barbara seiler
16.11.2008, 19:08
Hallo zusammen
hier habe ich einen Forenbeitrag zum Thema Lachen gefunden vom User Ulenspygel gefunden, den finde ich einfach top:
Gelacht wird, weil verdrängt wurde und was verdrängt wurde ist ja nicht gerade das, was man sich ansonsten auch als Strahlenkranz aufsetzen könnte. Ein Witz, der nicht auf irgendwas Verbotenem beruht, ist überhaupt keiner und niemand lacht drüber. Klar, dass Lachen befreit - wir gehen damit über das Verbotene hinaus und wandeln es in etwas Akzeptables um. Durch Lachen wird es integriert und die aufkommende Leichtigkeit ist nicht etwa ein Zeichen von Unmoral sondern von der intuitiven Erkenntnis der Bedeutungslosigkeit des Verbotenen. Es gibt auch falsches Lachen, aber das meine ich nicht - ich meine das herzliche, befreite. Egal, wodurch Lachen motiviert ist - es ist immer ein Durchbruch aus der Enge ins Weite.
Von Jesus ist überliefert, dass er niemals gelacht haben soll. Weil er niemals verdrängt hat und sich deshalb auch niemals befreien musste.
Wenn man sagt, über sowas wie das da würde ich nie lachen, weil das ja ........ ist, sagt man damit nur, dass man sich gerade auf die Seite des Verbotenen geschlagen hat. Lachen daher verboten. Nur gut sich nicht so genau einzugestehen, über was man selbst so gerne lacht.
Wenn ich als Mann meinetwegen mich über Blondinenwitze ausschütten würde (tu ich natürlich nicht !!!! ), dann tu ichs halt deshalb, weil ich unterentwickelt in meinem Frauenbild bin und Frauen in meiner männlichen Trieborientiertheit anschaue. Genau das projiziere ich dann in die angebliche Minderbemitteltheit von blonden Frauen, sehe es dort und bins in mir selbst los. Unterentwickelt bin ich natürlich selbst und nicht die Blonde, aber wer will das schon wissen? Nur gibt das eben einen Scheißdruck und den nimmt mir das Lachen über Blondinen.
http://www.klarblicker.de/forum/viewtopic.php?p=102843#102843
so habe ich das wirklich noch nie gesehen...stelle aber an mir selbst fest, dass ich viele Dinge je länger je weniger lustig finde. zB bei Büchern von Terry Pratchett, ich geniesse sie sehr, ich lese sie gerne, ich sehe ihren Witz - aber das ständige Kichern, von dem andere berichten bei ihrer Lektüre, das habe ich nur selten mal.
und wieder einmal gibts zu sehen: Komödie und Tragödie gehören zusammen, es sind die beiden Seiten derselben Medaille. Als ich meine persönlichen Tragödien erlebte - einige davon - da fiel mir auch schon auf, wie absurd und lachhaft sie waren - wie in einem schlechten Film. Nur dass ich dann eben eine Hauptrolle spielen durfte und mir damals gar nicht nach Lachen zumute war. während ich heute doch des öftern mal darüber grinsen kann.
grüsse, barbara
hier habe ich einen Forenbeitrag zum Thema Lachen gefunden vom User Ulenspygel gefunden, den finde ich einfach top:
Gelacht wird, weil verdrängt wurde und was verdrängt wurde ist ja nicht gerade das, was man sich ansonsten auch als Strahlenkranz aufsetzen könnte. Ein Witz, der nicht auf irgendwas Verbotenem beruht, ist überhaupt keiner und niemand lacht drüber. Klar, dass Lachen befreit - wir gehen damit über das Verbotene hinaus und wandeln es in etwas Akzeptables um. Durch Lachen wird es integriert und die aufkommende Leichtigkeit ist nicht etwa ein Zeichen von Unmoral sondern von der intuitiven Erkenntnis der Bedeutungslosigkeit des Verbotenen. Es gibt auch falsches Lachen, aber das meine ich nicht - ich meine das herzliche, befreite. Egal, wodurch Lachen motiviert ist - es ist immer ein Durchbruch aus der Enge ins Weite.
Von Jesus ist überliefert, dass er niemals gelacht haben soll. Weil er niemals verdrängt hat und sich deshalb auch niemals befreien musste.
Wenn man sagt, über sowas wie das da würde ich nie lachen, weil das ja ........ ist, sagt man damit nur, dass man sich gerade auf die Seite des Verbotenen geschlagen hat. Lachen daher verboten. Nur gut sich nicht so genau einzugestehen, über was man selbst so gerne lacht.
Wenn ich als Mann meinetwegen mich über Blondinenwitze ausschütten würde (tu ich natürlich nicht !!!! ), dann tu ichs halt deshalb, weil ich unterentwickelt in meinem Frauenbild bin und Frauen in meiner männlichen Trieborientiertheit anschaue. Genau das projiziere ich dann in die angebliche Minderbemitteltheit von blonden Frauen, sehe es dort und bins in mir selbst los. Unterentwickelt bin ich natürlich selbst und nicht die Blonde, aber wer will das schon wissen? Nur gibt das eben einen Scheißdruck und den nimmt mir das Lachen über Blondinen.
http://www.klarblicker.de/forum/viewtopic.php?p=102843#102843
so habe ich das wirklich noch nie gesehen...stelle aber an mir selbst fest, dass ich viele Dinge je länger je weniger lustig finde. zB bei Büchern von Terry Pratchett, ich geniesse sie sehr, ich lese sie gerne, ich sehe ihren Witz - aber das ständige Kichern, von dem andere berichten bei ihrer Lektüre, das habe ich nur selten mal.
und wieder einmal gibts zu sehen: Komödie und Tragödie gehören zusammen, es sind die beiden Seiten derselben Medaille. Als ich meine persönlichen Tragödien erlebte - einige davon - da fiel mir auch schon auf, wie absurd und lachhaft sie waren - wie in einem schlechten Film. Nur dass ich dann eben eine Hauptrolle spielen durfte und mir damals gar nicht nach Lachen zumute war. während ich heute doch des öftern mal darüber grinsen kann.
grüsse, barbara