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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die höchste Ebene der Kampfkunst


Roadrunnerfn
28.11.2008, 22:00
Ich war schon immer von asiatischen Kampftechniken fasziniert, auch wenn ich bis zum heutigen Tage keine Ahnung davon habe.

Aber immer mehr rückt dabei das athletische, das sportliche in den Hintergrund, und mein Interesse richtet sich auf die fliessenden Bewegungen, auf den geistigen Fokus der Bewegungsmeditation und das Zusammenspiel von Körper und Geist.

Mir ist schon früher aufgefallen, wie ...nichtauthentisch, wie falsch es scheint, die reine Kampftechnik als Sport anzuwenden...oder als Gewaltmittel der Macht.

Und kürzlich ist mir -witzigerweise bei der "Kindersendung" AVATAR aufgefallen, worum es geht.
Der Avatar soll ja im Finale gegen den Feuerlord antreten, und er hatte einen Traum, der jäh endet, als der feuerlord geschlagen daliegt und der Avatar mit gezogener Waffe zum Schlag ausgeholt hat.
Diese Serie hätte sich selbst verraten, wenn er zugeschlagen hätte!

In dem Moment, als das im TV lief, wurde mir klar, wie oft wir Waffen in der Hand haben. Gezückte Waffen.
Wie oft wir sie drohend einsetzen, und wie oft wir zuschlagen damit.

Nicht mit dem Schwert oder dem Stab, nein, mit dem kalten Blick der Verachtung oder mit der spitzen Zunge.

Mit Hohn, Geringschätzung, mit Garstigkeit und Boshaftigkeit.

Dabei geht es nicht darum, dass wir schlechte Menschen wären, sondern um das Bewusstsein, wann und wie wir diese Waffen einsetzen: wir merken es nicht! Allzuoft fügen wir anderen Leid zu, ohne darüber nachzudenken.
Für unsere Opfer ändert das nichts: SIE sind die Getroffenen.

Wir unterliegen -wieder mal- den Eingebungen unseres Egos, das ungeduldig wartet, bis wir dem verachteten oder gar verhassten Gegner eine reindrücken können.
Und wie oft tun wir es, in der festen Überzeugung, das RECHT dazu zu haben.

Und wundern uns, warum es NIE endet....

Wir dürfen nie zuschlagen, auch wenn uns das Leben die Opfer auf dem Silbernen Tablett serviert. Und wir müssen unseren Blick dafür schärfen, wie oft wir es dennoch tun.

"Die höchste Ebene der Kampfkunst ist es, NICHT zu kämpfen."



Ich wünsche mir für die Zukunft, ein Meister dieser höchsten Ebene der Kampfkunst werden zu können.




Grüssle

Frank

(P.S.: ja, jaa, ich bin angetüddelt...na und?..:D..)

R.Daneel
28.11.2008, 22:58
Hi Frank,

das erinnert vom Stil her schon etwas an den Weihnachtsbrief... Und/Aber Recht hast Du!

Oftmals merkt man es erst hinterher und denkt sich dann "Oh nein, das hätte ich nicht sagen sollen!" :( Jajah, ist mir auch schon passiert...

Andererseits fühle ich mich dieser Tage eher etwas als Opfer... Da ärgert es mich, um der Ruhe willen (und um eine weitere große Zeitverschwendung zu vermeiden) nachgegeben zu haben - und mittlerweile hat sich das betreffende Anliegen als Riesenlächerlichkeit herausgestellt, und ich kann mich nur anstrengen, die Klappe zu halten und es demjenigen nicht (auch nicht bei passender Gelegenheit) unter die Nase zu reiben. Wird nicht einfach.

Liebe Grüße
R.

Roadrunnerfn
28.11.2008, 23:43
Ja, Daneel, das ist unsere Misere.
Wir haben Gerechtigkeitssinn. Manche Staaten soviel davon, dass sie sich erdreisten, ihre Delinquenten hinzurichten.

Aber das einzig richtige ist die Zurücknahme, die radikale Demut.

Ob wir dazu in der Lage sind, und ob es vordergründig immer clever erscheint...DAS steht auf einem anderen Blatt.

GRUNDSÄTZLICH ist es das einizg richtige.

Denn keine MACHT der Welt kann uns zu etwas zwingen, dem wir uns mit KRAFT widersetzen.
Aber wir brauchen diese Kraft, um uns unseren gewohnten Verhaltensmustern zu widersetzen...das ist bei Leibe nicht einfach, das!


Grüssle

Frank

barbara seiler
29.11.2008, 10:12
Hallo Frank!

ein schönes Thema - und eins, das ich liebe, ich habe mal zwei Jahre lang Wing Tsun betrieben. Wo die ersten zwei Grundsätze heissen: befreie dich von deiner eigenen Kraft. Befreie dich von der Kraft seines Gegners.

Und da gehts darum, sich zu einer Art menschlichen Feder zu machen, die immer nach vorne strebt, die immer genau in der Mitte ausgerichtet und im Gleichgewicht ist... und wer immer das stört, wird sich quasi selbst eine knallen. Und es gilt die Botschaft: wenn du perfekt in dir selbst balanciert bist und den Problemen gerade in die Augen schaust, kann dir niemand etwas anhaben.

Wir dürfen nie zuschlagen, auch wenn uns das Leben die Opfer auf dem Silbernen Tablett serviert.

ich bin nicht für "nie". Wenn es Leute gibt, die meine Grenzen überschreiten, so wehre ich mich. Und kann dabei ziemlich unangenehm werden. Und sehr klar und deutlich (Marcel kann ein Lied davon singen...). Aber ich mache dies nur dann, wenn es auf die nette, freundliche, höfliche, diplomatische Art nicht klappt. Und mein Fokus ist dann auch nicht (hm - mal in der Theorie, in der Praxis nicht so einfach), also mein Fokus ist nicht "ich drück dir jetzt was rein" sondern eher "hier bin ich, hier stehe ich, und dafür stehe ich ein."

Da ärgert es mich, um der Ruhe willen (und um eine weitere große Zeitverschwendung zu vermeiden) nachgegeben zu haben - und mittlerweile hat sich das betreffende Anliegen als Riesenlächerlichkeit herausgestellt, und ich kann mich nur anstrengen, die Klappe zu halten und es demjenigen nicht (auch nicht bei passender Gelegenheit) unter die Nase zu reiben. Wird nicht einfach.

Hi Daneel... oje. Das ist etwas, was ich je länger je weniger kann. Wenn ich spür, ich platze jetzt bald, so muss ich etwas unternehmen... egal wie lächerlich die Angelegenheit scheint. Weil, wenn ich nicht bewusst etwas unternehme, so werde ich früher oder später - im ungeeignetsten Moment - einfach damit herausplatzen. Und das ungefiltert.

Aber wir brauchen diese Kraft, um uns unseren gewohnten Verhaltensmustern zu widersetzen...

und nochmals hey Frank

ich glaube nicht, dass es dieselbe Art von Kraft ist... eher ein Bemühen, in die eigene Mitte zu kommen, und dann von dort her handeln zu können. Das ist nicht dieselbe Qualität wie "warte bloss, dich werd ich haben!"

grüsse, barbara

Roadrunnerfn
29.11.2008, 11:26
ich sehe, je länger ich darüber nachdenke, sehr genau das Problem:

Unser Leben und diese Lehre sind unvereinbar.
Eben weil wir stets denken, uns wehren zu müssen.
Eben weil wir uns in das Recht versetzt fühlen, mit gleicher Münze zurückzuzahlen.
Versteh mich nicht falsch: wenn sich sehe, wie ein geiler Bock sich an einem anderen Menschen vergreift, dann schlage ich zu. Je nach Schwere und Brisnaz der Situation auch ohne Vorwarnung.
Hab ich noch nie.
Musst ich noch nie (zum Glück).

Aber auch das ist falsch. Es ist nur eine Halbweisheit, sich "gut" zu dünken. Es ist eine Halbweisheit, die vorherrschenden Gegebenheiten der Welt und des menschlichen Miteinanders als Erklärung dafür herzunehmen, warum wir ethische Einschätzungen treffen und unser Handeln messen--woran auch immer!

Und wieder sind wir an jener Grenze. Wovon ich gerade spreche ist unmenschlich, und das mag die Entschuldigung für uns sein, menschlich zu sein.
Vielleicht klebt ja wirklich am "Menschsein" der Makel der Inperfektion.

Was mich plagt, ist die Möglichkeit des perfekten Denkens. Ja, ich BIN in der Lage, mir eine Vorstellung davon zu machen, keine Gewalt, egal in welcher Form, anzuwenden.

Die Konsequenzen sind gravierend und haben mit dem, was wir als menschliches Leben kennen, NICHTS mehr zu tun. Gottgleich.

Mit einem solchen, auch nur annähernd konsequenten Vorgehen sterben nicht nur Ironie und Satire, damit auch eine Form von Humor, Liebe, Hass, Emotionen, es sterben auch die Werte, die diese Lebensgefühle ausmachen. Es sterben Werte über körperliche Bedürfnisse, über Ethik, über Moral.
Mit dem Zusammenbruch jeglicher Wertvorstellung (und das ist es, was eine Gewaltfreiheit hervorruft) bricht für uns als Menschen jegliche Motivation weg, etwas anders oder besser zu machen. ÜBERHAUPT etwas zu machen.

Was uns bleibt scheint eine Zwischenebene zu sein, auf der wir unsere menschlichen Bedürfnisse definiert leben können.
Und weil dazu auch Gesellschaft an sich gehört, gehören Moral und Ethik zu dieser Ebene dazu.
Und es gehört auf dieser Ebene die Anwendung von Gewalt dazu.
Um Regeln zu definieren, um sie zu überwachen und durchzusetzen.
Weil diese Ebene Regeln braucht.

Ich sehe immer mehr, wie weit das konsequente Denken bestimmter Themen sich vom Leben, vom Menschsein und von der Welt entfernt.

Gehört es mit zum Sinn des Lebens, dass man diese Grenze erkennt, sie akzeptiert und doch in der Lage ist, jenseits davon zu denken, aber diesseits zu leben???

Grüssle

Frank

Unser Leben scheint per se ein Kampf zu sein.

barbara seiler
29.11.2008, 11:29
Hallo Frank

nur kurz - ich muss gleich weg - doch es scheint mir um die Frage zu handeln: was tun wir, die wir in der Welt leben, aber nicht von der Welt sind? Wie bringen wir diese beiden Ebenen zusammen...?

und übrigens: ich geniesse es sehr, dich in der letzten Zeit zu lesen - da kommt eine ganz neue Qualität hervor, die mir sehr gut gefällt. :)

liebe grüsse
barbara

Roadrunnerfn
29.11.2008, 11:42
Andererseits fühle ich mich dieser Tage eher etwas als Opfer... Da ärgert es mich, um der Ruhe willen (und um eine weitere große Zeitverschwendung zu vermeiden) nachgegeben zu haben - und mittlerweile hat sich das betreffende Anliegen als Riesenlächerlichkeit herausgestellt, und ich kann mich nur anstrengen, die Klappe zu halten und es demjenigen nicht (auch nicht bei passender Gelegenheit) unter die Nase zu reiben. Wird nicht einfach.

Das find ich hochinteressant.
Gibt es einen Grund, sich zu ärgern, weil man einer Lächerlichkeit nachgegeben hat?
Oder war sie es am Ende nicht wert, dagegen zu kämpfen?
Gibt es einen Grund sich zu ärgern, NICHT gekämpft zu haben?
Ist es nicht befriedigend--ganz tief in Dir--im Nachhinein zu sehen, dass jeglicher Kampf nur mehr Ärger verursacht hätte?
Nicht befriedigend im landläufigen Sinne. Befriedigung hat immer so einen negativen Touch...nein...be-friedigend. Befriedend. Frieden bringend.

Vielleicht ist es hier nicht die allerhöchste Ebene der Kampfkunst, sich zusammennehmen zu können und verbissen nicht zurückzuschlagen, sondern wirklich be-friedigt in sich zu ruhen, sich über jeden vermiedenen Ärger zu freuen, und aus Überzeugung die Klappe zu halten, nicht aus Selbstdisziplin.

So wie ich bei vielem erlebe, wie selbstverständlich und einfach es sein kann, und wie aufwändig, wenn wir es uns mit Gewalt auferlegen.

LEIDER erreiche ich bei mir nur sehr wenig ohne Selbstdisziplin, natürliches "Gutsein" ist wenig ausgeprägt bei mir, ich bin eher unsensibel anderen gegenüber.

Aber die Selbstdisziplin scheint eine Lernstufe zu sein, etwas eines Tages zu erkennen und es dann verinnerlicht zu haben.

Und darum, Daneel, wirf einen Blick in Dein innerstes:
Ist es nicht der grösste erreichbare Sieg, wenn man einer Lächerlichkeit nicht die Beachtung schenkt, dass sie lächerliche Auswirkungen erzielen kann?
Um wieviel leichter mag es Dir fallen, die Klappe zu halten, wenn Du erkannt hast, dass es gut ist. Klappe halten heisst gewinnen.
Wir MÖCHTEN das nicht denken, aber es ist so.

*hust..red ich zuviel???:grins:

Grüssle

Frank

barbara seiler
30.11.2008, 10:43
Hallo Frank

nun etwas ausführlicher...

Klappe halten heisst gewinnen.

Die Macht des Schweigens und die Macht des Sprechens ist wohl ein Thema, das noch etwas mehr Differenziertheit verdient. Sowohl Schweigen wie Sprechen können sehr unterschiedliche Qualitäten haben, und beide können als Waffe eingesetzt werden. Zu schweigen muss nicht notwendigerweise unprovokativ oder harmlos sein. Es kann auch dazu dienen, Leute ganz fies (und bewusst) in ihrem eigenen Saft schmoren zu lassen.

Eben weil wir stets denken, uns wehren zu müssen.

meine Bestrebungen gehen eher dahin, zu surfen. Im Moment zu sein und mit der Energie mitzugehen. Das kann entweder dazu führen, dass ich Beleidigungen (oder was ich dafür halte) einfach ignoriere, es kann dazu führen, dass ich energisch widerspreche, es kann viele Dinge zur Folge haben... es kommt auf die Situation an.

Es ist nur eine Halbweisheit, sich "gut" zu dünken. Es ist eine Halbweisheit, die vorherrschenden Gegebenheiten der Welt und des menschlichen Miteinanders als Erklärung dafür herzunehmen, warum wir ethische Einschätzungen treffen und unser Handeln messen--woran auch immer!

Es geht wohl eher um "Richtigkeit" - es gibt Dinge, da sagt unser Gewissen einfach, das ist richtig, tu das so - meist gegen den Widerstand des Egos, das schon (und zu Recht) alle möglichen ärgerlichen Folgen im Voraus sehen kann.

Mit dem Zusammenbruch jeglicher Wertvorstellung (und das ist es, was eine Gewaltfreiheit hervorruft) bricht für uns als Menschen jegliche Motivation weg, etwas anders oder besser zu machen. ÜBERHAUPT etwas zu machen.

Es brechen die irdischen Motivationen weg. Doch vielleicht gibts noch andere Motivationen, die nicht irdisch sind, und die nicht auf irdischen moralischen und ethischen Vorstellungen beruhen...?;)

grüsse, barbara

barbara seiler
22.04.2010, 20:15
von wegen Kampfkunst habe ich das Privileg, dieselbe von einer hervorragenden Lehrerin lernen zu dürfen.

und hab letzthin ein paar Sachen für Fortgeschrittene mitgekriegt: in der höchsten Ebene der Kampfkunst ist alles möglich, vom radikalsten Hackfleisch-Machen des Gegnders bis zur Zartheit von Schmetterlingsflügeln... in perfekter Sicherheit für sich selbst.

Das ist wirklich eine extrem geniale Sache. :)

grüsse, barbara

MANTUR
13.08.2010, 20:23
hallo...

ihr habt hier ein sehr gutes thema doch bevor ich darauf eingehe wollt ich mich einfach vorstellen,

bin mantur und mantur ist der name meiner kosmischen seele, eine energiesignatur mit anderen worten. dieses forum ist ein erholsamer platz für meine seele für ruhe frieden und geborgenheit, da ich bin müde, müde vom kämpfen an vorderster front.

die höchste ebene der kampfkunst ist kämpfen ohne zu kämpfen in der tat, und ein meister der kampfkunst weis das er meister und schüler zu gleich ist wenn er die kunst des kampfes in den im alltag unserer realität umsetzt.

dieser kampf findet immer im kopf statt, mit nichten im kämpfen selbst. man nennt diesen auch auf dem pfad des friedvollen kriegers. so ist die philosophie des kampfsports zu verstehen. folgen wir dabei immer unserem herzen wenn der kampf im kopf stattfindet, so sind wir immer auf dem pfad.

Wing Tsun Kung Fu eine lehre eine weisheit eine meisterschaft aus vielen angeboten ich weiss. ich bin damit aufgewachsen seit der 7. klasse 1974/75

ja in der tat, auf höchster ebene ES IST. du bist einfach und bekommst alles um dich herum mit, es ist manchmal wie zeitlupen sehen wenn bewegegungen statt finden, mit schweifeffekt und gefühlte licht geschwindigkeit. du siehst energien die auren aller lebensformen auf allen ebenen. und vieles mehr...

wie barbara wenn ich das so formulieren darf bereits geschrieben hat,
ES IST wirklich & wahrhaftig eine extrem geniale sache.

und das schöne daran, bereits in allen vorhanden...
in diesem sinne,

seid geliebt & geehrt
mario

barbara seiler
13.08.2010, 20:34
Hallo Mario

oh, noch ein Wing Tsunler, wie schön. Willkommen! :)

Es ist wirklich grossartig, und ich weiss, wenn man's nicht selbst erlebt hat, kann man es sich eigentlich gar nicht vorstellen. Ich geh aus dem Training und bin einfach sortiert, geordnet, geerdet, präsent, fröhlich, leicht, beschwingt...

Wenn du schon so lange trainierst, geh ich davon aus, dass du bestimmt schon super gut drin bist...

liebe grüsse!
barbara

MANTUR
13.08.2010, 23:07
hallo barbara :)

super gut würde ich das so weniger nennen,
mehr,
ich weiss super gut damit umzugehen wie umsetzen.

danke für die begrüssung, freu.

ich hab seit ca. 10 jahren kein training mehr. kurz darauf bin ich erwacht.
was ich vorhabe wieder ist,
tai chi chuang. für körper geist & seele,
für langsame fliessende bewegungen.

ich lebe jetzt die philosphie des spirits wenn du verstehst was ich meine,
ich setze diese 24 std. täglich um.

wie gesagt,
ich bin jetzt mehr ein müder lichtkrieger geworden,
stand zu lang an vorderster front.

geniesse jetzt mehr die liebe in liebe,
zärtlichkeit & geborgenheit und fühle mich dort aufgehoben und geborgen wo einfach liebe virtuell umgesetzt wird,

sei geliebt & geehrt
mario

barbara seiler
14.08.2010, 11:05
Hallo Mario

auch Krieger dürfen mal ausruhen...:) schön, wenn du das finden konntest. Und einen Ort, der dir gefällt.

ich selbst bin eher mitten im Getümmel im Moment... und das ist auch OK. Kampf auch sehr wörtlich im physischen Sinn zu trainieren, tut mir deshalb super gut. Inklusive der mentalen und emotionalen Aspekte.

grüsse, barbara

Shade
14.08.2010, 16:52
Hallo,

Dieses Thema umgibt mich auch schon seit längerer Zeit und ich sehe dem Thema ebenso sehr wie mir recht schmunzelnd zu.

Anfänglich fühlte ich mich auch von vielem bedroht so dass ich glaubte, mich wehren zu müssen. Heute gibt es solche Situationen kaum noch, und wenn, dann kann ich mich friedvoll zurückziehen.

Ohne es auf die 'Kampfkunst' an sich aufzubauen, sind all diese Wege das, was Dan Millman "Der friedvolle Krieger" nennt. Wenn jemand angreift, kann man sich verteidigen, aber von sich aus besteht kein Sinn mehr, sich wehren zu müssen.

Vor kurzem dann habe ich folgendes Sprichwort gelesen, welches für mich den Nagel auf den Kopf trifft:

Friede ist nicht der Ort, den wir erreichen müssen.
Friede ist der Ort, von dem wir ausgehen sollen.


Liebe Grüsse


Shade

MANTUR
16.08.2010, 16:38
grüss dich barbara,

ja wenn du meinst im getümmel *grins*,
dann tümmel einfach weiter...

ja ich verstehe.

klar ich ruhe mich aus und ich finde ich habe ein super haus dafür gefunden,
in diesem hause lässt sich gut leben... gratulatione.

herzensgrüsse
mario

barbara seiler
25.10.2011, 10:30
ich selbst bin eher mitten im Getümmel im Moment... und das ist auch OK. Kampf auch sehr wörtlich im physischen Sinn zu trainieren, tut mir deshalb super gut. Inklusive der mentalen und emotionalen Aspekte.


Immer interessant zu gucken, was so vor einem oder zwei Jahren aktuell war...

nach Getümmel fühlt sich das Leben nicht an.

Ich sehe, weltweit all diese politischen Strömungen und Systeme, die auseinanderbrechen - und innerlich ist da Ruhe und Frieden.

Auch ganz wörtlich im Wing Tsun gelingt es mir immer besser, mitten im Getümmel und im Chaos die Ruhe zu bewahren, alles Wesentliche zu erkennen und angemessen zu handeln. Die Welt wurde... fliessender, dynamischer, tänzerischer, alles ist im Fluss und ich kann dieses Fliessen immer besser sehen. Das ist sehr sehr schön.

grüsse, barbara

Plankton
25.10.2011, 22:53
Hallo Barbara

Das ist sehr sehr schön was ich da lesen kann :)

Es ist wohl bei jedem menschen ein individueller Prozess.


Wichtig ist vorallem ein starkes Bewusstsein und das bekommt man nicht einfach so durchs zumsitzen.
Man braucht action und Anstrengung.
Für manche ist es Joggen, für andere Kampfsport, andere machen Yoga usw.
Hauptsache ist aber dass man dadurch sein Bewusstsein immer weiter wahrnimmt. Die schranken die in der Wahrnehmung existieren müssen natürlich ebenfalls aufgearbeitet werden.
Irgendwann hat man dann eine wunderbare leichtigkeit in sich, die keine Ängste mehr zulässt.

Sobald man aber aufhört mit dem Lesen von Erkenntnissen und dem fithalten des Körpers, dann nimmt proportional auch das Bewusstsein ab und plötzlich sind sogar Ängste wieder da.

Desshalb! hört niemals auf mit Forschen :)

Gruß
Michael