes ist.
Kompliziert, ich weiss:
Wenn man sieht, dass eine mutmaßliche Wahrheit, nach der wir streben, stets verborgen bleiben wird, bis zu jenem Punkt, an dem sich alles auflöst: dort werden wir wahrscheinlich EINS mit der grossen Wahrheit, und all die Dinge, die wir hier in der Welt mit dem grossen wahrheitlichen Wissen anfangen und verändern könnten, sind irrelevant, weil sich alles in und mit uns aufgelöst hat.
Selbst unser strebendes Ego.
DARUM behaupte ich gar, ans ENDE gesehen zu haben. Und gesehen zu haben, dass keinen Weg dorthin gibt, der uns in unserer Menschlichkeit belässt.
Ich Ego lebe aber recht gerne. Damit stehe ich irgendwo HIER.
Und ich habe aber irgendwo nach DA geschaut. Und was ich da sehe, das scheint mir so unerreichbar, so verlockend und doch so logisch verschlossen, dass mir die Motivation fehlt.
Vielleicht habe ich zu tief nach DA geschaut. Oder ich habe nicht das richtige, nicht das Wahre gesehen.
Und jetzt sind wir wieder ganz am Anfang:
Ja, Barbara, man sagt immer, Zulassen wäre passiv: es wird schon alles.
Aber es ist aktiv. Man muss es tun. Tut man es nicht, versperrt man sich automatisch.
seufz
Ein Kreiseltanz- seht her: es hat sich nichts geändert!
Grüssle
Frank
barbara seiler
26.07.2011, 20:31
hallo Frank
oje, du hast wieder Knörze...:grins:
Schliesslich sind da auch Zweifel an der Sicht auf den 8. Schritt. Wie oft schon lag ich falsch, wie oft schon war ein detailliert ausgeklügelter Plan für viele Wochen bereits nach wenigen Minuten Makulatur. Es sit nicht nur der Zweifel am Endergebnis, es ist auch der Zweifel am Weg.
Bei mir geht das so:
ich sehe, weit entfernt, einen schneebedeckten Berggipfel und weiss: dort will ich hin. Also achte ich bei allem, was ich tue - bei allen Entscheidungen, die ich treffe - dass ich tendenziell lieber auf ihn zugehe und mich nicht von ihm entferne. Was nicht ausschliesst, dass ich manchmal ziemlich ausführliche Kringel mache. Das Ziel verliere ich aber nie aus den Augen.
Dann gibt es den Weg gleich vor mir - so drei, vier Schritte weit sehe ich, dann kommt meist eine Biegung, und was dahinter ist, wer weiss das schon? Also mach ich mir darüber keine Gedanken sondern einfach den nächsten Schritt: ich wasche meine Wäsche, ich koche mein Essen, ich gehe arbeiten.
und das ist schon alles.
Detaillierte Pläne mach ich nicht, weil erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. und das darf so sein.
Wenn man sieht, dass eine mutmaßliche Wahrheit, nach der wir streben, stets verborgen bleiben wird, bis zu jenem Punkt, an dem sich alles auflöst: dort werden wir wahrscheinlich EINS mit der grossen Wahrheit, und all die Dinge, die wir hier in der Welt mit dem grossen wahrheitlichen Wissen anfangen und verändern könnten, sind irrelevant, weil sich alles in und mit uns aufgelöst hat.
Selbst unser strebendes Ego.
vermutlich wäre es keine schlechte Idee, das Nachdenken darüber einfach sein zu lassen. Die Welt ist grösser als unser Verstand...
Zulassen wäre passiv: es wird schon alles.
Aber es ist aktiv. Man muss es tun. Tut man es nicht, versperrt man sich automatisch.
meine Erfahrung ist, dass das Leben mir schon die notwendigen Tritte in den Hintern verpasst, wenn es der Meinung ist, ich solle endlich vorwärts machen. Also wenn du keine Tritte spürst, wird es schon ok sein. :)
Ich tue inzwischen praktisch nur eins, nämlich was du weiter oben gesagt hast: Dinge und Rahmenbedingungen so organisieren, dass sie leicht und einfach zu bewältigen werden. Und da gibt es immer mehr als genug zu tun, die Arbeit geht da nicht so leicht aus....
grüsse, barbara
hallo frank,
nun damals als mir das passiert ist hab ich mir keinen kopf gemacht das es wichtig ist das ego zubehalten ,
hab aus dem bauch entschieden gegen das ego zukämpfen,
du meinst das ego auflösen wäre das ende der menschlichkeit und wir würden uns nur noch ein größeres ego einfangen?
nun das sehe ich nicht den ich weiß das wir alles was wir haben im grunde uns Gott gibt und wenn wir unsere ego ablösen sind wir im verbund mit Gott ,
ich weiß du hast damit deine probleme und da her denke ich kommt dein zweifel ,
das an Gott zuglauben ist in der hauptsache auch ein gefühl es hat für mich weniger mit dem Kopf zutun,
da du ein sehr kopfiger mensch bist kann ich deine zweifel auch verstehen, :)
was erschwerend noch dazu kommt das solche erfahrungen wie ich sie gemacht haben nur wenige gemacht haben und die meisten menschen der meinung sind das ego ist wichtig,
erst eine andere erfahrung kann es zeigen das es nicht so ist,
ich glaube auch nicht das es mit der meditation zuerreichen ist da muß man mehr tun,
lieben gruß gilla
Roadrunnerfn
09.09.2011, 18:55
Hallo Gilla,
ich denke, am Ende hat doch jeder seinen Gott, an den er glaubt. Der Christ an den Christlichen, der Indianer an die Naturgötter und der Physiker an die Naturgesetze.
Wir alle haben im Grunde einen Gott, der uns gibt, wonach wir suchen.
Aber ich habe das mit dem Ego und der menschlichkeit auch ein bischen anders gemeint, als Du es jetzt aufgegriffen hast:
Ich meine nicht die moralische Menschlichkeit, also nicht die "gut"-Eigenschaft des Wortes "Menschlichkeit".
Ich meine die wahrhaftige Menschlichkeit in ihrem Ganzen:
Was IST der Mensch?
Darüber streiten sich die Gelehrten seit Jahrhunderten.
Lass es mich so sagen:
Egal ob die Welt "real" ist doer nicht, sei sie ein "Traum Gottes" oder unumstösslich "real" wie die Naturwissenschaft es gerne hätte:
Als Mensch sind wir -unabhängig von der Weltanschauung- ziemlich klar definiert:
Menschen leben als wirklicher (VER-wirklichter) Körper in einer körperlichen, wirsamen, wirklichen Welt.
Und diese Menschen treibt etwas an. Das Geheimnis des Lebens. Eine unbekannte, unbeschreibliche Kraft. Vielleicht Gott.
Und mutmasslich ist der Mensch jenes Lebenwesen, das sich am ausgeprägtesten seiner selbst bewusst ist:
ich BIN. ICH bin.
DAS ist Ego.
OHNE dieses Ego gibt es keinen Menschen. "ich" zu sein scheint untrennbar mit der Körperlichkeit zusammenzuhängen, ich zu sein bedeutet, leben zu wollen und Leben bedeutet Körperlichkeit.
Ego ist dem Menschen untrennbar verbunden. Ich bin ich, Du bist Du.
Und ich glaube keinem, der sagt, er habe sein Ego abgelegt.
Vielleicht kann man ein "altes Ego" ablegen.
Verändern.
Erneuern.
Verbessern.
Aber ohne Ego, ohne "ich"-Gedanken sind wir nicht mehr als Individuum getrennt. Das ist ein Zustand, den ich mir einfach in einer trennenden, individuellen Welt nicht vorstellen kann:
Eine leere Hülle.
Ich denke gar, dass ein solcher Körper nurmehr solange lebensfähig ist, solange automatisierte Körperfunktionen das Herz schlagen lassen.
Das meine ich mit der untrennbaren Verbindung von Ego und Mneschlichkeit.
Was Du so wunderschön beschreibst ist eine weitreichende Erkenntnis:
Wir tendieren (fast logischerweise) dazu, unser Ego und damit "uns" für VIEL zu wichtig zu nehmen!
DIESEM Ego eine rote Karte zu zeigen kann ein grosser Segen sein.
Vor allem dann, wenn neue Erfahrungen endlich Platz bekommen, weil das raumfüllende Ego sich mit einer Ecke begnügen muss.
In sich selbst Raum zu schaffen für die Welt:
ein schöner Gedanke!
ABER: wie gesagt: ich glaube FEST daran, dass wir darauf achten müssen, dass Ego seine Ecke behalten darf.
Wenn wir es ganz rausschmeissen würden, wäre niemand mehr da, um jemand zu sein.
Grüssle
Frank
Plankton
13.09.2011, 02:32
Hallo Gilla,
vielleicht liegt es ja an einem Missverständnis, dass ich immer wieder auf solche Stolpersteine treffe:
Ich habe das Gefühl, dass Menschen Dinge erleben und diese Erlebnisse dann für sich einordnen müssen. Dabei geschieht, oftmals in Abhängigkeit davon, ob man die Erfahrung alleine, in der Gruppe oder "ge-guided" macht, dass man für das Erlebte einen Namen findet, eine Bezeichnung.
Und ich meine zu sehen, dass viele Menschen sich damit begnügen, für ein Ereigniss einen namen zu HABEN.
Nun stamme ich leider aus einer Berufsbranche, in welcher exakt definierte Begriffe grundlegend sind. Auch unter uns "Technikern" ist es gang und gäbe, den Dingen Namen zu geben. Und Ihr würdet Euch manchmal wundern, wie weit die Namensgebung an den Tatsachen vorbeischiesst:
Ergebnis: wir haben einen technisch klar definierten Vorgang, der durch eine irreleitende Namensgebung verfälscht wird.
So scheint mir das auch mit den Egothemen zu sein.
Ego ist "ich".
Alles, was mit "mir" in Verbindung ist, ist Ego. Jeder individuelle Eindruck ist vom Ego geprägt.
Dagegen steht ein egofreies, allumfassendes Sein, welches frei von diesen "ich"-Urteilen ist.
So wie Du erzählen mir viele Menschen, wie sie die "Befreiung vom Ego" erlebt haben.
Ich behaupte: das ist ein fehlleitender Name für einen Vorgang, der tatsächlich anders ist.
Lasst uns jedoch darüber im Detail nicht streiten: ich nenne es jetzt mal "das Zurücktreten des Egos".
Was ist der Unterschied?
Zurücktreten ist ein Vorgang, der etwas (hier: Ego) weiter "nach hinten" verbannt. MEIST geschieht das ja im vorliegenden Fall wirklich aus der ersten Reihe: Ego steht ganz vorne. Bereits ein Zurücktreten des Egos in die zweite Reihe ist ein persönliches Erlebnis, welches ich für einschneidend und überwältigend halte.
Loslösen ist jedoch TRENNUNG. Gleichbedeutend mit: Ego verlässt den Raum.
Es gehört (zumindest derzeit) zu meinen festen Überzeugungen, dass Menschsein und Ego fest miteinander verbunden sind. Menschsein ist eine Summe oder ein Produkt einiger Einzelteile. Ego und Körperlichkeit gehören zB dazu.
Darum glaube ich, dass Eure Erfahrungen mit dem "Loslassen des Egos" nur (ich möchte es nicht abwerten, bitte nicht falsch verstehen) Erfahrungen des Zurücktretens des Egos sind.
Denn die Erfahrungen sind noch KLAR geprägt:
MEINE Sinne,
MEIN Empfinden,
MEINE Gefühle,
ICH habe erlebt
ICH war ganz gelöst
usw.
So scheint mir die "Vollständige Lösung vom Ego" genauso ein fehlerbehafteter Ausdruck zu sein, wie ihn meine technische Branche auch zuhauf kennt. Menschen haben etwas gefunden, etwas ERfunden und vergeben dazu einen Namen.
Im speziellen Ego-Fall sprechen Meister der Meditation soagr von der sogenannten Ego-Falle: in der Überzeugung, uns vom Ego gelöst zu haben, fallen wir in einen Zustand, der egoistischer ist als wir in der Regel sind.
Das geschieht auffällig in der Meditation, aber auch unauffällig im täglichen Leben.
Die Vollständige Loslösung vom Ego ist das Ende der Menschlichkeit. Abhängig vom jeweiligen Weltbild kann es das Ende der Menschheit bedeuten oder gar das Ende des Universums.
Obwohl Herr Hawkins sehr oft kaum fassbare Aussagen trifft: seine Schriften unterscheiden sich hier zu jenen von "Esoterikern": sie sind bemüht, genau zu bleiben.
Esoterik ist sehr oft geprägt von ungenauen und wechselhaften Worten und Begriffen. Oft genug findet es sich, dass "Fachbegriffe" von Autoren falsch verwendet werden, und am Ende zeigt es sich, dass es halt vornehmlich "schick" ist, sich so auszudrücken, und das Auditorium gleitet dahin. Sie habens zwar auch nicht verstanden, aber Hauptsache gleiten.....
Womit wir wieder mal bei meinem ganz persönlichen, vorrangigen Problem wären:
ich kann nichts unabgewogen geschehen lassen.
Würde alles meinen Regeln folgen, gäbe es für mich nie etwas Neues, etwas Unerwartetes.
Alles, was nicht meinen Regeln folgt, beäuge ich erst mal mit Vorsicht oder gar Ablehnung.
Ich hoffe, Ihr verzeiht mir das.
Denn der obige Beitrag ist (wieder mal) ein Versuch (kein allzuschlechter, wenn ich das unbescheiden sagen darf), klarzumachen, warum uns rational denkenden Geistern es so extrem schwerfällt, die Leichtigkeit und Unbekümmertheit der Spiritualität und Esoterik anzunehmen.
Grüssle
Frank
Hallo Frank
Es war von dir wirklich wunderbar ausgedrückt und sehr verständlich!
Warum viele Menschen anfangen ihr Ego nach "hinten" zu schieben
liegt für mich auf der Hand:
Sie sind unglücklich mit ihrem Leben, vermutlich desshalb, weil es für einen Menschen sehr wichtig ist eine Balance von Körper, Geist und Seele zu halten.
Das drittel Geist würde ich dabei auch als einen Teil des "Ego" sehen.
Da aber viele Menschen nicht in dieser Balance leben, da Körper und Geist alles überlagern sind sie "armselig".
Man kann das nicht anderst ausdrücken, weil sie tatzächlich nur mit dem Geist bzw Ego agieren.
Warum das so ist hat viele Gründe, oft auch Körperliche (z.b. bei unverträglichen Nahrungsmitteln usw..)
Dennoch ist es, solange man einen gesunden Körper hat ein ungeheuer
schöner Zustant, nur mit seiner seele zu agieren.
Was ähnlich ist "ich tue das was mir in den sinn kommt".
Das ist auch das Ziel vieler Meditationen.. das erreichen eines Gedankenlosen Zustandes bei dem du dann eins bist mit Intuition, bzw deinem Inneren Wesen.
Sobald du aber über deinen Zustand nachdenkst hast du ihn auch schon verloren.
Man könnte es z.b. auch vergleichen mit einer Katze oder jedem anderen Tier. Tiere bzw wilde Tiere (keine Hunde und irgendwelche anderen Kreuzungen) leben absolut ohne Ego (manchmal wenn sie zu lange mit Menschen leben gibt es auch Ausnahmen) und das macht sie so unglaublich beneidenswert.
Ein Pferd z.b. erkennt sofort einen Menschen der sich "verstellt" bzw nicht im gleichgewicht von Körper/Geist/Seele ist.
Agiert die Seele garnicht, dann kommt es beim Pferd zu einer eindeutigen Haltung die sagt "ich ignoriere dich".
was beim Menschen einfach schon immer gefehlt hat war die auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst.
Was die letzten 5 000 Jahre war das sicherstellen des Überlebens das wichtigste.
Das bedeutete Ego(sexualtrieb?!), Körper, eingespielte Strukturen bzw Verhalten usw.
Heutzutage haben wir aber ein gesichertes Überleben, man überlebt sogar wenn man Arbeitslos ist.
Existenzängste sind eigentlich unbegründet und ergeben sich meist aus dem Ego wie ich glaube..
Wie auch immer das Ego ist eigentlich nutzlos und bringt nur Verderben... Es ist einzig und allein für die Fortpflanzng gemacht.
Das Dilemma liegt natürlich darin(das spricht wieder etwas für das Ego)
das der Sinn des Lebens zu einem großen Teil in der eigenen Fortpflanzung besteht, der Ultimativen sinnhaftigkeit..
Dennoch können sich auch 2 Menschen fortpflanzen die beide ihr Ego abgelegt haben und dennoch Respekt vor dem Anderen haben.
Es ist natürlich Schwer gleichgesinnte zu finden, dazu noch in Deutschland
Gute Nacht.
Roadrunnerfn
13.09.2011, 19:00
Hi Sheldon,
das mit dem Ego wird wirklich zur Definitionsfrage.
Das ist wohl der Grund, warum ich einige Dinge etwas anders sehe:
jemandem Respekt entgegenzubringen bedeutet, dass man das Gegenüber als solches erkennt UND sich selbst als "Diesseitig".
Somit ist gegenseitiger Respekt ohne Ego, ohne "ich"-Bewusstsein nicht möglich.
Zudem glaube ich, dass der Begriff Ego am Ende sehr vielschichtig ist.
Er reicht wirklich vom reinen, dominanten "Ich"-Bewusstsein bis hin zu den feinsten Spuren einer bewusst werdenden Trennung von anderen.
So scheint am Ende bereits die alleinige Existenz von etwas oder jemandem einen Anteil an Ego zu implizieren.
Das betrifft auch einen unbedeutenden Stein am Wegesrand.
Wir tun uns schwer, ihm ein Bewusstsein zuzuschreiben.
ICH jedoch möchte nach den Erfahrungen und Erkenntnissen der letzten Jahre nichts mehr unmöglich nennen (ausser den 9/11 Verschwörungstheorien :D ).
Ist es nicht schon Ego, wenn der Stein weiss, dass er Stein ist?
Oder anders: da er es ja nicht nach unseren Maßstäben wissen kann:
Ist es nicht Ego, dass ein "Weltbewusstsein" weiss, dass der Stein Stein ist?
Alles "wechselwirkt" miteinander, und alles betrachtet sich gegenseitig.
Es ist zu mutmaßen, dass alles SEIN irgendwie auch schon ein wenig Ego-behaftet ist.
Die Selbsterkennung des Menschen jedoch, der ganz bewusst und ohne Umwege SICH erkennt ist definitv Ego.
Und ein Mensch ohne dieses Bewusstsein ist ein schlafender Körper. WENN gedanklich aktiv, dann irgendwo anders, aber nicht in DIESER Welt.
Ein Mensch ohne Bewusstein für sich selbst, ohne Ego, ist nurmehr Körper.
Das direkte, das unmittelbare Ego, das fassbare "ICH-BIN"-Denken ist unter anderem etwas, was uns Menschen ausmacht.
Darum können wir es nicht ablegen.
Zu sagen "ICH habe MEIN Ego abgelegt" ist ein Widerspruch in sich.
Das wirkt irgendwie so, als wollte man Speiseeis einfrieren, damit man welches auftauen kann, wenn man sich einen Eisbecher machen will.
Überlegt Euch mal, wie man das formulieren müsste:
Ich habe mein Ego abgelegt:
Ich wurde transformiert in ein SEIN, allumfassend und ohne bewusste Trennung vom Ganzen.
Alles ist eins und es existiert kein individueller Gedanke.
Nur: wer hat dann diese Zeilen geschrieben???
Das heisst:
Selbst die Erfahrung (die eingebildete Erfahrung) eines abgelegten Egos braucht JEMANDEN, der diese Erfahrung erfährt.
Zu denken, man könnte sich vom Ego lösen, ist die klassische Ego-Falle an sich.
Grüssle
Frank
Plankton
13.09.2011, 23:28
Es ist natürlich ein breites Thema.
Wie du schon sagst existiert ein "Ego" natürlich in irgendwiner Form immer.
aus Wiki:
Beschreibung und Interpretation [Bearbeiten (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ego&action=edit§ion=1)]
Die Bezeichnung Ego wird in den Wissenschaften eher selten verwendet, so z.B. bei der Analyse dyadischer Beziehungen zwischen Ego und Alter in der Soziologie. In der Philosophie ist die Verwendung der Bezeichnung Ego statt Ich häufiger. Ego und Ich sind exakte Synonyme (http://de.wikipedia.org/wiki/Synonym). Es gibt keine Versuche, begrifflich zwischen Ego und Ich zu unterscheiden.
Die Bezeichnung Ego statt Ich ist üblich in der westlichen Esoterik (http://de.wikipedia.org/wiki/Esoterik), die das Ego als Zentrum der Persönlichkeit vom (höheren oder wahren) Selbst unterscheidet. In deutschen Übersetzungen buddhistischer Texte ist der Begriff Ego ebenfalls gebräuchlich. Alice A. Bailey (http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_A._Bailey) bezeichnet es als jenen kleinen Teil des göttlichen Geistes in jeder Seele, um den herum sich Stoff und Energie sammeln, und sie nennt das Stirnchakram den egoischen Lotus.
Das Wort „Ego“ wird auch umgangssprachlich beschreibend verwendet, um einen Menschen von großer Selbstgewissheit zu kennzeichnen: „Er hat ein ausgeprägtes Ego“. Das bedeutet zunächst, dass ein Mensch sich seiner selbst, seines Wertes (http://de.wikipedia.org/wiki/Wert) und eventuell seiner Bedeutung (http://de.wikipedia.org/wiki/Bedeutung) offenkundig sehr bewusst ist, kann aber ansätzlich negativ auch bedeuten, dass er sich einen zu hohen Wert zumisst und eine zu starre Selbstdefinition hat.
Diese Beschreibung kann wertneutral, beschreibend sein, kann aber auch überleiten in eine negative Bedeutung: einen Menschen als Egoisten (http://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus) zu charakterisieren, als einen Menschen, der sein persönliches Interesse (http://de.wikipedia.org/wiki/Interesse) bewusst oder unbewusst stets in den Vordergrund seines Handelns (http://de.wikipedia.org/wiki/Handeln) stellt, ohne Rücksichtnahme (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=R%C3%BCcksicht&action=edit&redlink=1) auf Mitmenschen nur auf seinen Vorteil (http://de.wikipedia.org/wiki/Vorteil) bedacht ist.
Viele Menschen sie sich sehr bewusst sind bzw viel Meditation betreiben und im Kontakt mit ihrem Inneren stehen sehen es als Überflüssig und lästig an dem üblichen "gebahren" im Strom zu folgen.
Sie passen sich nicht mehr an die Gesellschaft an, dass sie möglichst bei einer breiten Masse gut ankommen.
Sie wollen ihren eigenen Werten und Überzeugungen folgen und haben so die Freiheit sehr selbstbestimmt und Frei zu sein.
Sie begehen so gut wie nie bzw nie wieder "Selbstbetrug".
Da man mit dieser Lebensweise bei der breiten Masse meist auf Ablehnung und Missgunst stößt hat man es natürlich nicht gerade leicht.
Viele Musiker bzw Künstler praktizieren diese Haltung ebenfalls.
Damit will ich natürlich nicht sagen, dass ein angepasster Mensch sich nicht auch "sehr bewusst" sein kann, jedoch hat er wie ich finde trotzdem weniger Lebensqualität, da er sich oft betrügen muss.
Es gibt auch eine interessante Seite zu diesem Thema:
Es gibt verschiedene Bewusstseinsebenen, mit dem "angepassten" Ego hat man leider viele einschränkungen.
Was hier beschrieben wird ist keine Illusion sondern eine andere Art zu leben.
Ob es gut oder schlecht ist muss jeder für sich herausfinden.
http://www.wieobensounten.de/pers/ichego/wasego.html
Gruß
vBulletin® v3.7.1, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.