Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Essen
barbara seiler
19.09.2008, 10:13
Hallo zusammen
ein ess.thread muss doch auch wieder sein... gerade auch, weil ich mit den aktuell herrschenden Ess-Dogmen nicht besonders viel anfangen kann, zum Beispiel dem fettfrei-Dogma. Ich verfolge da den hedonistischen Ansatz, der da lautet: ich esse, was schmeckt. Und das in der bestmöglichen Qualität. Und dann kommts schon gut.
Hier ein Artikel, der den einzigen Grund, grüne Salate zu essen, benennt: damit man sich den Magen füllen kann, das den Nährwert eines "Papiertaschentuchs in einem Glas Wasser" hat. :grins:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/762/301759/text/
mal ganz abgesehen von der ökologischen Katastrophe, die gerade in Spanien passiert für einen Gemüseanbau, der sehr fast food und wenig nahrhaft ist.
grüsse, barbara
R.Daneel
19.09.2008, 12:29
Ach nö, schon wieder ein Artikel zum Ärgern. Der einzig sinnvolle Satz des ganzen Artikels ist der allerletzte. "Eine Currywurst enthält wahrscheinlich mehr Ballaststoffe als ein Kopfsalat." - *LOL*, ja wahrscheinlich. Abgesehen von allem anderen, was sie sonst noch enthält.
Ein Artikel auf (maximal) Bild-Niveau in der Süddeutschen Zeitung? 's wird böse enden! Die Salatlüge ist wohl dieser Artikel, womit er ja korrekt überschrieben wäre.
Nachtrag: Wassergehalt verschiedener Lebensmittel (http://mlu.mw.tu-dresden.de/module/m017/strukturell/wasser.htm)
Tomaten enthaltem höchstens ein Prozent weniger Wasser als Blattsalat, aber der Salat hält anscheinend den Rekord (falls die Angabe von 95% im Artikel überhaupt stimmt). Wie auch immer, wer seinem Körper wertvolles spanisches Brunnenwasser mit wenig Kalorien, aber immerhin ein paar Vitaminen zuführen will, kommt um spanischen grünen Salat kaum herum.
:D
Übrigens enthält selbst Kalbfleisch nicht mal ein Drittel weniger Wasser als der hier so böse verunglimpfte Salat.
Grüßleins
R.
barbara seiler
19.09.2008, 12:36
Hallo R.!
hmm... was hast du gegen den Artikel?
Dass Salate aus intensivem Anbau tatsächlich gesundheitlich nicht mehr bringen als ein Stück eingeweichtes Papier, das glaub ich sofort. Und auch sonst seh ich das von dir bemängelte Bild-Niveau nicht wirklich.:confused:
Jene Salate, die wirklich gesundheitlich was bringen können - also biologisch angebaut, und wo vom Pflücken bis zum Essen nicht mehr als eine halbe Stunde vergeht, dass auch der Vitamingehalt und der Gehalt an aromatischen Stoffen stimmt - diese Sorte Salate haben ja die wenigsten Menschen zur Verfügung.
verwunderte grüsse
barbara
R.Daneel
19.09.2008, 12:51
hmm... was hast du gegen den Artikel?
Der enthält eine derart polemische Darstellung, das es mir graust.
Jene Salate, die wirklich gesundheitlich was bringen können - also biologisch angebaut, und wo vom Pflücken bis zum Essen nicht mehr als eine halbe Stunde vergeht, dass auch der Vitamingehalt und der Gehalt an aromatischen Stoffen stimmt - diese Sorte Salate haben ja die wenigsten Menschen zur Verfügung.
In der Tat - und auch dann wären Wassergehalt und Nährstoffgehalt höchstens minimal anders. Aber niemand isst Salat, um Muskelmasse aufzubauen oder fett zu werden. Also, Currywurst und Pommes sind "besser" als Salat? Also wirklich.
Grüßleins
R.
barbara seiler
19.09.2008, 13:04
Hallo R.!
polemisch? - es geht.
Wenn empfohlen wird, Salat "wegen der gesunden Ballaststoffe" zu essen, da kann ein Hinweis nicht schaden, dass Pommes mehr davon haben. Was ja als Fact, nehm ich mal an, stimmen wird. Mal ganz abgesehen von den übrigen Eigenschaften dieser Nahrungsmittel. Im Artikel wird ja nicht ernsthaft behauptet, Pommes seien *gesünder* als Salat. Es wird nur auf die Absurdität der Salat-Propaganda hingewiesen. Und das mE zu recht.
Ich muss sagen, ich ärgere mich deutlich mehr wegen den allgemein verbreiteten Ernährungsempfehlungen, die ich zum grössten Teil für Unsinn halte. Eben das Ding mit "5 x täglich Früchte und Gemüse", oder das Ding mit "Fett ist pöhse" und überhaupt das ganze mit "schlank ist toll und gesund."
Worauf es mir beim Essen ankommt, ist die Qualität der Grundstoffe - gerne bio, soweit es geht - und das Vergnügen und der Genuss. Wer bewusst geniesst, wird sich nicht überessen, und wird ein gutes Körpergefühl entwickeln, und wird auch merken, was es gerade an Nahrung braucht. Und wird vermutlich auch die Currywurst aus minderwertigem Fleisch mit den Fritten, die in x-mal wiederverwendetem Öl ausgebacken wurden, nicht regelmässig auf dem Speiseplan haben.
Und wer geniesst, wird auch nicht anfangen, Kalorien zu zählen, und wird keine Fressanfälle haben, und wird sich nicht mit minderwertigen (und somit krankmachenden) Lebensmitteln zufrieden geben.
Mal abgesehen davon, ein frischer grüner Salat an einer guten Vignairette, verbessert mit Kräutern, ist was Gutes!
grüsse, barbara
R.Daneel
20.09.2008, 23:15
Hallo Barbara,
entschuldige bitte die späte Antwort - Programmieren ging gestern Abend noch (heute hab ich's nicht versucht), hier drauf zu antworten kam schon geistig anstrengender vor, nicht zuletzt, weil Du (und auch der Artikel) größtenteils Recht hast. Aber ich versuch's trotzdem:
Im Artikel wird ja nicht ernsthaft behauptet, Pommes seien *gesünder* als Salat.
Nein, das nicht - ich wette aber, dass irgendwer diesen Artikel dazu benutzen wird, zu behaupten, Pommes seien gesünder als Salat, während er sich die fetten Dinger, die in xmal wiederverwendetem Fett ausgebacken wurden, einpfeift. Denn der Artikel weist nicht darauf hin, dass Pommes aus anderen Gründen weniger gesund sind als Salat.
Warum überhaupt Pommes (frites) zum Vergleich nehmen und nicht Kartoffeln? Da steckt m.E. die (gar nicht so offen daliegende) Polemik drin!
Es wird nur auf die Absurdität der Salat-Propaganda hingewiesen. Und das mE zu recht.
Und um das zu tun, stellt sich dieser Artikel auf die Seite der Pommes-Propaganda....
;)? oder :(?
Ich muss sagen, ich ärgere mich deutlich mehr wegen den allgemein verbreiteten Ernährungsempfehlungen, die ich zum grössten Teil für Unsinn halte. Eben das Ding mit "5 x täglich Früchte und Gemüse", oder das Ding mit "Fett ist pöhse" und überhaupt das ganze mit "schlank ist toll und gesund."
Warum ärgerst Du Dich darüber? M.E. tendieren die Menschen im Durchschnitt eher dazu, mehr zu essen als ihnen gut tut, weniger Obst und Gemüse zu essen als sie sollten (bis dahin will ich mich gar nicht ausnehmen!) und auch eher zuviel Fett, besonders das falsche, zu sich zu nehmen. Und wäre es denn besser zu sagen "rund ist toll und gesund."?
Worauf es mir beim Essen ankommt, ist die Qualität der Grundstoffe - gerne bio, soweit es geht - und das Vergnügen und der Genuss. Wer bewusst geniesst, wird sich nicht überessen, und wird ein gutes Körpergefühl entwickeln, und wird auch merken, was es gerade an Nahrung braucht. Ich neige leider dazu, immer wieder zuviel zu essen, wenn das Essen sehr gut ist (z.B. wenn mein Bruder was macht :D) und es erst beim Aufstehen zu merken. Körpergefühl? Fehlanzeige. Vorgestern hab ich mich in der Firma überfressen: Eine 5-Minuten-Suppe, 4 Scheiben Toast und zum Nachtisch eine große Portion (schätzungsweise 300g) Joghurt - der Nachtisch war der Fehler. Danach war ich so müde, dass stundenlang nix mehr ging.
Und wer geniesst, wird auch nicht anfangen, Kalorien zu zählen, und wird keine Fressanfälle haben, und wird sich nicht mit minderwertigen (und somit krankmachenden) Lebensmitteln zufrieden geben.
Tja, mag sein, aber das erfordert Zeit und Geld, deutlich mehr als mir zur Verfügung steht. Im Grunde genommen klappt das nur wenn man(ich) Essen geht, die Mahlzeit also professionell zubereitet ist. Und dann muss ich mich klarerweise auf den Koch verlassen. Und ich kenne da ein "Restaurant", wo schon mal angeschimmelte Tomaten im Essen waren. Im Ernst. Die schimmligen Stellen waren zwar abgeschnitten worden, aber die Tomatenscheiben schmeckten nach Schimmel.
Mal abgesehen davon, ein frischer grüner Salat an einer guten Vignairette, verbessert mit Kräutern, ist was Gutes!
Definitiv! Daran ändert auch ein hoher Wassergehalt und der geringe Nährstoffgehalt nichts. Auch wenn man spanischen Salat da nicht mitrechnen kann (oder sollte).
So und hierfür hab ich jetzt, mit Pausen, ca. 3 Stunden gebraucht. :D
Liebe Grüße
R.
barbara seiler
21.09.2008, 10:08
Hallo R.!
Nein, das nicht - ich wette aber, dass irgendwer diesen Artikel dazu benutzen wird, zu behaupten, Pommes seien gesünder als Salat, während er sich die fetten Dinger, die in xmal wiederverwendetem Fett ausgebacken wurden, einpfeift. Denn der Artikel weist nicht darauf hin, dass Pommes aus anderen Gründen weniger gesund sind als Salat.
Das stimmt schon. Aber ich hab so den Verdacht, dass Leute, die sich regelmässig besagte Sorte Pommes reinpfeifen, eh nicht besonders an Ernährungstheorie interessiert sind...
Dass Pommes genommen werden und nicht Kartoffeln, das ist schon polemisch. Allerdings zeigte es auch, was passiert, wenn man die *Güte* eines Lebensmittels nur gerade auf einen Aspekt, wie eben die Ballaststoffe, reduziert. Das wird dann einfach absurd.
Warum ärgerst Du Dich darüber? M.E. tendieren die Menschen im Durchschnitt eher dazu, mehr zu essen als ihnen gut tut, weniger Obst und Gemüse zu essen als sie sollten (bis dahin will ich mich gar nicht ausnehmen!) und auch eher zuviel Fett, besonders das falsche, zu sich zu nehmen. Und wäre es denn besser zu sagen "rund ist toll und gesund."?
Ich ärgere mich, weil ich immer wieder beobachte, wie verkrampft das Verhältnis von Leuten - und besonders von Frauen - zum Essen ist. Da wird ständig nach den Kalorien geschielt, und was das Fett betrifft, da seh ich das Problem auch eher darin, dass das falsche Fett gegessen wird, nicht unbedingt zuviel davon. Gerade im Winter, wenn es kalt ist, ist solide warme Nahrung etwas Wichtiges... das gibt dann auch Kraft und sättigt für eine gute Weile, da hat man auch nicht das Bedürfnis, das Schokoladeregal auszuräumen.
Ja, dann lieber "rund ist gesund". Zuerst mal ist es natürlicherweise so, gerade mit zunehmendem Alter, etwas runder zu werden. Zweitens gibts verschiedene Formen von "rund" - einerseits das schlaffe, Coach-potatoe-mässige, das ist tatsächlich nicht toll, aber es gibt auch die andere Art, drall und voller Energie und mit viel Power. Und drittens, wenn jemand krank wird - zum Beispiel Krebs hat und eine Chemo machen muss - da können ein paar Kilo zuviel eine Lebensversicherung sein. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als mein Allerliebster im Spital lag mit frisch amputiertem Bein - nach etwa ein, zwei Monaten war er dünn wie eine Bohnenstange geworden. Die Belastung hat dafür gesorgt, dass er alle Reserven aufbrauchte. Doch was, wenn er diese Reserven schon gar nicht gehabt hätte...?
Körpergefühl? Fehlanzeige.
naja, das ist in erster Linie Übungssache. :o
Vorgestern hab ich mich in der Firma überfressen: Eine 5-Minuten-Suppe, 4 Scheiben Toast und zum Nachtisch eine große Portion (schätzungsweise 300g) Joghurt - der Nachtisch war der Fehler.
hm. Mit einer solchen Art Mahlzeit wär ich wohl auch nicht zufrieden... gerade Joghurt in solchen Mengen, das kühlt und bindet extrem viel Reserven, bis der Körper alles aufheizen und verarbeiten konnte. Das kann dann auch die Wärme der Suppe nicht ausgleichen.
Tja, mag sein, aber das erfordert Zeit und Geld, deutlich mehr als mir zur Verfügung steht.
Da gibts ja die Essstörung der Orthorexie - also Leute, die penibel darauf achten, nur das Richtige zu essen, und die dann am Schluss praktisch gar nichts mehr essen, weil ja alles irgendwo belastet ist oder den einen oder andern Fehler hat. Ich bin da nicht so pingelig, es darf auch mal etwas sein, was nicht so toll ist, solange es nur im Ganzen ungefähr stimmt. Käse hol ich unterdessen praktisch nur noch im Fachgeschäft, weil mir der Käse vom Supermarkt nicht mehr schmeckt (und ich den meist irgendwann vom Kühlschrank in den Abfall befördern muss). Bei uns ist es immerhin so, dass schon in den Supermärkten es ziemlich viel Angebot an bio gibt.
Und ich kenne da ein "Restaurant", wo schon mal angeschimmelte Tomaten im Essen waren. Im Ernst. Die schimmligen Stellen waren zwar abgeschnitten worden, aber die Tomatenscheiben schmeckten nach Schimmel.
:krank:
So von was ich gehört habe, ist die Schweiz und Frankreich kulinarisch deutlich besser ausgerüstet als Deutschland... hier ist es wohl einfacher, auch mit wenig Zeit und Geld etwas Vernünftiges zwischen die Zähne zu kriegen.
und wenns nur die hausgemachten Hamburger hier in der Nähe sind, wo jeder MacDo vor Neid erblassen würde.
grüsse, barbara
R.Daneel
21.09.2008, 16:56
Hallo Barbara,
jetzt finde ich kaum noch was, wo ich einen "Widerspruch" anbringen könnte... ;)
Allerdings zeigte es auch, was passiert, wenn man die *Güte* eines Lebensmittels nur gerade auf einen Aspekt, wie eben die Ballaststoffe, reduziert. Das wird dann einfach absurd.
Genau!
Ja, dann lieber "rund ist gesund". Zuerst mal ist es natürlicherweise so, gerade mit zunehmendem Alter, etwas runder zu werden.
Weiß ich nur zu gut, und es gefällt mir gar nicht. Aber ernsthaft Sport zu treiben würde zuviel Zeit kosten (vom Geld mal abgesehen). Also werde ich mich wohl dran gewöhnen müssen. Trotzdem finde ich es erstrebenswert, die Figur einigermaßen zu halten zu versuchen. Wenigstens danach zu streben, so als Ideal.
Die Belastung hat dafür gesorgt, dass er alle Reserven aufbrauchte. Doch was, wenn er diese Reserven schon gar nicht gehabt hätte...?Hm, gutes Argument. Ich sollte mal etwas mehr in der Richtung auf meine Ernährung achten... *vornehm*
"Körpergefühl? Fehlanzeige!"
naja, das ist in erster Linie Übungssache. :o
Ein Gefühl, das man üben kann? :p Ich hab mir jedenfalls vorgenommen, nur noch kleine Nachtisch-Portionen zu essen...
So von was ich gehört habe, ist die Schweiz und Frankreich kulinarisch deutlich besser ausgerüstet als Deutschland... hier ist es wohl einfacher, auch mit wenig Zeit und Geld etwas Vernünftiges zwischen die Zähne zu kriegen.
Sowas darf auch in Deutschland nicht vorkommen - denen hätte man die Küche zumachen sollen. Wir sind dann auch kaum noch hingegangen, bzw. ich gar nicht mehr, ich hab mir statt dessen woanders einen vegetarischen Döner machen lassen, den aufgegessen und bin zu den Kollegen zurück, die zum Teil immer noch aufs essen gewartet haben.
Hm, eigentlich könnte ich auch mal wieder essen gehen... So richtig edel. :o
Liebe Grüße
R.
barbara seiler
21.09.2008, 17:11
Hallo R.!
Trotzdem finde ich es erstrebenswert, die Figur einigermaßen zu halten zu versuchen. Wenigstens danach zu streben, so als Ideal.
nun, ich halte es auch nicht für eine gute Idee, sich gehen zu lassen...;)
Ein Gefühl, das man üben kann? :p Ich hab mir jedenfalls vorgenommen, nur noch kleine Nachtisch-Portionen zu essen...
Ob das was bringt?
Kleine Desserts sind ja völlig in Ordnung, wenn nur der Hauptgang vorher ordentlich war. :)
Ich habe mich mal mit chinesischer Ernährungslehre befasst, und richte mich so mehr oder weniger danach aus. Da würde ein grosser Becher Joghurt als Nachspeise auch nicht empfohlen werden, aber auch vor allem da nicht, weil eine Fünf-Minuten-Suppe und ein paar Stücke Toastbrot einfach zuwenig Wärme liefern, damit das Ganze überhaupt sinnvoll verarbeitet werden kann. Joghurt bringt Kühle, Feuchtigkeit und fördert den Schleim, und damit auch eine sehr unbeliebte Sorte von Pölsterchen.
und ja, Körpergefühl kann man üben - mal einfach durch bewusste Beobachtung und die Frage "wie fühle ich mich?"
Sowas darf auch in Deutschland nicht vorkommen - denen hätte man die Küche zumachen sollen.
stimmt, schimmlige Ware, das darf definitiv nicht sein. Doch ich glaube, das hat auch grundsätzlich etwas mit deutscher Mentalität zu tun, die weniger Wert auf Genuss beim Essen legt, als die dekadenten Franzosen und die qualitätsbewussten Schweizer... oder ist das jetzt wieder ein Vorurteil?:o
liebe grüsse
barbara
R.Daneel
21.09.2008, 17:45
Hallo Barbara,
stimmt, schimmlige Ware, das darf definitiv nicht sein. Doch ich glaube, das hat auch grundsätzlich etwas mit deutscher Mentalität zu tun, die weniger Wert auf Genuss beim Essen legt, als die dekadenten Franzosen und die qualitätsbewussten Schweizer... oder ist das jetzt wieder ein Vorurteil?:o
Ich weiß nicht, wie in Frankreich und in der Schweiz aussieht, aber mein Eindrück ist schon, dass die deutsche Küche im Durchschnitt nicht gar so edel ist.
Es gibt da in der Nähe ein sehr gutes Restaurant, zu dem wir auch öfter hingegangen sind, namens "Tirolensis". :D Früher hieß es Teufel's Küche :teufel:
M.E. gar nicht mit den anderen Essgelegenheiten darum herum zu vergleichen, war (und ist hoffentlich noch) einfach Spitze. Zwar etwas teurer, aber auf jeden Fall erschwinglich, und m.E. hat das Mehr an Qualität und Geschmack das Mehr an Preis sehr deutlich überstiegen.
Ist zwar auf der anderen Seite von München, aber da sollte ich wirklich mal wieder hin. Müsste mich dann aber rasieren und ordentlich anziehen :D
Liebe Grüße
R.
R.Daneel
22.09.2008, 02:45
Ein (P)Fundstück (http://www.lileks.com/institute/gallery/spec.html), zum Thema... Spricht für sich selbst :D
Grüßleins
R.
barbara seiler
22.09.2008, 09:35
hmmm... der link geht nicht...?:confused:
R.Daneel
22.09.2008, 11:26
Sorry - 2mal "http://" hintereinander, hatte ich gestern etwas eilig kurz vorm Ausmachen gemacht. Jetzt gehts.
Grüßleins
R.
barbara seiler
22.09.2008, 11:46
oh!
andere Zeiten, andere Sitten... *g* aber cool!
grüsse, barbara
barbara seiler
23.09.2008, 09:16
Sardinenextrakt im Orangensaft, Broccolipulver in der Schokolade... ich find diese ganzen "functional food"-Dinge doch sehr gruslig
http://www.iht.com/articles/2008/09/18/travel/17nutrients.php?page=1
"One day, we believe, you will be able to walk into a supermarket and all the products could be enriched with omega-3s: milk, yogurt, tortillas," said Ian Lucas, head of marketing for Ocean Nutrition Canada, maker of the fish oil used by Tropicana.
ich mein - es gibt eine ganz einfache Methode, den Gehalt von Omega-3 in der Milch zu erhöhen: lass die Kuh auf die Weide und lass sie Gras fressen und rumrennen! Doch jetzt haben wir eine Nahrungsmittelindustrie, die durch die extreme Verarbeitung alle positiven Qualitäten aus der Nahrung rausgenommen hat, also verarbeitet mans noch weiter, um wieder so ein paar (oft synthetische) Stoffe wieder reinzubringen... das ist doch Unsinn. Und nützt nicht immer.
However, recent studies on supplemental vitamin E, beta-carotene and folate (all of which fall into the broad category of "antioxidants") surprised everyone by showing no benefits whatsoever for cardiovascular disease.
Dann doch lieber das ganz klassische Prinzip: was gut riecht und schmeckt, ist gut für die Gesundheit.
grüsse, barbara
barbara seiler
23.09.2008, 09:27
und noch ein Link zum Essen aus der iht:
http://www.iht.com/articles/2008/09/18/healthscience/17diet.php?page=1
The percentage of those consumers who are on a diet is lower than at any time since information on dieting was first collected in 1985. At the peak in 1990, 39 percent of the women and 29 percent of the men were dieting. Today, that number has dropped to 26 percent of women and 16 percent of men.
find ich doch schockierend - es gab eine Zeit, da haben fast die Hälfte aller Frauen eine Diät gemacht zu einem gegebenen Zeitpunkt, heute ist es "nu" noch ein Viertel.:eek:
Also, the more time people spend on tasks like food shopping, cooking and kitchen cleanup, the more likely they are to be of average weight.
und je mehr Zeit die Leute beim Kochen, Einkaufen von Essen, Küche putzen verbringen, desto grösser die Chance, normalgewichtig zu sein...
und dann auch noch: die USA haben verlernt zu kochen - und müssen das wieder lernen. eine seltsame Welt ist das, wo es möglich ist, das Kochen zu verlernen...
grüsse, barbara
R.Daneel
23.09.2008, 10:59
Hi Barbara,
muss ich mir alles mal abends durchlesen. Nur schon jetzt eine Unsicherheitsfrage: Ist "average weight" "Durchschnittsgewicht" oder "Normalgewicht"? Denn wenn diese Studie in Amerika gemacht wurde, und das Durchschnittsgewicht (der Amerikaner) gemeint ist, das ja schon sprichwörtlich als zu hoch bekannt ist, wär das nicht sooo toll...
Grüßleins
R.
barbara seiler
23.09.2008, 11:01
Hallo R.
aus dem Zusammenhang im Artikel geht hervor, dass damit das Normalgewicht gemeint sein muss, denn es wird das "average weight" dem "overweight" und "underweight" entgegen gestellt.
Aber ich glaube, in andern Kontexten könnte es das "durchschnittliche Gewicht" bedeuten.
grüsse, barbara
barbara seiler
26.09.2008, 12:03
*im Anfang war das Bier*
Evolution mal anders - nicht aus Mangel, sondern aus dem Überfluss, der Ressourcen freisetzt, entsteht Entwicklung!
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/im_ueberfluss_kann_man_feste_feiern_1.831321.html
Die Grundidee des Artikels: der Übergang von der Jagd zum Anbau von Getreide hatte vor allem darum stattgefunden... weil die Menschen nicht auf Bier und andere alkoholische Getränke bei Feiern verzichten wollten. Und irgendwann später haben sie dann noch herausgefunden, dass man das Getreide auch noch essen kann.:p
find ich gut, fülleorientierte Betrachtungsweisen!
grüsse, barbara
barbara seiler
04.10.2008, 19:16
ein Interview mit Udo Pollmer - (der zwar polemisch ist, aber seine Argumente finde ich bisher sehr überzeugend):
Der Körper holt es sich (http://www.welt.de/print-welt/article182457/Der_Koerper_holt_es_sich.html)
mit einer "Ernährungsempfehlung" nach dem, was heute generell als gesunde Ernährung gilt, nämlich..
Pollmer: Goutieren Sie doch mal die offiziellen Ratschläge. Die empfehlen eine Kost, die kalorien-, zucker- und fettarm ist, dafür viele Ballaststoffe und Vitamine, sowie hochwertiges Eiweiß enthält. Es gibt ein Produkt, daß diesen Ansprüchen in jeder Hinsicht gerecht wird: Es ist exakt das,...
naja, ich lass es im Link. Nur für den Fall, dass ihr gerade am Essen seid.:o
grüsse, barbara
Celestine
05.10.2008, 10:04
Die Pointe ist gut! :D
barbara seiler
05.10.2008, 10:20
Gell, das macht richtig Lust und Freude auf die nächste Mahlzeit...!:grins:
Sonntagsgrüsse, barbara
barbara seiler
05.03.2009, 17:27
zum Glück muss ich das Zeug hier nicht essen...
http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/abstimmen/index_ger.html
... eines fällt allerdings auf: je windbeuteliger ein Produkt, desto schöner muss der Name sein. Während wirklich gute, solide Produkte einfach heissen, wie sie heissen: Nussbrot, zum Beispiel. Oder: Milchschokolade. Und die Leute kaufen, weil's gut ist, nicht weil Milliarden in Werbung gesteckt wird.
liebe grüsse
barbara
mAn ist das thema ESSEN eines der größten kardinalthemen der menschheit.
das ist auch der grund, warum es heutzutage kein "normales essen" mehr gibt. stattdessen schlägt sich die westliche menschheit mit überflüssigen pfunden und einseitigen mangelerscheinungen herum und der rest der welt leidet nach wie vor an hunger.....so wie es bei uns in vielen jahrhunderten auch gang und gäbe war.
der ausspruch, du bist, was du isst, hat auch eine besondere bedeutung, finde ich.
inmeiner familie besteht seit generationen ein essensproblem, das auch meine mutter stark ausgeformt hatte. nett wie ein kind halt ist, so hab ich es ihr nun "abgenommen".....mit dem ergebnis, dass ich es nun selbst nicht mehr "abnehmen" kann. ;)
von diäten und einschränkungen die nase voll, merke ich, wie ich keineswegs einen normalen umgang mit der nahrung zusammenbringe.
von stundenlangem nichts essen müssen bis zu fressorgien wechselt meine esslust wie sie will.
in zeiten wie diesen ist das auch möglich - denn die fülle ist ja da - nur umgehen damit, das kann ich nicht.
so wie es auch mene mutter nicht konnte. und deren mutter? die durfte als angestellte in edlem haus den adeligen beim schlemmen zusehen - ohne selbst davon naschen zu dürfen!
naja, dies soll nur ein kurzer abriss dieser riesenthematik sein, so wie sie sich mir darstellt.
natürlich ist es auch nicht gut, wenn ich den fokus dauernd auf dieses thema lenke. doch tue ich es nicht, dann nehme ich unweigerlich zu.
das kann ich ja auch nicht dulden......und: das abnehmen ist ungleich schwieriger.
naja, mein körper fürchtet sichoffenbar vor dem hungertod, der über viele frauengenerationen in meiner familie gespeichert zu sein scheint.
barbara seiler
05.03.2009, 22:53
kathi, wenn du jemals nach Basel kommst, lade ich dich ein zu einer Schokolade-Degustation.
in der einen Confiserie hab ich letzthin Schokolade entdeckt, weisse Schokolade mit Croquant... ein Traum! Ich werd uns eine schöne Sammlung an Pralinen zulegen, und die werden dann ausführlichst begutachtet. und selbstverständlich selbst gegessen. :essen:
liebe grüsse
barbara
WOW! liebe barbara!
das klingt ja unglaublich toll!
an so etwas hatte ich in meinem leben noch NIE gedacht.
da sehe ich erst, dass ich in diesen bereichen irgendwie vernagelt bin!
ich würde mir nie teure (!) schokolade in reicher fülle kaufen und dann genießend verspeisen.
dann schon eher verbilligte milka aus dem supermarkt und in einem stück "erledigt".
ja, da stimmt ganz sicher was nicht an meinem umgang damit.
vielen dank an dich, du liebe frau.
wer weiß, vielleicht werden manche anregungen noch wahr - wenn die zeit dafür da ist.
aber beim nächsten stück schokolade oder dergleichen, da werde ich an dich denken und deine süße einladung, und ich werde mich dabei im genießen üben.
:p kathi
barbara seiler
06.03.2009, 15:43
Hallo kathi
Milka...? *urgs*:krank:
neinnein, sowas kommt mir nicht ins Haus. kein Aroma, kein Geschmack, nur Zucker braun gefärbt. bäh. das ist ja eine Strafe, sowas essen zu müssen!
In der Schweiz sind wir natürlich verwöhnt mit guter Schokolade, da gibt's auch schon im Supermarkt, und gar nicht teuer, ganz gute Sachen. Und die wirklich hochklassige Schokolade, davon kosten 100g um die 6 Euronen, das entspricht so ungefähr acht oder neun Pralinen... handgemacht, mit diversen Füllungen, mit caramelisierten Baumnüssen, oder mit Sahnefüllung, oder mit Gianduia, mit Marzipan, mit Zuckerfondant, was das Herz begehrt...
ich habe früher mal, zu Studentinnenzeiten, in einer Confiserie als Verkäuferin gearbeitet. Da war gleich beim Pausenraum das Pralinenlager, und da konnte ich nicht immer widerstehen und hab etwas genascht. Allerdings, nach der dritten oder spätestens der vierten Praline war ich pappsatt - da mochte einfach nicht mehr rein. Einige von denen haben ein kleines Plättchen Blattgold als Dekoration, was ein Freund von mir, dem ich das zeigte, doch dekadent fand, Gold zu essen.:D
Und so ab und zu 100g Pralinen à 6 Euro, das ist wenig Geld für so viel Vergnügen. Wirklich wenig Geld... nur schon das Vergnügen des Auswählens, der Vorfreude, des Aussuchens, des Schmeckens, wie die Verkäuferin das Ganze nett verpackt...
Damals gab es auch den schönen Brauch, dass am Sonntag alle schon eine halbe Stunde vor Ladenöffnung da sein mussten, dann gab es ein kleines Frühstück, und der Chef hat uns ein Produkt erklärt - wie es hergestellt wird, welche Zutaten, woher die Zutaten kommen, welche Qualitätsmerkmale es gibt... da lernte ich zum Beispiel, dass die Croissants aus mehr Butter als Mehl bestehen, und deshalb sehr heikel zu verarbeiten sind, wenn es zu warm wird, zerfliesst der Teig; oder dass der Kaffee dort aus sieben verschiedenen Bohnensorten besteht, und woher die alle kommen.
Also, viel Spass mit der Schokolade, und tu mir den Gefallen, kauf NIE NIE NIE WIEDER Milka! Ist ja empörend, sowas zu hören... *g*
liebe grüsse
barbara
barbara, du bist einfach lieb.
:bling:danke
barbara seiler
06.03.2009, 17:45
oh, jetzt bin ich ganz verlegen...:o
liebe barbara,
das musst du aber jetzt aushalten lernen.
*kuss*
barbara seiler
06.03.2009, 18:43
ja, sieht ganz so aus *grins*
danke dir, kathi:)
barbara seiler
27.12.2009, 15:56
Hi zusammen!
ich hab beschlossen, ab jetzt und mal probehalber für das Jahr 2010 einmal pro Woche einen Fastentag einzulegen, das heisst: nur Wasser. Um meinem ganzen Verdauungapparat etwas Urlaub und Entspannung und Regenerationszeit zu gewähren.
gemerkt habe ich:
- essen tu ich oft aus Reflex, ohne wirklich Hunger zu haben, es hat etwas Suchtartiges dabei
- am nächsten Tag fühlte ich mich wirklich in meinen Eingeweiden ausserordentlich erholt.
ich glaube, das ist eine gute Sache, und bin sehr gespannt, was sich daraus noch ergeben wird. :)
habt ihr auch schon mal gefastet oder aus anderen Gründen während einer längeren Zeit nichts gegessen? und wie ging es euch dabei?
grüsse, barbara
habt ihr auch schon mal gefastet oder aus anderen Gründen während einer längeren Zeit nichts gegessen? und wie ging es euch dabei?
grüsse, barbara
ein sehr großes thema von mir.
ich kann einfach nicht fasten, wenn ich mir das vornehme.
ich könnte zwar tagelang nichts essen......aber nur, wenn es sich von selbst ergibt.
sobald ich mir sage: "jetzt lässt du das essen mal weg!", kriege ich die totale krise.
so, als ob irgendwas in mir glauben würde, dass ich nun verhungern müsste.:gleichessen:
ich rücke diesem thema nun schon seit einiger zeit mit hilfe der "aufstellung" näher - hab es aber noch immer nicht ganz packen können.
zwar hat sich einiges bei mir weiter entspannt - aber so richtig gut kann ich mit dem thema "essen" noch immer nicht umgehen.
ich bin mir mittlerweile schon ganz sicher, dass es sich da um ein grundlegendes psychisches problem handelt.
und das macht das ganze so schwer (*haha: welch schönes wort!!!)
na egal, ich hoffe, bald lernen zu können, mit dieser unnötigen belastung besser umgehen zu können....sozusagen, überflüssige alte verhaltensmuster und glaubenssätze ausmisten zu können. :muellraus:
p.s.: wow! welch tolle neue smilies!!!
barbara seiler
13.01.2010, 10:10
Hi kathi
ich könnte zwar tagelang nichts essen......aber nur, wenn es sich von selbst ergibt.
interessant. Das geschieht also von Zeit zu Zeit? weil "von selbst" gibt's das bei mir nicht.
Ich hab auch bei mir festgestellt, dass ein Thema von "Mangel, zu kurz kommen" auftaucht...
meine Erfahrung ist auch immer mehr, dass es sich, sobald es sich um das Essen dreht, um grundlegende - existenzielle - Dinge handelt.
Ich kenne auch kaum jemanden, der/die konsequent nur das isst, was vom Körper gewünscht wird - so gut wie alle machen Kompromisse in die eine oder andere Richtung, und/oder erfüllen mit dem Essen noch andere Bedürfnisse als jene, die das Essen auch tatsächlich erfüllen kann.
liebe grüsse
barbara
Hi kathi
ich könnte zwar tagelang nichts essen......aber nur, wenn es sich von selbst ergibt.
interessant. Das geschieht also von Zeit zu Zeit? weil "von selbst" gibt's das bei mir nicht.
Ich hab auch bei mir festgestellt, dass ein Thema von "Mangel, zu kurz kommen" auftaucht...
hallo barbara,
wie ist das bei dir: was meinst du damit, dass sich das nicht "von selbst" bei dir ergibt?
musst du dich denn zum essen zwingen? oder hast du sonstige fixe essenszeiten?
bin einfach neugierig, wie sich dieses thema bei anderen menschen gestaltet.....sozusagen: mal reinschauen, in andere wirklichkeiten.
ich hab letztens mein "dick-sein" und mein "schlank-sein" gegenüber gestellt. und dabei kam raus, dass mein "dick-sein" gut in der eigenen mitte ruhte, wohingegen das "schlank-sein" sich immerzu abmühte, etwas erreichen zu müssen.
die derzeitige lösung war, dem schlank-sein vom dick-sein geborgenheit geben zu lassen - und außerdem vertrauen in den eigenen körper zu setzen - auch wenn er nicht den "normen" entspricht.
ein ganz schön schwieriges unterfangen für fixe vorstellungen.
aber ich wage mich daran und sag mir "nur mut! :pfanne:......du wirst das palatschinkerl schon schupfen!" :p
liebe grüße
kathi
barbara seiler
26.01.2010, 21:49
Hallo kathi :)
musst du dich denn zum essen zwingen? oder hast du sonstige fixe essenszeiten?
nein, im Gegenteil. Wenn mein Bewusstsein nicht bei der Sache ist, kaue ich ständig auf etwas rum. Fixe Essenszeiten hab ich nicht, das hängt etwas vom Tagesprogramm ab. Ich stelle fest, dass es mir am besten geht, wenn ich etwas richtig Solides esse, und dann aber auch sechs, sieben Stunden nichts mehr.
Das Nicht-Essen ist das, was sich nicht von selbst ergibt. Und dort wo ich arbeite, hat's auch immer viele Läden mit vielen guten Sachen ganz in der Nähe, dafür hab ich gesorgt. im Büro mit dem Lift zwei Stockwerke runter, und ich stehe mitten in einer der besten Confiserien Basels... :D
Ansonsten tut das Fasten gut, die Mens hat sich verändert - weniger von diesen Schleimdingern, weniger schmerzhaft, einfach Flüssigkeit - dafür hab ich jetzt jede Menge Pickel *grummel*, an allen möglichen und unmöglichen Orten. Entgiftend ist es also auf alle Fälle.
ich hab letztens mein "dick-sein" und mein "schlank-sein" gegenüber gestellt. und dabei kam raus, dass mein "dick-sein" gut in der eigenen mitte ruhte, wohingegen das "schlank-sein" sich immerzu abmühte, etwas erreichen zu müssen.
Gewicht zu haben, das ist schon was Tolle. Das gibt Kraft, in einem sehr wörtlichen Sinn. Es ist ein gutes Gefühl, stark zu sein. Allerdings ist die Beweglichkeit etwas eingeschränkt, und das nervt mich grad sehr.
liebe grüsse
barbara
Hallo kathi :)
Ansonsten tut das Fasten gut, die Mens hat sich verändert - weniger von diesen Schleimdingern, weniger schmerzhaft, einfach Flüssigkeit - dafür hab ich jetzt jede Menge Pickel *grummel*, an allen möglichen und unmöglichen Orten. Entgiftend ist es also auf alle Fälle.
machst du das also noch, diesen wöchentlichen fastentag?
toll!
Gewicht zu haben, das ist schon was Tolles. Das gibt Kraft, in einem sehr wörtlichen Sinn. Es ist ein gutes Gefühl, stark zu sein. Allerdings ist die Beweglichkeit etwas eingeschränkt, und das nervt mich grad sehr.
ja, meine beweglichkeit ist schon eingschränkt. das merke ich auch.
doch meine vision ist die, dass ich meine stärke wieder in beweglichkeit umwandeln kann....allerdings muss diese beweglichkeit voll und ganz zu mir passen - darf also nicht falsche bewegungen beinhalten oder im falschen tempo geschehen.
es geht offenbar dabei, mehr "zu mir und meinen eigenheiten zu stehen"....bin somit nicht mehr so leicht für andere (auch andere/fremde ansichten) zu "handeln".
es geht also hauptsächlich darum, selbst herauszufinden, wie und wann und ob überhaupt ich mich bewegen will.
und mit dem essen ist es scheinbar genau so: ob, und was und wann und wieviel will ich essen?
das wird alles noch spannend! :brilleputz:
liebe grüße
kathi
barbara seiler
28.01.2010, 19:37
Hi kathi!
ja klar, ich mach meinen Fastentag. Ist ja auch erst knapp zwei Monate her, dass ich damit angefangen habe... unterdessen stelle ich fest, dass besonders am Tag danach die Träume intensiv sind, manchmal auch etwas gruslig, und sehr detailliert und lebendig. Und dass die Emotionen hochkommen.
andererseits bringt es einen regelrechten Putzwahn mit sich, ich bin nur noch am Aufräumen. Was gar nicht schadet. :o
doch meine vision ist die, dass ich meine stärke wieder in beweglichkeit umwandeln kann....allerdings muss diese beweglichkeit voll und ganz zu mir passen - darf also nicht falsche bewegungen beinhalten oder im falschen tempo geschehen.
ja, das ist wichtig. Ich bin ja so glücklich über meine Kampfkunst-Lehrerin, sie macht das wirklich exzellent und übt mit uns auf eine Weise, dass wir nicht über unsere Grenzen hinausgehen, sondern immer bei uns bleiben. So wird die Veränderung im Körper zu eigen gemacht, und ist nachhaltig und tut gut.
es geht offenbar dabei, mehr "zu mir und meinen eigenheiten zu stehen"....bin somit nicht mehr so leicht für andere (auch andere/fremde ansichten) zu "handeln".
Die Idee ist ja nicht, dass man leicht zu "handeln" ist - (leicht zu manipulieren?) - die Idee ist, königlich zu sein und wie ein König, eine Königin behandelt zu werden. Es hat mit Würde und Achtsamkeit und Selbstbewusstsein zu tun....
und mit dem essen ist es scheinbar genau so: ob, und was und wann und wieviel will ich essen?
das ist eine gute Frage, und die Antworten, die ich für mich finde, sind oft sehr überraschend. Ich nehme an, bei dir wird das ähnlich sein. wir können uns freuen!:)
liebe grüsse
barbara
ja, das ist wichtig. Ich bin ja so glücklich über meine Kampfkunst-Lehrerin, sie macht das wirklich exzellent und übt mit uns auf eine Weise, dass wir nicht über unsere Grenzen hinausgehen, sondern immer bei uns bleiben. So wird die Veränderung im Körper zu eigen gemacht, und ist nachhaltig und tut gut.
ja, das glaube ich dir!
eine wunderbare möglichkeit, körper und geist zu verbinden.
leider hab ich noch niemals eine solche ausbildung genossen.......ich hab da große hemmschwellen, mich in eine gruppe zu begeben.....auch ist in meinem kleinen nest wenig angebot dazu.
aber ich halte sehr viel von solchen sachen.
Die Idee ist ja nicht, dass man leicht zu "handeln" ist - (leicht zu manipulieren?) - die Idee ist, königlich zu sein und wie ein König, eine Königin behandelt zu werden. Es hat mit Würde und Achtsamkeit und Selbstbewusstsein zu tun....
stimmt genau!
nur hab ich das erst vor einiger zeit für mich kapiert.
dass ich nämlich meine eigene "königin" sein darf....ja, sogar sein SOLL.
ich dachte immer, ich müsse zuerst mal auf die anderen eingehen.....für sie da sein......ihnen hilfestellungen geben, wenn sie´s brauchen.
darüber hatte ich lange zeit ganz auf mich selbst vergessen.
jetzt muss ich wieder lernen, zu mir zu stehen.
und dafür muss ich immer wieder erstmal herausfinden, WER ich überhaupt bin....
ein komplizierter weg - aber mittlerweile find ich ihn spannend und schön.
ja, wir können uns freuen! :regenbogen:
barbara seiler
30.01.2010, 09:06
Hallo kathi
ich glaube, es lohnt sich, mal zu gucken, wo es Probetrainings gibt. Und auf dem Dorf gibt's doch bestimmt auch Möglichkeiten, wenn auch vielleicht andere, als in der Stadt.
liebe grüsse!
barbara
barbara seiler
08.03.2010, 12:23
So als Zwischenbericht nach zweieinhalb Monaten mit Fastentag: mir gefällt's immer besser, ich (bzw meine Eingeweide) freuen sich schon richtig darauf, einen Tag lang nichts zu essen, und das Schönste ist natürlich das Fastenbrechen danach, sodass ich dafür sorge, am Donnerstag etwas wirklich Gutes als Erstes zu essen. :)
Auch die Essgewohnheiten haben sich verändert, ich esse weniger, mit längeren Pausen, das Knabbern hab ich praktisch völlig aufgegeben. Lieber richtig essen, und dann wieder nichts.
liebe grüsse
barbara
So als Zwischenbericht nach zweieinhalb Monaten mit Fastentag: mir gefällt's immer besser, ich (bzw meine Eingeweide) freuen sich schon richtig darauf, einen Tag lang nichts zu essen, und das Schönste ist natürlich das Fastenbrechen danach, sodass ich dafür sorge, am Donnerstag etwas wirklich Gutes als Erstes zu essen. :)
Auch die Essgewohnheiten haben sich verändert, ich esse weniger, mit längeren Pausen, das Knabbern hab ich praktisch völlig aufgegeben. Lieber richtig essen, und dann wieder nichts.
liebe grüsse
barbara
hallo barbara,
das klingt alles sehr gut.....vielleicht kann ich das auch mal.
barbara seiler
12.03.2010, 19:50
Hallo Kathi
ja, das fühlt sich auch sehr gut an. Und ich find's nicht schwierig. Es ist nicht schwer, einen Tag lang nichts zu essen, dazu muss nur der Sturschädel eingeschaltet werden, dann gehts schon.:D Und dann Zeit nehmen für Körperpflege und warme Bäder, Wärme ist wichtig.
Allerdings, ich hab eine Einschränkung entdeckt: bei einer Familie zuhause, wo ich unterrichte, die sind so nett und da krieg ich immer zu essen, ich muss die Fastentage so legen, dass ich sie nicht dann mache, wenn ich bei ihnen bin - nicht lebbar. :grins:
grüsse, barbara
barbara seiler
27.05.2011, 10:36
oh ja, das mit den Fastentagen hab ich auch mal gemacht, aber schon länger nicht mehr.:grins:
was ich allerdings zum Thema Essen gefunden habe, ist diese Seite:
http://www.abgespeist.de/alle_produkte/index_ger.html
... wo Werbeaussagen mit tatsächlichen Inhaltsstoffen verglichen werden. Es ist ja teilweise wirklich unglaublich, welcher Frass in den Regalen steht...
grüsse, barbara
Kräuterhexe
01.06.2011, 15:55
Das ist ja eine großartige Seite! Informativ und humorvoll noch dazu! Vielen Dank dafür...
barbara seiler
01.06.2011, 22:13
Hallo Kräuterhexe
herzlich willkommen :blumen:
ja, ich glaub ja auch immer, ich sei relativ gut informiert, und dann kommt's noch dicker als ich es mir je vorstellte...:grins:
grüsse, barbara
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