von Elisabeth Schneider-Friedrich
Reichtum und Fülle, auch MATERIELLEN Reichtum und
MATERIELLE Fülle – wer wollte die nicht in seinem
Leben haben?
Wohl jeder meint man.
Aber trotzdem ist das ein Thema, mit dem viele Menschen –
auch viele Menschen die spirituelle Arbeiter sind – Probleme
haben. Menschen, die sich als Schöpfer ihres Lebens
anerkennen. Die die Verantwortung für ihr Leben
übernommen und Glaubensmuster losgelassen haben. Menschen die
schon oft und oft Fülle für ihr Leben
gewählt haben.
Immer noch ist es für viele ein Frust-Thema.
Warum?
Dieser Frage möchte ich hier nachgehen. Und ich lade Sie ein,
meinen Gedankengängen zu folgen!
Reichtum und Fülle ist nicht nur durch die Menge von
Energie, die in mein Leben fließt, bestimmt. Der Fluss an
Energie in mein Leben hinein ist nur ein Teil dessen, was ich den Füllekreislauf
nenne.
Um Fülle auch als solche zu erleben ist nicht weniger wichtig,
wie ich mit dieser Energie umgehe, ob ich sie ergreife und mir zu eigen
mache. Und wie lasse ich sie wieder los? Wie lasse ich die Energie
wieder zurück in die Welt fließen?
Im Großen und Ganzen gibt es drei Phasen in diesem Kreislauf :
Der Fluss von Energie IN mein Leben:
Da ist zuerst die Frage nach der Quantität.
Wie viel Energie fließt in mein Leben?
Ist es ein stetiger angenehmer Fluss? Fließt sie nur
tröpfchenweise? Sturzflutartig?
Muss ich ständig sparen? Oder brauch ich mir keinerlei
Gedanken um das Thema Geld machen?
Fließt die Energie in einer Art in mein Leben, die mir
gefällt?
Der Fluss von Energie DURCH mich hindurch:
Ergreife ich die Energie? Kommt sie bei mir überhaupt an?
Oder rauscht sie einfach durch ohne dass ich sie großartig
nutze.
Wie lasse ich mich durch das, was an Energie zu mir kommt,
berühren?
Wie lasse ich mich dadurch in Bewegung versetzen?
Darf sie mir für mein Wohlsein und meinen Ausdruck dienen?
Der Fluss von Energie wieder IN DIE WELT
ZURÜCK:
Kann ich die Energie auch wieder loslassen?
Spare ich sie für schlechte Zeiten?
Horte ich sie um mich herum?
Lasse ich sie in Fülle und Freude wieder in die Welt
zurückströmen?
Oder verlier ich sie wie die Kuh ihre Fladen?
Die Welt wird Antwort geben auf das, was ich
zurückfließen lasse. Antwort auf mich, auf meinen
Ausdruck, auf die Art meiner Bewegung. Auf die Art wie ich mich
verströme oder zurückhalte.
Und ihre Antwort strömt wiederum in Form von Energie zu mir
zurück……Viel oder wenig, in einer Art
die mir gefällt oder nicht…
Der Kreis schließt sich.
Jaaaa, mag sich nun mancher denken……Ja,
wenn ich die Million gewonnen habe, dann…..Wenn der
Geldkoffer vom Himmel gefallen ist, dann……Wenn
ich endlich manifestieren kann, dann……
Nix dann!
Fülle ist vollkommen alltäglich!
Sie ist JETZT.
Sie entsteht durch meine Art und Weise, wie ich mich von der
Energie die in mein Leben fließt berühren lassen.
Wie ich sie aufgreife, damit spiele, wie ich mich davon in Bewegung
versetzen lasse. Und wie sie als mein Ausdruck wieder
zurückfließen darf.
Sie entsteht, oder sie wird verhindert. In vielfältiger Form
und auch vollkommen alltäglich.
Einige Beispiele:
Eine Freundin hatte lange Zeit extrem wenig Geld.
Ich will sie besuchen und will etwas für uns mitbringen. Ich
kaufe 2 Schälchen Erdbeeren, dummerweise erzähle ich
ihr am Telefon davon. Ihre Reaktion: Iiiihhhh! Du kannst doch keine
Erdbeeren mitbringen!! Die sind doch ganz matschig bis du hier bist!
Ich fühl mich ganz schön blöd mit meinen
Erdbeeren und lasse sie zu Hause.
Ein Mann, lebt von Hartz4, setzt einen Aufruf in ein Forum. Er
sucht Leute, die ihm kostenpflichtige Sonderchannels günstig
verkaufen.
Da er grad ein paar Tage vorher ganz großzügig seine
Energie ins Forum eingebracht hatte, biete ich ihm an, ihm eines dieser
Sonderchannel zu schenken. Seine Reaktion: Naja, wenn du meinst, dann
kannst du es mir ja schicken……
Da keinerlei freudiges Bejahen in seiner Antwort zu spüren
ist, überleg ich mir das aber noch einmal – und
schick es ihm dann nicht.
Eine Frau erzählt in einem esoterischen Forum von
dramatischen Zuständen: Pfändung, Strom abgestellt,
keine Heizung, nichts zu essen,.…..
Ganz viele Leute schicken Päckchen mit Nahrungsmitteln und
Geld an diese Familie. Wochenlang.
Die Reaktion der Frau im Forum ist sehr unpersönlich und
ziemlich dürftig. Sie erweckt den Eindruck, als ob die ganzen
Päckchen und die ganze Liebe mit der sie geschickt wurden, gar
nicht berührt hätten. Man musste an ein Fass ohne
Boden denken…..
Viele Hilfsbereite stellen die Sendungen bald wieder ein und behalten
ihre Energie lieber für sich.
Die drei Beispiele zeigen, wie der Energiefluss ins Leben
hinein oft durch kleine alltägliche Handlungen abgebrochen
oder blockiert wird.
Ich könnte jetzt noch andere Beispiele bringen. Beispiele von
Leuten, die zwar genug Energie in ihr Leben hineinbringen, den
Energiefluss aber an anderer Stelle blockieren: z.B. die Sparer, die
Depots für ihre Sicherheit anlegen; die Geizigen, die sich von
nichts trennen können; die Leute, die nur schwer ins Tun
kommen; die, die keine Beziehung zu den Dingen haben die sie sich
anschaffen und vieles wieder verschenken; und dann noch die Leute, die
immer viel zu billig arbeiten, oder die, die viel zu viel für
ihre Arbeit verlangen, so dass ihre Arbeit gar keiner haben
will……….
Soweit ein paar Beispiele.
Fülle ist jetzt – oder eben auch nicht.
Sie passiert in der kleinsten Einheit des Erschaffens:
Ich berühre etwas – die Art und Weise meiner
Berührung nehme ich am Anderen wahr – die Antwort
berührt mich – dieses Berührtsein greife
ich in meiner Bewegung wieder auf……Ein Spiel von
berühren und sich berühren lassen beginnt. Ein Spiel
von bewegen und bewegt werden.
Und ich antworte dabei immer perfekt auf mich selber.
Ein kleines Experiment mag deutlicher machen, was ich meine:
Stellen Sie sich vor, sie haben ein paar Freunde eingeladen. Einer davon verbindet sich die Augen und sie geben ihm einen Gegenstand in die Hand, den er vorher noch nicht gesehen hat. Zum Beispiel eine schöne große Muschel. Beobachten sie, WIE er sie ergreift. Fest oder zart, sicher oder unsicher, vorsichtig tastend, tapsend, in streichenden Bewegungen, …… Die Art seiner Bewegung bestimmt, wie er sich von der Muschel berühren lässt und was er an ihr erlebt. Und wenn das nun ein Freund nach dem anderen tut, kann man staunend beobachten, wie sich jeder seine Welt in diesen paar Augenblicken erschafft. Die Art seiner Bewegung bestimmt, was er in der Hand hat: Einer mag die Muschel halten wie eine Waffe, der nächste erlebt sie wie einen kostbaren Schatz. Ein dritter beginnt damit ein leises horchendes Spiel, ein anderer erlebt sie wie Müll und es ekelt ihn,……. Jeder erlebt sie anders, jeder erlebt an ihr perfekt die Antwort auf seine eigene Bewegung.
Ein geschulter Therapeut könnte nun bereits an den ersten Bewegungen das anstehende Entwicklungsthema erkennen und würde entsprechend ansprechen und den Gestaltfindungsprozess begleiten.
Aber das ist ja hier nicht unser Thema und mein Artikel richtet sich nicht an Therapeuten.
Ich schreibe hier für – hoffentlich neugierige – spirituelle Energiearbeiter, die mehr Fülle in ihr Leben bringen wollen.Lassen Sie uns nun aber noch ein Stück weiter gehen. Weiter im Versuch zu verstehen, wie und wodurch ich mir Fülle erschaffen kann. Wie ich mir überhaupt irgendetwas erschaffe.
Und dazu noch einmal ein kleines Experiment:
Ein Glas Wasser. Setzen Sie sich mit einem Glas Wasser hin. Fühlen Sie die Energie im Wasser. Sie können auch ganz ins Wasser hineingehen. Fühlen Sie den Fluss der Energie im Wasser. Ohne Druck, ohne etwas Bestimmtes zu wollen, ohne ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten. Lassen Sie nun aus ihrem Inneren eine Imagination aufsteigen. Imaginieren Sie, lassen Sie los und beobachten Sie, wie Ihre Imagination den Fluss der Energien im Wasser verändert. Das tut sie nämlich!
Wir können Energien imaginieren.
Warum grade Imagination?
Die Imagination entspringt der eigenen Seelen- Bewegung, dem eigenen
Seelen-Verlangen, und nicht wie die Visualisierung unserer Vorstellung.
Wir lassen sie tief aus unserem Inneren aufsteigen. Man könnte
auch sagen: Sie entsteht in den kristallinen Bereichen, sie entsteht
auf unserem Schöpfer-Spielplatz.
Sie ist darum auch höchst persönlich und einzig und
allein für den Menschen, in dem sie entsteht, stimmig. Andere
fangen damit nichts an, wir haben es schon ausprobiert: Es ist
völlig sinnlos, eine Imagination von jemandem
übernehmen zu wollen.
Jeder ist hier aufgefordert, seine höchst eigene zu finden.
Imaginationen entstehen nicht durch Druck, durch Anstrengung,
durch unseren Willen. Wir lassen sie einfach kommen, wir erlauben, dass
eine Imagination entstehen darf und fangen an zu spielen. Mit Farben,
mit Formen, mit Ideen, mit Worten, mit Klängen,….
Vielleicht ist da am Anfang nur eine Farbe, eine Bewegung. Wir spielen
damit und folgen in diesem Spiel dem eigenen Gefühl der
Stimmigkeit.
So wird die Imagination zusehend klarer und kommt auch mehr und mehr in
die Sinne. Augen, Nase, Ohren, Tastsinn,
Geschmack……Sie kann vielfältig und
sinnlich in uns erblühen!
Durch Imagination ist es auch möglich, den Zustrom an
Fülle zu steigern. Zumindest habe ich selber es zwei Mal
erlebt, dass dadurch der Strom an Geldmittel sich steigerte.
Es kann sich also lohnen sich auf seinen Schöpferspielplatz zu
begeben und mit Ideen und Farben, Formen und Klängen zu
spielen. Wenn, ja wenn man, genug des Spielens, dann auch wählt,
dass sich die Energien im Leben manifestieren dürfen! Hier
wird die bewusste Wahl wichtig. Ohne sie
bleiben die imaginierten Energien sonst Schöpfungen in
irgendwelchen anderen Dimensionen. Sie kommen nicht in die Welt, auf
die Erde.
Es gibt jetzt natürlich noch viele Themen die es lohnt sich anzuschauen, wenn man mit Fülle im Leben ein Problem hat: die Liebe zu sich selber und die Wertschätzung der eigenen Person; die vielen Glaubensmuster um das Thema Geld die einen leichten Füllestrom ins Leben verhindern; die Verhinderung durch Zweifel und mangelndes Vertrauen; das Massenbewusstsein; ……..und andere Themen mehr.
Ich habe mich hier in diesem Artikel auf die energetischen Grundlagen für einen balancierten Strom an Fülle in und aus dem Leben heraus beschränkt.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!
Und viel Spaß beim Experimentieren und Imaginieren!
© Elisabeth
Schneider-Friedrich 2009
Dieser Text darf unter Hinzufügung dieser Fussnote gerne
weitergegeben werden.