Biophotonen - das Licht in unseren Zellen

Menschen sind Lichtwesen - das sagten die Mystikerinnen und die Spirituellen schon lange, und stellten heilige Menschen auch oft mit einem leuchtenden Schein dar. Unterdessen beginnts auch die Wissenschaft zu sagen. 

Marco Bischof fasst in seinem wunderbaren Buch "Biophotonen - das Licht in unseren Zellen" die Geschichte und die Forschungen um das Licht in unserem Körper zusammen.

Bischofs Buch ist populärwissenschaftliche Literatur, allerdings von der tieferen Sorte. Viele Details werden ausführlich erklärt und dargestellt. Dennoch ist es recht leicht zu lesen: eine ausführliches Inhaltsverzeichnis, viele Illustrationen, ein breiter Rand für Notizen und ein reichhaltiger Anhang mit Sachwortregister und Glossar erlauben es, jedes behandelte Thema schnell zu finden. Die Sprache ist, vor allem in den rein wissenschaftlichen Teilen, zwar anspruchsvoll, aber nirgends übermässig kompliziert.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert:

Vorgeschichte

Der erste Teil behandelt die Vorgeschichte der Biophotonenforschung. Bischof stellt diverse traditionelle Vorstellungen zu nichtphysischen Energiekörpern vor: Es geht um die Aura, um christliche Heiligenscheine, um das "fünfte Element" - die Quintessenz, den Äther; er schreibt über griechische, ägyptische, chinesische, tibetische und indische Ideen und über den Archäus des Paracelsus.

Des weiteren beschreibt er, wie in der angehenden Neuzeit, also um 17. und 18. Jahrhundert, die Elektrizität entdeckt wurde und darüber spekuliert wurde, ob sie wohl die Lebenskraft sein könnte, von der all diese alten Traditionen sprechen. Etwas später, am Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde die Lebensenergie definitiv von der neuen grossen Kraft Naturwissenschaft "abgeschafft", mit Ausnahme von wenigen Aussenseitern wie dem Psychotherapeuten Wilhelm Reich, die an diesem Konzept festhielten. Erst in den letzten Jahren gewinnen wissenschaftliche Forschungen wieder an Bedeutung, die von einem Konzept der Lebensenergie ausgehen - darunter nicht zuletzt die Forschung über Biophotonen.

Anfänge

Der zweite Teil des Buches behandelt die Anfänge der Biophotonenforschung. Diese beginnt mit dem russischen Mediziner und Biologen Alexander Gurwitsch, der 1922, der beobachtete, dass Zwiebelwurzeln ein schwaches Licht ausstrahlen. Mehrere Forscher in Europa und Russland interessierten sich dafür und forschten weiter und veröffentlichten über 500 wissenschaftliche Arbeiten zum Thema. Auch amerikanische und englische Wissenschaftler begannen sich während der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts mit der biologischen Strahlung auseinanderzusetzen, allerdings erfolglos; dies führte dazu, dass bald darauf im Westen die Idee der Biophotonen in Verruf geriet und nicht weiter daran geforscht wurde, im Gegensatz zur anderen Seite des eisernen Vorhangs, in den von Russland kontrollierten Gebieten, wo bis heute sehr viel Grundlagenarbeit geleistet wurde.

Erst der Radiologiephysiker Fritz Popp nahm im Westen um 1970 diese Forschungen wieder auf. Er stiess auf das Thema, als er krebserregende Stoffe untersuchte und sie mit anderen, sehr ähnlichen Stoffen verglich, die aber nicht krebserregend sind, obwohl sie von der chemischen Struktur her fast identisch sind. Nur einen bedeutenden Unterschied konnte er feststellen: gewisse Stoffe leuchten hell, wenn sie mit einer bestimmten Wellenlänge von ultraviolettem Licht bestrahlt wurden, andere nicht... also fragte er sich: funktioniert die Regulation der Zellen auch über das Licht?

Er beauftragte einen Doktoranden, Bernhard Ruth, mit der Aufgabe, eine Maschine zu konstruieren, die nachweisen könne, dass es Licht in den Zellen gäbe. Ruth weigerte sich zuerst, weil er die Idee für allzu verrückt hielt - "man" weiss doch schliesslich, dass da nichts leuchtet! 

Er war dann einverstanden mit einer anderen Aufgabenstellung, nämlich: nachzuweisen, dass es KEIN Licht in den Zellen habe. Was er dann auch tat: er konstruierte 1975 eine hoch empfindliche Maschine, das Emissionsphotometer, die auch schwächste Spuren von Licht nachweisen kann. Sie wäre in der Lage, das Licht eines Glühwürmchens auf zehn Kilometer Entfernung wahrzunehmen. Nach mehrfachen, sorgfältig geplanten Versuchen, und zum grossen Erstaunen Ruths, stellte es sich heraus: und es gibt doch Licht in den Zellen!

Weitere Forschungen haben gezeigt, dass Zellgewebe erstaunlich durchlässig ist, Licht kann mehrere tausend Schichten von Zellen durchdringen, bis tief in den Körper hinein. Das gilt nicht für alle Sorten von Licht, sondern für ganz bestimmte Qualitäten, nämlich sogenanntes ultraschwaches kohärentes Licht.

Um diese Lichtqualität zu beschreiben, bieten sich Vergleiche aus der Musik an, da gibt es viele Parallelen. Kohärentes Licht ist wie Musik: geordnet und harmonisch. So wie in einem Orchester mehrere Instrumente im gleichen Takt spielen, so sind die Frequenzen von kohärentem Licht harmonisch aufeinander abgestimmt. 

Die andere Qualität von Licht, die unkohärente, entspricht im akustischen Bereich dem Lärm: regellos, ungeordnet, chaotisch.

Ein anderer Name für kohärentes Licht ist Laser. Industriell gefertigte Laser - wie jene, die sich im CD-Player befinden - sind hoch geordnetes Licht, mit nur einer einzigen Frequenz, und einer einzigen Amplitude. Das entspräche in der Musik einem einzigen, lang anhaltenden Ton, ohne Melodie, ein "tüüüüüüüüüt". 

Das Laserlicht, das in den Zellen von Lebewesen zirkuliert, ist aber deutlich musikalischer udn besitzt eine Vielzahl von Tonhöhen und Geschwindigkeiten, die sich aber dennoch zu einem harmonischen Ganzen fügen, ähnlich wie die Instrumente eines Symphonieorchesters. Wobei das, was im Körper einer Pflanze, eines Tieres oder eines Menschen geschieht, ungleich komplexer, reicher und vielfältiger ist als jede von Menschen erzeugte Musiik.

Ein Symphonieorchester hat dreissig, vielleicht auch fünfzig Musiker. Ein menschliche Körper hat mehrere Milliarden Zellen, die zusammen spielen, atmen und leben. Auch wenn die gesamte Bevölkerung der Erde sich zum gemeinsamen Musizieren versammeln würde, es käme immer noch nicht an das heran, was in einem einfachen Lebewesen wie einer Blume oder einer Schnecke passiert.

Grundlagen

Im dritten Teil des Buches beschreibt Bischof die wissenschaftlichen Grundlagen, und welche Schlussfolgerungen sie in Bezug auf biologisches Licht erlauben. In diesem Teil geht er in die Tiefe, mit vielen Details; doch auch wenn viele dieser Details nur schwer verständlich sind für einen Laien, so werden dennoch die Grundsätze klar, wie ein Lebewesen funktioniert.

Es wurde gesagt, es gebe kohärentes - zusammenhängendes, musikalisches, laseriges - Licht in den Zellen. Woher kommt denn das? Die Antwort ist naheliegend: von der Sonne! Die Sonne sendet eine ganze Menge unkohärentes Licht zur Erde, aber im Sonnenlicht ist  auch ein Anteil an kohärentem Licht enthalten. Und es ist dieses kohärente Licht, das die Atome und Moleküle so organisiert, sodass sie sich im Lauf der Evolution zu immer grösseren Gruppen zusammenschliessen, von der einfachen Aminosäure bis zu den hoch komplexen Gebilden, die wir Säugetiere sind. Wir sind am Sonnenlicht gebildet, und auch in diesem ganz materiellen Sinne Licht-Wesen.

Der grosse Visionär Johann Wolfgang von Goethe hat diesen Sachverhalt in der Einleitung seiner Farbenlehre folgendermassen formuliert, selbst ein Wort des Mystikers Jakob Böhme in eigene Worte fassend:

Wär' nicht das Auge sonnenhaft
Wie könnten wir das Licht erblicken?
Lebt' nicht in uns des Gottes eigne Kraft
wie könnt uns Göttliches entzücken?

Und wenn das Licht mal im Körper ist - wo wird es aufbewahrt? Die Antwort lautet: vor allem im Erbgut - in der DNS. 

Die DNS ist ein sehr langes, spiralförmiges Molekül, das in seinem Inneren einen Hohlraum wie eine Röhre bildet. Die ForscherInnen konnten zeigen, dass diesr Hohlraum extrem gut dazu geeignet ist, Licht in sich zu speichern; sehr viel besser als jede künstliche Antenne, die von Menschen zu ähnlichen Zwecken konstruiert worden ist.

Sonnenlicht

Sonnenlicht ist lebenswichtig
© barbara Seiler

Dies erhellt auch ein Rätsel, vor dem die klassischen Genetiker seit langem stehen: bekanntlich ist es eine Aufgabe der DNS, die Vorlage zu liefern für alle Stoffe, die im Körper produziert werden. Nun ist es aber so, dass nur ein sehr kleiner Teil aller DNS-Moleküle überhaupt die Informationen für solche Stoffe tragen - ungefähr 5%, während die anderen 95% der DNA das nicht tun und keine Proteine codieren. Ausserdem sind wir Menschen mit anderen Lebewesen eng verwandt - wir teilen mit den höheren Primaten, aber (erstaunlicherweise?) auch mit der Ratte über 95% der codierenden DNA. Wie kann es dazu kommen, dass eine so grosse Ähnlichkeit im genetischen Material zwei äusserlich so verschiedene Wesen wie Menschen und Ratten erschafft? Dieser Löwenanteil an genetischem Material, der keine Proteine codiert, wurde von den Genetikern, wenig schmeichelhaft, Junk-DNS genannt - Abfall-DNS. Nun stellt es sich heraus, dass dieser sogenannte "Abfall" gar keiner ist, sondern wesentliche Funktionen in der Regulation des Organismus durchführt.

Wenn auch der grösste Teil des Lichtes in der DNS gespeichert wird, so durchdringt das Licht dennoch alle Teile des Körpers. Es wird vermutet, dass eine andere Sorte von winzigen Röhren, die sogenannten Mikrotubuli, die den ganzen Körper durchdringen und die durch ihre Steife die Zellen stützen und ihnen Form geben, als eine Art körpereigenes Internet dienen, also als Kommunikatonskanäle, sodass Informationen mit Lichtgeschwindigkeit durch den Körper gesendet werden können.

Wenn dies Annahme korrekt ist, würde das bedeuten, dass ein einziges kohärentes Lichtfeld ein Lebewesen durchdringt, und dieses Lebewesen organisiert. Das ist eine Idee, die bisher Unerklärtes erklären könnte; nämlich, wie wächst ein Lebewesen? Wie kann es geschehen, dass aus einer einzigen Zelle ein Mensch, ein Huhn, eine Eiche wächst? Wie kann es geschehen, dass beim hoch komplexen Vorgang des Wachsens alle Zellen immer wissen, was sie gerade tun müssen? Das Konzept des Energiefeldes/Lichtfeldes verspricht hier einige sehr interessante Antworten.

Anwendung

Im vierten Teil behandelt Bischof Anwendungen, von denen die meisten schon existieren, aber mit der Biophotonentheorie endlich eine wissenschaftliche Grundlage bekommen, die erklärt, wie diese Methoden funktionieren. Es geht um Themen wie Blut- und Urintests, deren Licht gemessen werden kann; um Homöopathie, um Energieheilungsmethoden, um Prüfungen der Nahrungsmittelqualität , um Anwendungen in der Landwirtschaft, um Pflanzen zum Wachsen anzuregen, Farb- und Musiktherapie und um vieles mehr.

Der interessanteste Aspekt aber scheint mir das Konzept von Gesundheit und Krankheit, das aus diesen überlegungen entsteht.

Bischof definiert Gesundheit als einen kohärenten Zustand des menschlichen Energiefeldes. Der Körper ist wie ein grosses Orchester, in dem alle gemeinsam spielen, aufeinander hören, aufeinander eingehen, ohne dass die einzelnen Stimmen ihre Individualität verlieren. Dies kreiert Zusammenhalt und Identität; ich weiss, wo ich beginne und wo ich aufhöre, ich kenne meine Grenzen, ich nehme wahr, wo sie herausgefordert werden. Andererseits erlaubt es ein kohärenter Zustand auch, offen gegenüber der Umwelt zu sein, eine differenzierte Wahrnehmung zu besitzen und angemessen auf Herausforderungen zu reagieren. Ein kohärenter Zustand schafft Lebendigkeit, Flexibilität und die Fähigkeit, Neues zu integrieren und transformieren.

Diese kohärente Zustand hat die Eigenschaft, auf dem schmalen Grat zwischen Ordnung und Chaos zu balancieren. Wenn der Körper ein Orchester ist, so ist er eines, das improvisiert; und so wie ein Saxophonist, der das zufällige Zwitschern eines Vogels in sein Stück einbaut und darauf reagiert, so kann ein gesundes Wesen auf Impulse der Umgebung reagieren, sie aufnehmen, sie integrieren und somit selbst weiter und grösser werden in seinem Spektrum des Erlebens und Handelns.

Krankheit wäre dann eine Entfernung von diesem Gleichgewicht, in die eine oder andere Richtung: Entweder die Kohärenz geht verloren, die einzelnen Teile kommunizieren nicht mehr miteinander und fallen auseinander; oder aber die Kohärenz wird zu gross, sodass die Flexibilität und Offenheit verloren geht und das Wesen starr wird.

Viele Krankheiten sind nichts Schlimmes oder Böses: oft geht es lediglich darum, dass ein bestehender stabiler Zustand durch einen Impuls von aussen in Frage gestellt wird und das Gleichgewicht für einen Moment verloren geht. Der Körper strebt dann danach, das Gleichgewicht wieder zu finden, indem diese neuen Begebenheiten integriert werden. Bischof schreibt: "Bei unseren Krankheiten liegt das Problem oft nicht so sehr darin, dass der Organismus mit der Herausforderung fertig wird, als vielmehr darin, ob wir in seine Fähigkeit, dies zu tun, Vertrauen haben." Er schliesst die geistigen und seelischen Aspekte explizit mit ein. Dies bedeutet, dass es oft genügt, bei einer Krankheit zu ruhen, zu warten und den Körper machen zu lassen, was immer er zu tun hat, um zu einer neuen Stufe von Gesundheit und Stabilität zu gelangen - etwas, was heute leider allzu oft verhindert wird durch eine vorzeitige und oft unnötige Gabe von Medikamenten, die zwar die Symptome lindern, aber diesen Entwicklungsprozess verhindern.

Wenn der Organismus über allzu lange Zeit daran gehindert wird, sein natürliches Gleichgewicht wieder zu finden, so kann es vorkommen, dass er sich immer weiter weg vom Gleichgewicht bewegt. Entweder, er verliert an Kohärenz, was auch bedeutet: das Erbgut verliert nach und nach seine Fähigkeit, Licht zu speichern. Die Kommunikation zwischen den Zellen vermindert sich oder bricht ganz ab, sie beginnen selbständig zu handeln, ohne auf ihre Nachbarn zu hören, was in der schlimmsten Form bedeutet: Krebs. Die Tumore, die bei Krebserkrankungen entstehen, sind nicht das der Kern des Problems, sondern lediglich die Symptome. Das Problem selbst besteht darin, dass das Lichtfeld im Körper nicht mehr zusammen musiziert, sondern jeder Musiker, taub für andere, nur für sich selbst spielt.

Die andere Form von Krankheiten sind jene, die auf einer zu grossen Kohärenz beruhen. Der Organismus erstarrt, verkalkt, schliesst sich nach aussen ab, die Reaktionsfähigkeit geht verloren. Ein Beispiel für diese Art von Krankheiten ist die multiple Sklerose. Typisch ist hier, dass die spezialisiertesten und differenziertesten Zellen befallen werden; im Fall der MS sind es die Nervenzellen.

Aus diesen Ideen lassen sich einige einfache Verhaltensregeln ableiten, die das Wandern auf dem Grat zwischen Chaos und Ordnung, und damit Kohärenz und Gesundheit, fördern. Der Körper hat seine eigene Weisheit und strebt wie ein Pendel, das losgelassen wird, immer wieder zur Mitte zurück - lasst ihn machen! Eine Grippe wird am besten kuriert durch Ruhe, Schlaf, Tee und liebevolle Zuwendung. Selten gibt es Anlässe, die wichtig genug sind, um fiebersenkende Medikamente zu konsumieren - ein paar Tage auf der Arbeit zu fehlen, den Haushalt eine Weile nicht machen zu können, das liegt meistens drin. Es sind die Zeiten, wo es ratsam ist, das eigene Wohlbefinden über alles andere zu stellen. Des weiteren ist es sinnvoll, sich jeden Tag eine Portion Sonnenlicht abzuholen, und sei sie noch zu klein. Die kohärenten Anteile des Sonnenlichtes dringen über die Augen, aber auch über die Haut in den Körper ein und vermitteln die Informationen, die der Körper braucht, um kleine Ungleichgewichte wieder in Ordnung zu bringen. Das Sonnenlicht funktioniert als eine Art Massstab oder Eicheinheit, die dem Körper erzählt, woran er sich ausrichten darf. Keine andere Lichtquelle, auch nicht Tageslichtlampen, liefern dieselbe Qualität an Licht und an UV-Strahlung, die der Körper braucht, um seine Reparaturmechanismen in Gang zu bringen. Ebenfalls ist es nicht anzuraten, ständig Sonnenbrillen zu tragen, die den UV-Anteil herausfiltern und somit dem Körper einen wichtigen Teil an Licht-Nahrung vorenthalten. Brillenträgerinnen und Brillenträger! Habt keine Angst, nehmt ab und zu die Brille ab, schliesst die Augen und lasst sie von der Sonne bescheinen! Vergesst nicht, den Kopf immer leicht zu bewegen, dass nicht immer derselbe Ort beschienen wird!

Im Umgang mit der Sonne und mit kohärentem Licht allgemein gilt: weniger ist mehr. Ein Ansatz, der in unserer Zeit von "je mehr desto besser" etwas seltsam anmuten mag, dessen Wahrheit aber experimentell mehrfach bestätigt wurde. Ultraschwaches Laserlicht von einer bestimmten Frequenz kann das Wachstum von Pflanzen anregen - stärkeres Licht von derselben Frequenz kanns nicht mehr, sondern hat gar keine Wirkung. Oft sind es sehr subtile Einflüsse, wie in homöopathischen Mitteln, die dem Körper den Weg zu Gleichgewicht und Kohärenz zeigen können.

Nun ist es so, dass wir Menschen nicht von der Umwelt abgeschlossene Systeme sind. Wir sind eingebunden in das Magnetfeld der Erde, und heute je länger je mehr auch in eine Umgebung, in der zahlreiche Strahlungsquellen herrschen: Radio- und Handymasten, Hochspannungsleitungen, elektrische Geräte aller Art... und all diese Dinge haben ihre eigenen Frequenzen, und wirken somit auf den Menschen ein. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass geringe Dosen von Strahlung nichts bewirken können, weder Gutes noch Schlechtes; nur eine allzu hohe Dosis von Strahlung kann zu Verbrennungen führen. Die Forschungen zu den Biophotonen legen nun nahe, dass das nicht stimmt. Die Erlebnisse vieler Menschen, die sensibel auf elektrische und andere Felder reagieren, erhärten diese Ideen. Es ist nun kaum möglich, diesen Strahlungsquellen zu entkommen. Möglich ist allerdings, sie verantwortungsvoll zu nutzen. Zumindest im Schlafzimmer ist es sinnvoll, keinerlei elektrische und elektronische Geräte zu haben, sodass der Körper mindestens nachts die Gelegenheit hat, seine eigenen Rhytmen wieder zu finden.

Ausblick

Im fünften und letzten Teil unternimmt Bischof einen Ausblick in die Zukunft, wo er sich von allem mit dem Zusammenhang von Körper, Seele und Geist beschäftigt - und mit Methoden, wie diese wissenschaftlich erforscht werden können. Es geht um Quantenphysik, Nullpunktfelder und um die Wiedergeburt des Ätherkonzeptes, das seit etwa hundert Jahren aus der wissenschaftlichen Diskussion verschwunden ist. Es geht um die Wissenschaft der Zukunft.

copyright

© Barbara Seiler 2008 - www.spiriforum.net
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